Gerät darf nicht schwerer als 2,2 Kilogramm sein und soll 15 Krankheiten diagnostizieren
Las Vegas - Eines der ikonischsten Objekte des "Star Trek"-Universums soll eine reale Entsprechung erhalten: der Tricorder. Wie im Mai des vergangenen Jahres angekündigt und nun auf der Consumer Electronics Show in Las Vegas offiziell verlautbart, hat die US-amerikanische X-Prize Foundation einen Prämie von umgerechnet 7,8 Millionen Euro für denjenigen ausgesetzt, der ein entsprechendes Gerät entwickelt.
Dieser "Qualcomm Tricorder X Prize" ist nicht das erste Mal, dass die gemeinnützige Stiftung des Luftfahrtingenieurs Peter Diamandis als technologischer Impulsgeber aktiv werden will. Mitte der 90er Jahre schrieb sie den "Ansari X-Prize" für kommerzielle Weltraumflüge aus - gewonnen hat diesen Preis 2004 das Team des "SpaceShipOne". Andere Preise wurden unter anderem für eine Methode zur schnellen DNA-Sequenzierung oder die Beseitigung von Ölverschmutzungen ausgeschrieben.
Um den "Qualcomm Tricorder X Prize" einzustreifen, ist es nötig, ein Gerät zu entwickeln, das nicht schwerer als 2,2 Kilogramm sein darf (schließlich soll man es wie einst Dr. McCoy in der Hand halten können) und "Schlüssel-Gesundheitswerte misst und 15 Krankheiten diagnostiziert". Der Wettbewerb ist vorerst für dreieinhalb Jahre angesetzt; bei der Stiftung rechnet man übrigens eher nicht mit einem raschen Erfolg. (red)