Budgetkonsolidierung

Bauern zeigen sich bei Einheitswerten konziliant

13. Jänner 2012, 17:50
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    foto: apa/hochmuth

    Der Verfassungsgerichtshof könnte die derzeitige Regelung zur Bodenfeststellung kippen.

Höhere Grundsteuern und höhere Pensionsicherungsbeiträge zu erwarten - Zustimmung zu Umwidumungsabgabe

Wien - Mit dem neuen Bauernbundpräsidenten werden auch alte Einstellungen über Bord geworfen. Eine neue Hauptfeststellung für Einheitswerte sei hoch an der Zeit und dringend nötig, sagte Jakob Auer vor Journalisten. Bisher hat sich die ÖVP dagegen gewehrt, da die Landwirte von einer niedrigen Bewertung von Grund und Boden steuerlich profitierten. Der Einheitswert dient als Bemessungsgrundlage für Grundsteuer und Sozialversicherungsabgaben. Auch die Einkommenssteuer, die in der Landwirtschaft allerdings häufig über eine Pauschalierung abgerechnet wird, hängt an den Einheitswerten.

Trotzdem ist Auer mit seinem Entgegenkommen im Rahmen der budgetären Sparverhandlungen nicht gänzlich uneigennützig: Noch heuer wird ein Urteil des Verfassungsgerichtshofes dazu erwartet, das die derzeitige Regelung kippen könnte. Denn die letzte Bodenfeststellung wurde 1989 getätigt; trotzdem wurde eine Erneuerung erst 2010 unter Finanzminister Josef Pröll aufgeschoben, und zwar bis zum Jahr 2015.

Auer erneuerte auch die Zustimmung zu einer Umwidmungsabgabe, wenn es bei einem Grundstücksverkauf besondere Gewinne gibt, etwa, weil ein Acker als Baugrund umgewidmet wurde. An die 500 Millionen Euro könnte eine solche - vor allem von der Salzburger Landeshauptfrau Gabi Burgstaller forcierte - Steuer jährlich bringen. In Anlehnung an die Kapitalertragssteuer sollten nach Vorstellung von Auer 25 Prozent vom Gewinn abgeführt werden. Für dieses Entgegenkommen der ÖVP will Auer, dass Grundsteuerbefreiungen für Verkehrsflächen, etwa bei der ÖBB, fallen müssten. Bevorzugt sollte die Umwidmungsabgabe in die Gemeindebudgets fließen, meint der Bauernbund.

Während die Bauern Bewegung zeigen, fokussiert die politische Diskussion auf die Pensionen: Da wurde am Freitag diskutiert, die Pensionssicherungsbeiträge anzuheben - was einer Sondersteuer auf den Ruhegenuss von pensionierten Bundesbeamten, Landeslehrern sowie Beamten bei Post, Telekom und Postbus bedeuten würde. Derzeit werden diesen Pensionisten zwischen 2,02 und 3,1 Prozent abgezogen als Preis dafür, dass ihre Ruhestandsbezüge über den ASVG-Pensionen liegen.

Fix ist allerdings noch nichts: Für die sogenannten "Beichtstuhl"-Gespräche von Bundeskanzler Faymann und Vizekanzler Spindelegger mit den Arbeitsgruppen zum Sparpaket gibt es offenbar vorerst noch keine weiteren Termine. Am vergangenen Sonntag und Montag hatten die Regierungsspitzen die Arbeitsgruppen nacheinander zu Einzelgesprächen empfangen. Der Ort der Unterredungen war als strenges Geheimnis gehütet worden - erst danach war durchgesickert, dass man sich in der Politischen Akademie der ÖVP getroffen hat. (ruz, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 14.1.2012/APA)

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16 Postings
Alpensaga_Wurzel
01
14.1.2012, 10:01
Die Einheitswertfeststellung

müsste in AUT aber zu einer Feststellung niedriger Einheitswerte führen. Damit würde die Grundsteuer noch mal sinken.
Ich weiß nicht, warum man überhaupt am Einheitswert festhält. Er ist absolut untunlich und führt nur zu rel. hohen Soz.Vers. Beiträgen. die Buchführung ist der einzig brauchbare Weg einer Steuer- und Abgabenbemessung. Viel wird bei den Landwirten aber so und so nicht raus kommen. Die verdienen nun mal nicht so gut.

Ravenhorst
30
14.1.2012, 00:54
höhere Grundsteuer......

.... dann werden die landwirtschaftlichen Produkte auch teurer und der Konsum wird weiter zurück gehen.

Naseweiss1
03
13.1.2012, 19:42
und wenn jetzt noch die subventionierten Maschinenringe die Förderung gestrichen wird, ist

Laut Grünen Bericht werden 3,581 Mio € Steuergelder (versteckt als Landes- und Bundeszuschuss) an die Maschinenringe bezahlt (172 Vollbeschäftigte) und sie unterstützten somit die landwirtschaftliche Nebentätigkeit, wie MR Schneeräumen, MR Gartenbau oder MR Personalleasing. MR- Bauern brauchen somit nicht, wie ein Gewerbetreibender die volle Sozialversicherung / Steuern zahlen. Sie nehmen uns gewerblichen Betriebe mit Ihren billigen Arbeitskräften die Arbeit weg, kriegen dafür Subventionen und können doch nicht überleben.
Weg mit der Förderung. Gleicher Wettbewerb für Alle - der Bessere soll überleben!!!
Ps.: zu den 3,6 Mio. MR- Zuschuss werden die MR Bauern mit Maschinen-Investionsförderung zusätzlich gefördert - Zahlen sind versteckt!

ich kapituliere
01
16.1.2012, 08:27

Unternehmerisches Risiko für Bauern? Sind Sie dem Wahnsinn anheim gefallen?

Nein, nein, im Gegenteil müssen die Subventionen erhöht werden um diesen äusserst produktiven, zukunftsträchtigen und beschäftigungspolitisch extrem relevanten Teil der Wirtschaft zu stärken. Im Gegenzug sollten die Wahnsinnssteuern dieses Berufsstandes auf 0 reduziert werden. Sie wissen ja: "Leistung muss sich lohnen!"

;-)

chrilly donninger1
02
13.1.2012, 22:17
Sie werden auch bei Auftragsvergaben

durch die Gemeinden bevorzugt. Speziell bei kleineren Aufträgen die unter die Ausschreibungsgrenze fallen.
Obwohl es private oft nachweislich billiger machen würden.

chrilly donninger1
01
13.1.2012, 22:15
Mein Nachbar wollte sich mit Friedhofspflege

selbstständig machen. Er ist gelernter Tischler, arbeitet aber nun am Bau. Er ist ein handwerklicher Alleskönner.
Er ist aber an den Konzessionen gescheitert. Da muss man Gärtner gelernt haben. Der Maschinenring darf diese Leistung aber sehr wohl anbieten. Da hat irgendwer im Ring die Konzession, die Arbeit macht aber ein anderer. Man braucht ja auch nicht jahrelang gelernt haben um ein Grab herzurichten.

Pierre d´Aubusson
20
14.1.2012, 21:03

Dann soll er sich beim MR melden und sich von dort den Auftrag holen...

Abelaard
00
13.1.2012, 19:16

dass die bauern mit dem auer keinen krieg gewinnen werden habe ich mir gedacht als er seine blöden äusserungen anlässlich seines amtsantrittes vom stapel gelassen hat, PENZ HANS GREIF ENDLICH EIN!!

chrilly donninger1
20
13.1.2012, 22:23
Die eigenen Führung verrät einem

Man kommt auch zu keiner Helois mehr.
Schnell ist es mit dem Bauernstand nach unten gegangen. Noch vor 50 Jahren durfte ein Bauernsohn keine Kleinhäusler Tochter heiraten. Die war zu minder.
Heute würde der Enkel auf den Knien durchs Dorf rutschen, wenn ihn die Enkelin der damals zu Minderen auch nur anschauen würde.

Abelaard
01
14.1.2012, 08:43

wie wahr, aber alle die damals glaubten sie wären groß sind heute winzig klein, die melodie der landwirtschaft wird heute in südamerika gespielt, in den USA, in australien und vor allen zukünftig in afrika wo von investoren bereits riesige ländereien aufgekauft werden, da sind unsere "grossen" nur pipifax, die wirklich grossen werden aber auch den preis bestimmen und dann wird es auch nicht mehr so lustig sein

Naseweiss1
00
13.1.2012, 19:44
Fachlich kommst Du mit Herrn Penz auch nicht weiter!!!

Abelaard
00
13.1.2012, 20:50

da kenne ich den hans aber besser

Naseweiss1
00
14.1.2012, 01:54
Sprechen wir vom gleichen Hans?

Abelaard
00
14.1.2012, 08:49

ich rede vom bundesfinanzreferenten der ÖVP der momentan alle begangenen sünden seines lebens auf bittere weise abbüßt, bei der annahme dieser funktion hat sein legendärer weitblick versagt

Naseweiss1
00
14.1.2012, 19:07
Dann sprechen wir vom Gleichem!

Einem wird es irgendwie schon damals geholfen haben.
Seine ldw. Grundstücke von seiner Tante soll er auch damals auch nicht ganz sauber an sich gerissen haben!

Derzeitig blättert er jedem Montag in NÖN und im Kurier und zählt seine Fotoreportagen und wehe ein Anderer hat mehr, da soll er schon mal des öfteren zum Telefonhörer geschnappt. Und wo er schon mit seinen Chauffeur außer dienst gewesen sein sollte.

Wenn du dich mit ihm bei Heurigen und Feuerwehrfest gut stehst, ruft er halt noch einmal in St. Pölten an und bring´ Dich sicher mit dem Dienstwagen und Chauffeur Samstag Nacht nach Hause. Probst - muss schon los! Die Herren sind gerade auf den Hof gefahren.

Abelaard
00
16.1.2012, 10:40

interessante einblicke, darüber werde ich recherchieren wusste auch nicht dass er landw. grundstücke hat, meine interventionen bei ihm waren rein politischer natur persönlich wollte ich nie etwas erreichen und bin nun froh darüber weil ich niemanden was schuldig bin der övp schon gar nicht

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