Forschungsbetrug

Daten über gesundheitlichen Nutzen von Rotwein gefälscht

15. Jänner 2012, 11:58

Universität Connecticut entlässt den Wissenschafter Dipak Das

Farmington, Connecticut - Die aromatische Verbindung Resveratrol, ein Polyphenol, steht seit längerem im Fokus medizinischer Forschungen: Als Antioxidans könnte es nämlich unter anderem gegen Arteriosklerose, Herzerkrankungen oder gar Krebs wirken. Und enthalten ist es unter anderem in Rotwein.

Besonders hoffnungsvolle Berichte über gesundheitsfördernde Eigenschaften des Rotwein-Wirkstoffs kamen in den vergangenen Jahren von Dipak Das, dem Leiter des kardiovaskulären Forschungszentrums der Universität Connecticut. Er publizierte unter anderem Forschungsergebnisse, nach denen sich auch Weißwein in Rattenversuchen als gesund fürs Herz erwiesen habe - und sogar Bier.

Das war dann aber offenbar doch zu schön, um wahr zu sein, berichtet der "New Scientist": Nach einer dreijährigen Untersuchung, ausgelöst durch einen anonymen Hinweis, hat die Uni Connecticut Das der Datenfälschung für schuldig befunden. In einem 60.000-seitigen Bericht werden Das 145 Fälle von Fälschung vorgeworfen, von der Verzerrung statistischer Ergebnisse bis zur Manipulation von Bildern. Alle externen Forschungsgelder für Das' Labor wurden eingefroren und ein Verfahren zu seiner Entlassung eingeleitet. (red)

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markusM.
00
16.1.2012, 13:09

moment, jemand der deutsch kann, kann doch gar nicht böse sein!

17+4
01
16.1.2012, 12:41
wer leist 60.000 Seiten, und wer stellt so ein

Konvolut zusammen.

Ungeachtet dessen, ich habe diese Ausrede nie wirlich gebraucht.
Den Placebo Effekt kann ich mir aber trotzdem noch einbilden.

sainty1
10
16.1.2012, 11:18
na blöd..jetzt haben die Österreicher also keine

Rechtfertigung mehr für ihren "täglichen" Alkoholkonsum?? org

Gottes eingeborener Sohn
01
16.1.2012, 11:38
Gar nicht nötig,

gesoffen wird auch ganz ohne rechtfertigende Begündung.

sainty1
10
16.1.2012, 15:42
"Na aber das Achterl is ja Gsuuuund!!!!"

Dr. Viktor Frankenstein
00
16.1.2012, 10:15
60.000-seitigen Bericht

Wirklich? Eher nicht ...

13thfloorelevators
01
16.1.2012, 12:52

vermutlich 300 seiten gutachten und dann noch 59700 seiten anhang mit sämtlichen daten .... damit man auch nen ordentlichen betrag für das gutachten verlangen kann....

lässt
00
16.1.2012, 12:47

Wieso? Sind doch eh nur 6 m, wenn man's ausdruckt.

sainty1
00
16.1.2012, 11:19
Hieb und Stichfest? =)

Michael Schmied
00
16.1.2012, 12:39
60.000 Seiten x 250 Worte pro Seite

Das wären 15 Millionen Worte.

Kann man ein so grosses Dokument in WORD für WINDOWS überhaupt schreiben?

Meiner Erfahrung nach bräuchte man alleine für diesen Kraftakt das Programm am Laufen zu erhalten ein Rechenzentrum für sich allein.

bin eh nur I
00
16.1.2012, 09:46
wenn Das jetzt nicht mehr forschen darf

dann muss ich wohl meine eigenen Studien weiterführen
Cheers!

Doc Steel
00
16.1.2012, 07:50
ich denke hier werden nicht nur die ratten

gebürstelt haben.

ein fein gefüllter weinkeller auf universitätskosten hat natürlich auch seinen reiz.

komajo
50
16.1.2012, 06:13
Rotwein

ist ein oxidiertes Lebensmittel.
Butter oder Speck zu lange an der frischen Luft werden ranzig. So ist es auch mit dem Rotwein.

Walter B.Stechlich
00
15.1.2012, 18:23

das betrifft mich nicht, bevorzuge bier.

wieso auch nicht
00
15.1.2012, 18:28

Lesen lernen: "nach denen sich auch Weißwein in Rattenversuchen als gesund fürs Herz erwiesen habe - und sogar Bier."

chrilly donninger1
01
15.1.2012, 20:58
Das wirklich interessante Ergebnis wäre gewesen

Besaufen sich Ratten gerne?
Gibts quasi eine Intelligenzgrenze ab der Saufen keinen Spass mehr macht?

scenox
06
15.1.2012, 21:48

Jedes Tier besäuft sich gern. Beim Menschen bezweifle ich es, dass der IQ mit dem Wunsch sich zu besaufen korreliert. Kenne hochintelligente Leute, die des öfteren über den Durst trinken

glückliches Sein - unsägliches Haben
02
17.1.2012, 13:52
Ich kann mich da an eine Studie (aus den 90ern?) erinnern,

die darauf hinweist, dass Menschen mit überdurchschnittlichem IQ eher dem Alkohol zusprechen, um sich auf das geistige Niveau ihrer Mitmenschen "hinunter zu trinken".

Joe Z.
20
16.1.2012, 00:05

ein oxymoron

vheissu
01
16.1.2012, 08:25

nein!

Joe Z.
10
16.1.2012, 10:29

"Kenne hochintelligente Leute, die des öfteren über den Durst trinken"

Doch!

chrilly donninger1
39
15.1.2012, 17:24
Epidemiologische Rotwein Studien

sind ebenfalls zweifelhaft.
Wenn man z.B. in Dänemark herausfindet: Rotweintrinker leben länger als Biertrinker, dann misst man sehr stark den sozialen Status mit.
Es ist allgemein bekannt, dass es Gesünder ist in der Hackordnung weiter oben zu stehen.
Man kann auch Nord- und Südeuropa schwer vergleichen. In Südeuropa ist das leben langsamer und weniger stressig (zumindest bis vor kurzem).
Ganz abgesehen davon, dass man auch gerne vergisst den verstorbenen Opa bei der Sozialversicherung abzumelden.

Richard Ebner
00
16.1.2012, 12:55
Die "Wissenschaft" hat längst verlernt, ...

... zwischen Kausalität und Korrelation zu unterscheiden.

Mann40
00
16.1.2012, 11:45

grün für:

"Ganz abgesehen davon, dass man auch gerne vergisst den verstorbenen Opa bei der Sozialversicherung abzumelden."

ha ha :-))

1992
02
16.1.2012, 09:06
intervenierende variablen

Intervenierende Variablen mittels multivariater Statistik herauszufiltern lernt man spätestens in der Statistik II Vorlesung. Es muß ziemlich schlecht um die Qualifikation der Reviewer stehen, wenn sie dergleichen bei Studien nicht überprüfen.

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