Verhandlungen

Keine Einigung über Kollektivvertrag bei Caritas

13. Jänner 2012, 17:25

Nächste Verhandlungsrunde am 22. Februar - Gewerkschaft will 4,2 Prozent, Arbeitgeber bieten 3 Prozent

Wien - Ohne Ergebnis sind laut Gewerkschaft die Verhandlungen für den Kollektivvertrag der Caritas-Arbeitnehmer Freitagnachmittag unterbrochen worden. "Die Vorstellungen über die Gehaltserhöhungen für die rund 12.000 Beschäftigten liegen noch zu weit auseinander", meinte Stefan Kraker, Verhandlungsleiter der Arbeitnehmer, in einer Aussendung. Die vierte Verhandlungsrunde sei für 22. Februar vereinbart. Bis dahin würden die Betriebsräte der Caritas über weitere Maßnahmen beraten.

Vorschläge "nicht zumutbar"

"Das heute formulierte Angebot hätte zwar eine reelle Gehaltserhöhung ab Juli beinhaltet, auf das ganze Jahr gerechnet müssten die Beschäftigten jedoch einen Einkommensverlust in Kauf nehmen", so Kraker. Das sei "schlichtweg nicht zumutbar".

Begleitend zu den heutigen Verhandlungen habe vor dem Verhandlungsort, der Caritas der Erzdiözese Wien, eine öffentliche Betriebsrätekonferenz stattgefunden. Die GPA-djp und die vida hatten außerdem zu einer Mahnwache geladen, insgesamt hätten sich über 100 Betriebsräte und Unterstützer aus dem Sozial- und Gesundheitsbereich mit der Forderung nach einem fairen Gehaltsabschluss für die Caritas-Angestellten solidarisiert.

Plus drei Prozent ab Februar

Die Caritas zahlt ihren Mitarbeitern aber trotz ausstehender Kollektivvertragseinigung mehr. Ab 1. Februar bis zu einer Einigung über die KV-Erhöhungen erhalten sie überbrückungsmäßig jene drei Prozent mehr, die die Caritas-Dienstgeber den Arbeitsnehmervertretern bei den Verhandlungen am Freitag angeboten haben, hieß es in einer Aussendung der Caritas Österreich.

Verständigt haben sich beide Seiten bereits auf eine verbesserte Anrechnung der Elternkarenz und eine Extraerhöhung für Fachsozialbetreuer. Die von der Gewerkschaft geforderten Gehaltserhöhungen von 4,2 Prozent können man jedoch unmöglich erfüllen, so der Vorsitzende des Caritas-Kollektivvertragsvereins, Gerhard Reischl. (APA)

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Posting 1 bis 25 von 40
1 2
bigharras
 
06
14.1.2012, 20:41
Viel Arbeit - wenig Brot

Naja , meine Frau und ich sind seit vielen Jahren in der Behindertenbetreuung in einem Caritas Wohnheim tätig. Ich lade alle gerne ein, einmal 14 Tage Ihres Urlaubes zu opfern und sich selbst ein Bild über diese Arbeit und deren Belastung ( physisch wie psychisch ) zu machen, sich nach dem Kollektiv entlohnen zu lassen , und dann erst Kommentare zu posten. Ich freue mich über jeden der sich aus seinem Komfortablen Sessel erhebt und sich mit den Ausscheidungen jeglicher Art , den psychischen Erkrankungen,Gewalt gegen die Betreuer (Begleiter) in verbaler und körperlicher Art auseinander setzt.
Und dann nach einem 3x 12 Stunden Wochenddienst noch Lachen kann !! Ich freue mich !!

ratio77
10
15.1.2012, 11:17
Lesen Sie mal § 28 AZG

Ich kenne Ihren Kollektivvertrag nicht, vielleicht können Sie ihn mal posten.

Aber es gibt hinsichtlich der höchstzulässigen Arbeitszeit zumindest eine Grenze, die nicht überschritten werden darf und Übertretungen unter Strafe stellt.

Vielleicht dürfen Sie gar nicht solange arbeiten?

http://www.ris.bka.gv.at/Dokument.... Suchworte=

ratio77
02
14.1.2012, 20:06
lat. caritas = Teuerung, Hochachtung, hingebende Liebe, uneigennütziges Wohlwollen

Für jeden etwas dabei - bei der Übersetzung.

Wenn Sie von der Caritas gepflegt werden oder Angehörige haben, die von dieser Organisation gepflegt werden, dann kann ich Ihnen nur empfehlen, einen anderen Pflegedienst zu nehmen.

Meine Großmutter wurde nach einem Schlaganfall von dieser "Organisation" gepflegt. Ihr wurde unter anderem im Sommer bei über 30 Grad nur ein halber Liter Wasser verabreicht.

Mir ist bewusst, dass es dabei auch besonders aufs Personal ankommt, aber solche Strukturdefizite, die bei der Caritas als "Caritas-Standards bezeichnet werden, können auch nicht durch besonders motivierte Mitarbeiter ausgeglichen werden.

Der Gesundheitszustand hat sich nach dem Wechsel aufs deutlichste gebessert - ärztl bestätigt.

Das Kapital ist die wahre Macht
171
14.1.2012, 11:05
Wozu überhaupt Gehälter dort?

Mitarbeiter bei solchen Organisationen sollen kostenlos arbeiten. Nennt sich doch soziale Einrichtung. Da werden dann Spendengelder für Gehälter und Sozialabgaben verbraucht?

Wer dafür ist, arbeitet ehrenamtlich. Und andere haben dort nichts zu suchen!

WDPP
01

So ein Schwachsinn.

Die Mitarbeiter in diesem Bereichen (die übrigens nicht immer von Spendengeld bezahlt werden) leisten sehr viel Arbeit und das gut und mit Herz.

Ihre Forderung ist absoluter Blödsinn, nicht mehr.

Feuergeist
 
00
18.1.2012, 10:28
Ihnen ist schon klar das die Betreuung von behinderten und/oder alten menschen

eine Ausbildung verlangt?
Das ist eindeutig keine "ehrenamtliche" Tätigkeit.

Eine interessante Frage ist aber: haben die Caritas-Mitarbeiter mitlerweile 40Std-Jobs oder sind sie offiziell immer noch 30 Std Kräfte?
DBei letzterem würde sich die Caritas nähmlich ihre eigene Existenzberechtigung auch in Zukunft sichern. Vorprogramierte Armut in der Pension und so....

Immortal 123
00
16.1.2012, 07:42

Ja sollen sie doch kostenlos arbeiten, übrig bleiben ein paar 100000 nicht betreute Menschen die sehr schnell zum Teil verrecken. Sie scheinen davon auszugehen solch eine unterstützung niemal zu brauchen, ich wünsch es ihnen...

sonne-licht
 
10
15.1.2012, 10:45
interessant!

für mich bedeutet sozial zu sein auch ohne gegenwert etwas zu leisten!

jedoch da haben eben menschen eine möglichkeit entdeckt sich zu bereichern auf kosten der hilfesuchenden und kranken menschen!

wenns wirklich helfen würden, würden die gesundheitskosten bzw. sozialausgaben zurückgehen, jedoch dafür sinds ja diese ehramtlichen mit steuergeld bezahlten nicht in der lage dies in ihrer verantwortung zu sehen!

so wird soziale hilfe selbstzweck und fragwürdig!

wer verdient daran immobilienfirmen/genossenschaften/e-werk weil wirklichen helfen könnens nicht, dafür habens hundert ausreden, wensst probleme ansprichst. sie leben ja gut davon, sonst wärens ja arbeitslos!

WDPP
00

Sozial sein, sicher soll doch ein Pfleger im Altenheim, Krankenhaus usw. gleich gratis Arbeiten. Aber bitte schon professionell und mit entsprechender Kompetenz und das auch an Weihnachten, Neujahr usw. (Vorsicht Ironie).

Weiß nicht wie man ernsthaft den Leuten die dort Arbeiten Bereicherung vorwerfen kann. Zum Glück werden solche Postings wie das ihre in der Regel (zurecht) nicht ernst genommen.

unterwegs in Österreich
00
15.1.2012, 10:05
Dann gehen Sie als leuchtendes Beispiel voran

Keyser
02
14.1.2012, 12:51

Das kann - wenn überhaupt - nur in Niederschwelligen Tätigkeiten geschehen. Wenn man sich aber ansieht, was Krankenpfleger, Psychologen, DKS, etc. anbelangt, die zum Teil zahlreiche Klienten haben - wie soll das gehen?

Zudem ist es hier keine Geldfrage, da diese Resource der Caritas im Überfluß zur Verfügung stehen dürfte. Es ist einfach Geiz. Siehe bsp. von Gewerkschaften in Deutschland - oder eher - eine ganz bestimmte. Nach außen hin für faire Löhne kämpfen lassen, und die MA selbst bei Gehaltsverhandlungen ausbooten.

Sozial hört da auf, wo es um die eigenen MA geht, wie es aussieht. Und bei den Tätigkeiten - zum Teil sehr schwer, wie auch psychisch belastend, wäre eine angemessene Entlohnung wohl angebracht.

rabe nero
06
14.1.2012, 16:54
da ist was dran.

organisationen wie die caritas müssen aufpassen, dass sie sich nicht nicht selbst die armen von morgen schaffen (mitarbeiterInnen). aber dass resourcen im überfluss vorhanden sind... also nein, das denke ich nicht.

steve low
00
14.1.2012, 12:50
12.000 Ehrenamtliche!! Sie Träumer!

WDPP
00

Ehrenamtliche gibt es im Sozialbereich sehr viele, man denke z.B. ans Rettungswesen und die leisten erstaunliches. Aber es gibt eben auch Bereiche, da braucht es professionelle Betreuung und diese sollte man auch entsprechend entlohnen.

Keyser
00
14.1.2012, 13:08

Die haben allein in Österreich 27.000 davon.

rabe nero
04
14.1.2012, 16:50
welchen anspruch haben sie?

möchten sie von einem ehrenamtlichen gepflegt werden? oder dass ihr kind mit behinderung von einem ehrenamtlichen gefördert und rund um die uhr betreut wird?

Keyser
00
16.1.2012, 16:56

Ordentliche Pflege - die angemessen entlohnt wird. Die ganzen freiwilligen werden jedoch kaum in diesem Bereich eingesetzt. (Deren Zahl, wie gesagt, recht hoch wäre.) Dazu müsste man die entsprechende Anzahl auch dahin gehend ausbilden, um solche Tätigkeiten auch übernehmen zu können. :)

Mahnende Stimme
03
14.1.2012, 12:46

Und was machen sie wenn sie nicht genug ehrenamtliche Mitarbeiter finden? Die Pflegefälle verhungern lassen?
Achja, wo sind sie ehenamtlich tätig?

rabe nero
08
14.1.2012, 11:50
ahnungsloser

sie sind also dafür,dass alle sozialleistungen, pflege und betreuung von alten und von menschen mit behinderungen von ehrenamtlichen erbracht werden?

für sie ist die welt wohl sehr einfach. manchmal ärgert mich diese naivität echt.

WDPP
01

Bin ganz ihrer Meinung, leider sieht man an Postings wie den mit den Ehrenamtlichen, wie wenig dieser Bereich an Ansehen hat, leider.

Sabine Werner
02
15.1.2012, 10:58

man soll einen troll nicht füttern, kein mensch mit 2 gehirnzellen kann doch so ein posting mit dem ehrenamtlichen ernst meinen.

sonne-licht
 
91
14.1.2012, 10:02
caritas

da wird nicht geholfen, sondern nur die mieten und stromkosten gestützt (also die genossenschaften und die energiewirtschaft), jedoch um wirklich zu helfen, habens nicht das nötige gespür, wie leider jede organisation die sich sozial betätigt!

wenns wirklich helfen würden, würdens dafür sorge tragen das die hilfesuchenden aus der armut rauskommen bzw. wieder in die arbeit eingegliedert werden und immer mehr sozialeinrichtungen aus dem boden spriesen (geschäftemacherei) in österreich. ein armutszeugnis was mit den spenden passiert in österreich bzw. auf der ganzen welt!

also österreicher helft den menschen die hilfe brauchen direkt! wer braucht schon diese geschäftemacher, die nichts verstehen ausser ihr gehalt bzw. verwaltung!

Fritz Meyer
05
14.1.2012, 16:13
Ein Beitrag...

aus der kompletten Dunkelheit der Ignoranz heraus verfasst.

sonne-licht
 
20
15.1.2012, 10:40
profiteure?

erkennst an ihren antworten!

steve low
00
14.1.2012, 12:52
Dümmer geht's nicht!

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