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"Insgesamt gibt es brauchbare Daten, dass zu heiße Speisen oder Getränke mit einem erhöhten Risiko, einen Speiseröhrenkrebs zu entwickeln, einhergehen können. Allerdings scheint die Temperatur in Europa eine untergeordnete Rolle zu spielen", weiß der Gastroenterologe Michael Häfner.
"Das Thema des Effektes von zu heißer Nahrung - sei sie fest oder flüssig - wird teilweise sehr kontroversiell diskutiert", sagt Michael Häfner, Gastroenterologe und Vorstand der Internen Abteilung am Krankenhaus St. Elisabeth in Wien. "Doch bevor man sich die Frage stellt, ob die Temperatur von Speisen oder Getränken einen Einfluss auf unsere Gesundheit hat, muss man zuerst die Frage nach möglicherweise betroffenen Organen stellen", meint Häfner und verweist vor allem auf Mundhöhle, Speiseröhre (Ösophagus) und Magen.
Lokale Risikofaktoren
Die Häufigkeit von Karzinomen in diesen Bereichen ist weltweit unterschiedlich und hängt mit den verschiedenen lokalen Risikofaktoren zusammen. So ist in Südamerika das Trinken von heißem Mate-Aufguss weit verbreitet und ein anerkannter Risikofaktor für die Entstehung des Plattenepithelkarzinoms des Ösophagus.
"Sowohl der Genuss des Mate selbst als auch die Tatsache, dass er meist sehr heiß genossen wird, können unabhängig voneinander zur Entstehung dieser speziellen Form des Speiseröhrenkrebses beitragen", sagt Häfner. "Aber auch in China gibt es Regionen, wo das Plattenepithelkarzinom gehäuft auftritt." Auch hier kann die Kombination mehrerer Faktoren zur Entstehung von Krebs führen: der Genuss von stark gesalzenem geräuchertem Fleisch und der niedrige Konsum von frischem Obst und Gemüse in Kombination mit sehr heiß genossenen Getränken wie zum Beispiel Tee.
Stark gesalzene Speisen und rotes Fleisch
In Europa scheint die Situation eine etwas andere zu sein: "Das Plattenepithelkarzinom der Speiseröhre und der Magenkrebs sind deutlich seltener als in anderen Teilen der Welt und auch die ernährungsbedingten Risikofaktoren andere", verweist der Experte auf eine europaweite Studie, die den Konsum von frischem Obst und Gemüse, Olivenöl und Tee mit einem niedrigeren Risiko für ein Karzinom des oberen Verdauungstraktes in Verbindung bringt. Die Temperatur von Speisen und Getränken hatte in dieser Studie allerdings keinen Einfluss auf die Gefahr zu erkranken.
Als wesentliche Verursacher für Speiseröhren- und Magenkarzinom nennt Michael Häfner den Genuss stark gesalzener Speisen, speziell von rotem Fleisch, sowie von Alkohol und Nikotin. Auch die Infektion mit Helicobacter pylori kann zu einem Magenkarzinom führen. "Insgesamt wird der Magenkrebs in Europa aber immer seltener, was auch mit dem zunehmenden Verschwinden von Helicobacter zusammenhängt", so der Gastroenterologe.
Temperatur spielt in Europa eine untergeordnete Rolle
Es sind also immer mehrere Faktoren, die zu einem Anstieg des Risikos für das Speiseröhren- oder Magenkarzinom führen. Als einen davon nennt Häfner die Temperatur: "Insgesamt gibt es schon brauchbare Daten, dass zu heiße Speisen oder Getränke mit einem erhöhten Risiko, einen Speiseröhrenkrebs zu entwickeln, einhergehen können. Allerdings scheint die Temperatur in Europa eine untergeordnete Rolle zu spielen."
Wenn man nun kühler essen würde, müsste man sich dann vor gefährlichen Bakterien in den Speisen fürchten? "Bezüglich etwaiger Bakterien spielt die Temperatur keine Rolle, die Magensäure beugt als die wesentliche Barriere Infektionen vor", beruhigt Michael Häfner. (Eva Tinsobin, derStandard.at)
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Meine Großmutter wollte früher von mir, dass ich kochend heiße Suppe esse, obwohl ich mir dabei immer den Mund verbrannt habe, bloß weil sie und mein Großvater das auch konnten.
Bin ich froh, dass ich mich dem immer verweigert habe. :') (Warm ja, kochend heiß? Nein!)
Bei mir nicht; bei mir heißt es 0 Grad Kelvin. Haben Sie ja gelesen ?
Sätze mit "Es heißt" sind ärmlich, unterwürfig; ich habe aber nichts dagegen, wenn Sie sich irgendwelchen Regeln anderer unterwerfen. Aber behelligen Sie mich nicht mit den Beschränkungen, die Sie sich auferlegen.
der "Genuss stark gesalzener Speisen, speziell von rotem Fleisch" ...
Weil das ist ja von Natur aus stark gesalzen, muss daher also zu Krebs fuehren.
"eine europaweite Studie, die den Konsum von [blabla] mit einem niedrigeren Risiko für ein Karzinom des oberen Verdauungstraktes in Verbindung bringt".
Hamma wieder mal was in Verbindung gebracht.
Gastroenterologie == Kaffesudleserei.
Man muss nur die Richtlinien der TCM betrachten, die heute noch ihre Gültigkeit haben. Es geht darum, Extreme zu vermeiden. Weder mit Eis versetzte noch brühend heiße Getränke und Speisen sind zielführend, sondern temperierte Nahrungsmittel. Das muss nicht "lauwarm" heißen (obwohl es in der kalten Jahreszeit optimal ist), aber es sollte bedeuten, den Organismus nicht mit Extremen zu strapazieren, sondern, so wie dieser selbst, sich an Außentemperaturen anzupassen.
Im Winter sind warme, aber nicht heiße Suppen ideal (man denke an Omas Hühnesuppe!); im Sommer kühle, aber nicht eiskalte Getränke.
Kälte und Hitze entziehen dem Körper und auch den Geschmacksnerven Energie - so dass kalte und heiße Nahrungsmittel ihren Geschmack verlieren.
"Wenn man nun kühler essen würde, müsste man sich dann vor gefährlichen Bakterien in den Speisen fürchten?"
im ernst jetzt????
liebe red., glaubt ihr echt, dass in der zeit, wo ihr länger aufs essen pustet, sich haufenweise neue "gefährliche" bakterien bilden?
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