Moskau wertet mögliche Intervention in Atomstreit als Bedrohung der eigenen Sicherheit
Brüssel - Russland hat einen Angriff auf iranische
Atomanlagen als eine Bedrohung der eigenen Sicherheit bezeichnet.
Dies gelte für jede Verwickelung des Irans in eine Militäraktion,
sagte der scheidende NATO-Botschafter Dmitri Rogosin am Freitag in
Brüssel. Die Regierung in Moskau sei zwar entschieden gegen die
Weiterverbreitung von Massenverbreitungswaffen. Ein Öl-Embargo gegen
die Islamische Republik, auf das sich die EU im Grundsatz bereits
geeinigt hat, lehnt Russland aber ab: Jedes Land habe das Recht, das
zu besitzen, was es für notwendig halte.
Der britische Premierminister David Cameron sagte dagegen dem
TV-Sender Al-Arabija, wirtschaftlicher Druck werde den Iran zu einer
Überdenkung der Position zwingen. Die USA, die EU und Japan wollten
die Islamische Republik mit härteren Sanktionen an einem Ausbau des
Atomprogramms hindern. Der Iran wird verdächtigt, heimlich an der
Entwicklung von Atomwaffen zu arbeiten, was die Regierung in Teheran
aber bestreitet. (APA/Reuters)