Museumsbesucher 2011

Hussleins Höhenflug geht weiter

13. Jänner 2012, 17:20

Zahlenbilanz der Bundesmuseen: Mak und Mumok stürzten ab

Wien - Dramatische Besucherrückgange gab es 2011 bei etlichen Bundesmuseen. Das Mumok kam auf nur 148.219 Besucher; das bedeutet gegenüber dem Jahr zuvor (237.528) ein Minus von 89.309 Besuchern bzw. von 37,6 Prozent. Mit ein Grund für das schlechteste Ergebnis seit 2003 war die umbaubedingte Schließzeit von drei Monaten. Nicht angenommen wurde das Programm der ersten Jahreshälfte, das mehr oder weniger noch von Edelbert Köb konzipiert worden war. Die Schau Museum der Wünsche, mit der sich Karola Kraus im Herbst als neue Direktorin vorstellte, erreichte bis Jahresende 67.697 Personen.

Mit nur 156.212 Besuchern - um 34.413 weniger als 2010 - fuhr das Mak sogar das schlechteste Ergebnis seit dem Jahr 2000 ein. Verantwortlich für den Rückgang um 18,05 Prozent war in erster Linie das äußerst mickrige Programm. Im Technischen Museum wurden laut APA mit 295.734 Besuchern um 9,6 Prozent weniger gezählt als 2010 (327.401). Und das Kunsthistorische Museum meldete konzernweit 1.128.754 Besucher, das sind 5,47 Prozent weniger als 2010 (1.194.101). Die Nationalbibliothek hingegen konnte die Zahl der Besucher in den musealen Bereichen noch einmal steigern - um 7,1 Prozent auf 241.355. Auch das Naturhistorische Museum toppte das Rekordjahr 2010: um 4,6 Prozent auf 552.997 Besucher.

Das beeindruckendste Ergebnis aber lieferte das Belvedere: Mit 888.633 Besuchern wurde das Spitzenjahr 2010 (812.522) um deren 76.111 übertroffen. Dies bedeutet eine Steigerung um 9,37 Prozent. In der ersten Amtszeit von Agnes Husslein, die Ende 2011 auslief, wurde die Besucherzahl daher mehr als verdoppelt: 2006, im letzten Jahr von Gerbert Frodl, kam die Österreichische Galerie auf 432.575 Besucher.

Husslein konnte am Freitag sehr zufrieden Bilanz ziehen. Der Gesamtumsatz betrug 16,2 Millionen Euro, das bedeutet bei einer Subvention von 6,9 Millionen einen Eigendeckungsgrad von 57,4 Prozent. Kein anderes Bundesmuseum erreicht diesen Wert. (trenk / DER STANDARD, Printausgabe, 14./15.1.2012)

Kommentar posten
11 Postings
gun.guntram
02
15.1.2012, 11:21
Husslein

Wer mit ihr zusammenarbeitet, weiß, warum sie in Salzburg gehen mußte. Sie ist ums nichts besser als Matt und Noever

miss miss
14
14.1.2012, 13:40
von gutem journalismus so weit entfernt

wie anbiedernd dieser artikel geschrieben ist!
welcher journalist schreibt einfach "äusserst mickriges programm" ohne näher zu spezifizieren? wie oberflächlich! dass das belvedere ein neues haus dazubekam, eine museumseröffnung hatte, nämlich das 21er haus, zu dem alleine bei der eröffnung über 7000 menschen kamen, hat herr trenkler offenbar vergessen zu erwähnen!
dass sowohl MUMOK als auch MAK neuübernahmen waren, spielt für eine neupositionierung eines hauses und akzeptanz bei den besuchern sehr wohl eine rolle. die anbiederung diese artikels sollte nicht auf kosten der leserschaft erfolgen!

nichtkaefer
32
13.1.2012, 20:40
"Mak ... Verantwortlich für den Rückgang um 18,05 Prozent war in erster Linie das äußerst mickrige Programm."

Zuerst den erfolgreichen Direktor mit einer klassischen Intrige abservieren und sich dann über das schlechte "mickrige Programm" beklagen. So hamma's gern!

Langp
00
13.1.2012, 19:04

Aus Salzburg hat man diese Direktorin vertrieben...

spoamasta
 
01
13.1.2012, 20:33

die werden schon gewusst haben warum. jetzt haben wir sie auf dem hals.

byron sully
00
14.1.2012, 15:33

was ist an ihr so schlimm? sie ist eine bürgerliche mit einem modernen kunstverständnis - eine leider immer seltener werdende spezies.

Langp
11
13.1.2012, 21:32

Hussleins Wirken für ihre Museen ist mehr als erfolgreich. Ist das nichts?

Langp
10
14.1.2012, 10:59

Zum Erfolg zählen ja nicht nur Besucherzahlen.
Und wenn schon Besucherzahlen: für die muss es wohl einen Grund geben.

spoamasta
 
00
14.1.2012, 01:29

zumindest nicht alles

Cle Mens
05
14.1.2012, 00:49

Die kolportierte Fluktuation in den Häusern unter Hussleins Leitung ist auch nicht nichts.

Keine Ahnung
11
13.1.2012, 23:36

Besucherzahlen sind nicht nichts, in meinen Augen aber auch nicht viel mehr.

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