Auftakt

Lufthansa beginnt schwierige Tarifgespräche

13. Jänner 2012, 20:43

Mörfelden-Walldorf - Schneller Auftakt bei den Tarifverhandlungen für 50.000 Beschäftigte der Lufthansa: Die AUA-Mutter hat den Gewerkschaften bereits in der ersten Runde am Freitag ein Angebot für höhere Entgelte unterbreitet. Das Angebot ist allerdings an die Lösung struktureller Fragen geknüpft, die bereits einmal in Verhandlungen mit der Gewerkschaft UFO über den künftigen Berlin-Verkehr gescheitert sind. Die Lufthansa hatte daraufhin angekündigt, die Jets aus der Hauptstadt mit Personal einer Fremdfirma besetzen zu wollen.

Die Lufthansa bietet der Tarifgemeinschaft von UFO und Verdi nach eigenen Angaben 3,3 Prozent mehr Geld bei einer Laufzeit von 15 Monaten. Sie will dafür beim Kabinenpersonal wie auch beim firmeneigenen Caterer LSG andere Lohngruppierungen einführen, die einen kostengünstigeren Betrieb ermöglichen würden. Ob dann auch die Bereederung der Berlinflotte wieder mit Lufthansa-Personal geplant würde, blieb zunächst offen, gilt aber als wahrscheinlich.

Die Gewerkschaften waren mit einer Forderung nach 6,1 Prozent mehr Geld in die Verhandlungen gezogen. Die Lufthansa-Offerte rechne sich auf 12 Monate zu ungenügenden 2,6 Prozent herunter, sagte eine Gewerkschaftssprecherin von Verdi. Die Bedingungen für einzelne Belegschaftsgruppen seien zudem so nicht akzeptabel, erklärte die Verdi-Verhandlungsführerin Christiane Behle. Die Verhandlungen sollen bereits am 24. Jänner fortgesetzt werden.

Lufthansa-Chef Christoph Franz hatte am Freitag seinen Appell an die Belegschaft wiederholt, notwendige Veränderungen im Unternehmen mitzutragen. Mittelfristig müsse eine deutlich höhere operative Marge erzielt werden, schrieb er in der Mitarbeiterzeitung "Lufthanseat". Er erinnerte an das vor wenigen Wochen angekündigte Sparprogramm. "Ich bin davon überzeugt, dass auch jeder Lufthanseat weiß, dass sich das Unternehmen weiterentwickeln und verändern muss."

Ein UFO-Sprecher warnte die Lufthansa davor, betriebsfremde Stewards und Stewardessen zu Niedriglöhnen einzusetzen. Dies verstoße eindeutig gegen tarifvertragliche Bestimmungen, verwies er auf ein juristisches Gutachten im Auftrag der Gewerkschaft. "Wo Lufthansa drauf steht, muss auch Lufthansa drin sein." Die Gewerkschaft hat bereits angekündigt, nötigenfalls auf Einhaltung des Vertrages vor dem Arbeitsgericht zu klagen. (APA)

fasziniert
00
29.1.2012, 10:40
Auch der Flughafen Frankfurt spart

http://www.3sat.de/mediathek... ?obj=29075

mach 84
00
15.1.2012, 16:28

1993 ist die lauda-air fuer die lufthansa von muenchen
nach los angeles geflogen, ebenso von München nach miami, also hat die LH damals schon ausgelagert,
der service an bord war gut, obwohl einige passagiere
mit dem selben argument kamen, wo lufthansa draufsteht......
als dann die lauda maschinen zum check mussten hat lauda eine maschine der condor bekommen, den zirkus unter den business class pasagieren hätten sie sehn sollen, "da haben wir den flug gebucht um mit der lauda business class (zu der zeit amadeus-class genannt) zu fliegen und jetzt sitzen wir in dieser unbequemen condor maschine!

Airbusflieger
00
16.1.2012, 20:07
Das Ende der Geschichte kennen sie?

Vermutlich nicht, aber was soll schon die Vergangenheit wenn man sie nicht gefiltert sehen darf.

Kampfposter
00
14.1.2012, 12:04
Na dann ist wohl auch warme Kleidung für die AUA Betriebsräte erforderlich!

Pratt Whitney
00
14.1.2012, 17:45

warum? weil die lufthansa ihrer belegschaft eine gehaltserhöhung gibt?

nomen est omen... erst denken, dann posten!

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