Razzien gegen Kurden: 33 Festnahmen

13. Jänner 2012, 17:09

Medien: Durchsuchungen richten sich gegen Kurdenpartei BDP

Ankara - In einem großangelegten Einsatz gegen angebliche Unterstützer kurdischer Rebellen hat die türkische Polizei 33 Menschen festgenommen. Wie die Staatsanwaltschaft Istanbul mitteilte, durchsuchten die Beamten am Freitag insgesamt 123 Wohnungen in 17 verschiedenen Provinzen. Der Einsatz richtete sich nach Angaben der Nachrichtenagentur Anadolu vor allem gegen die im Parlament vertretene wichtigste Kurdenpartei BDP. Unter den Festgenommenen in Ankara waren demnach auch die ehemalige BDP-Abgeordnete Fatma Kurtulan sowie der Ex-Chef einer pro-kurdischen Partei, Tuncer Bakirhan.

Die türkische Justiz geht seit einiger Zeit verschärft gegen die Union der kurdischen Gemeinschaften (KCK) vor, einer Organisation, die der verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) nahestehen soll. Nach Einschätzung der Justiz hat die KCK die Aufgabe, parallele Staatsstrukturen in kurdischen Gebieten aufzubauen; so soll es PKK-gelenkte Gerichte und andere Institutionen geben. Die jüngsten Razzien hängen mit der Offensive gegen die KCK zusammen.

Nach Angaben der Regierung wurden seit 2009 mehr als 700 Verdächtige wegen vermuteter Verbindungen zur KCK inhaftiert. Kurdenvertreter sprechen von 3.500 Inhaftierten, darunter Abgeordnete, Journalisten und Bürgermeister. Gleichzeitig allerdings verfolgt Ankara seit rund zehn Jahren einen demokratischen Reformkurs gegenüber den rund zwölf Millionen Kurden im Land.

Die PKK hatte im Jahr 1984 den bewaffneten Kampf gegen den türkischen Staat aufgenommen. In dem Konflikt starben rund 45.000 Menschen. Die Türkei, die EU und die USA stufen die PKK als Terrororganisation ein. (APA)

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17 Postings
SkyW
58
13.1.2012, 22:10

Die Anforderungen der Kurden in den letzten Jahrzehnten sind absolut berechtigt. Wieso überlegen die Türken nicht, warum es zu so einer Situation in der Türkei überhaupt erst gekommen ist? Was ist mit den Völkern, die im Grunde gemeinsam an der Gründung der türkischen Republick beteiligt waren, passiert? Das Gesetz schütz fast in jedem Land die Mehrheit und ignoriert oder diskriminiert die Minderheit. Die, die immer auf der stärkeren Seite waren und sind, können die Schwächeren nur schwer verstehen. In der Türkei wurden insbesondere Kurden von der Gleichheit aussortiert und ignoriert. Eine Assimilationspolitik, Verfolgung, Diskriminierung, Verleugnung und Ermordung musste letztendlich auf Widerstand stossen.

sc1
 
71
16.1.2012, 11:20
Seit der AKP hat man versucht die Wünsche der Kurden zu erfüllen und darüber eine gemeinsame Linie zu finden. Aber was hat die BDP gemacht?

Die BDP wollte einige erneuerungen in Gesetzesbuch haben, als es so weit kam und Erdogan eine Volksabstimmung darüber gemacht hat haben sich die Kurden ohne einen nenneswerten Grund quergelegt und haben "Boykottiert". Zudem wurden auch gespräche mit der PKK bekannt, man war sehr bemüht einen endgültigen Frieden zu beschließen... aber die PKK hatte mit Terroranshclägen nicht nur kurdische Zivilisten, sondern zahlreiche Soldaten massakriert.

Und jetzt sagt die Türkei: ES REICHT... oder auf kurdisch: EDI BESE!! ;)
KCK Leute werden verfolgt und die PKK ebenfalls!

http://goo.gl/Q3VTG
Bei den Festnahmen gegen KCK hat sich herausgestellt, dass FATMA KURTULAN (bdp politikerin) eine führende Person der KCK ist!

temporär autonom
 
03
22.1.2012, 16:57

genau

weiters ist auch jesus ein kurdischer seperatist.und der liebe gottr ist sogar der führer der KCK bande.

manjn wie dämmlich muss man echt sien um den 8unterschied zwischen anschuldigung und vermutungen zu verstehen.

aber meine erfahrung mit den brauenen exportware aus der TR ist immer dasgleiche. bildungsdefizit geparrt mit narzismus und rassismus

sc1
 
00
Ihr Verhalten (kardox im Begriff) erinnert mich voll die Haltung Straches bzw. der FPÖ!

Denn, die BDP tut sich bei der Abgrenzung von der PKK sehr schwer, sowie die FPÖ sich von der Abgrenzung vom Nazionalsozialismus schwer tut!

Hejaro Kardox
53
17.1.2012, 00:13
Diese und jene Ausreden können die Kurden doch seit der Gründung der TC.

Was sonst, wenn der andere nicht immer schuldig wäre? Nur der türkische Staat ist der den Frieden haben wollte und die Kurden haben sich wie immer quwe gestellt.
Was für Ausreden.
MfG

sc1
 
22
17.1.2012, 10:29
keine Ausreden. Bis jetzt konnte die KCK frei agieren, aber seit 12 Monaten nicht mehr.

uruguay
 
21
18.1.2012, 03:04
Ja...und das verdammt gut so!

KCK PKK wie sie sich auch nennen mögen, es kommt der Tag, an dem diese Terrororganisation untergeht!

sc1
 
00
so is es.

temporär autonom
 
27
15.1.2012, 15:56

ab frühling darf man gewiss mit mehreren kolletaralschaden seitrens türkei verzeichen, wenn man die kurdischen widerstandorganisationen anschaut.

TAK hat sich letzte woche zur wort gemeldet und kündigte massnamen wie hamas an. genau jener hamas, der in israel mehrere bopmben in vollen öffentlichen bussen in die luft gejagt hatte. genau jenee4r hamas, der aus der sicht von erdogan keine terroroganisation ist.

die PKK wiederum hat verlautbaren lassen, dass die ganzen stadtguerillas in den türksichen metropolen auch aktiv werden. man kann nur erahnen, warum gestern istanbul keine elektrizität hatte.

naja , schade, aber der widerstand mit waffen ist ab jetzt gerechtfertigt. ab jetzt darf man wieder gabangt scores über die kills zählen.

Muro
50
17.1.2012, 16:12
wollen Sie drohen?

Ihr Kommentar enthält keine stichhaltien Argumente außer perfide Drohungen, welche die jetzt durchgeführten Durchsuchungen rechtfertigen. Die BDP ist heute nichts als außer der politische Arm der PKK und wird zuätzlich mit Türkischen Steuergeldern finanziert. Wo auf der Welt gibt es so einen Schwachsinn? Die Herrschaften genießen Immunität und dienen lediglich der PKK und nicht den Kurden. Das muss endlich ein Ende haben.

sc1
 
41
16.1.2012, 11:24
um es auf den Punkt zu bringen feuen sie sich auf die Bombenanschläge der PKK in den von Zivilisten bewohnten Städten.

Wenn die PKK zu soetwas ausgerufen hat, dann hat es einen rießen Erdbeben bei der Terrororganistaon gegeben!

Sie freuen sich also auf Terroranschlöge wie in Istanbul Güngören, bei dem 23 Zivilisten durch 2 Bomben der PKK gestorben sind??

Interrupt
73
14.1.2012, 08:28
genau!

was somit in der türkei zu tun ist wäre klar.
was machen wir mit all den in z.b. österreich friedlich lebenden ausländern die einer ständigen assimilationspolitik, diskriminierung und verleugnung ausgesetzt sind? ermordet kann man auch ganz leicht, entweder weil ein polizist einem im park auf der brust sitzen bleibt oder im flugzeug mund und nase zuklebt.
was ist mit den wehrlosen minderheiten die nicht mal als solche anerkannt werden?

SkyW
24
14.1.2012, 11:15

Man muss überall auf der Welt gegen Diskriminierung vorgehen und sich nichts gefallenlassen. Wenn du dich hier nicht wohlfühlst und ausgestossen wirst musst du doch ungefähr wissen und verstehen wie es den Minderheiten in der Türkei geht. Hier in Österreich sind es Einzelfälle, in der Türkei war das zumindest bis Ende des 20JH Alltag.

Zu den Wffen greifen ist keineswegs eine zustimmbare Handlung, man sollte sich aber auch nicht wundern dass man es tut.

Die Assimilationspolitik in Österreich und anderen europäischen Staaten wird unter dem moderneren Begriff "Integration" versucht umzusetzen. Es handelt sich fast um das Selbe. In der Türkei wurde das gewaltsam durchgestzt, indem man ganze Dörfer und Familien umsiedelte.

Interrupt
22
14.1.2012, 22:05
btw ...

das "20JH" ist schon seit, ich schätze gaaaaanz vorsichtig, 100 jahren geschichte ...

SkyW
14
15.1.2012, 02:46

Die sogenannten "Fremden" (Zuwanderer oder Eingebürgerte) in Österreich gehen hier leider nicht gemeinsam gegen die Diskriminierung vor. Jeder will, dass es seines Gleichen besser geht.
Man unternimmt auch deswegen zu wenig, weil viele noch an eine Rückkehr ins Herkunftsland denken. Das "nicht gewollt werden" spielt hier eine grosse Rolle. Ob Türke oder Kurde ist für die fpö ler egal.
Ich denke, wenn die hier lebenden Migranten sich zusammentun, können sie politisch viel erreichen.

Diskriminierung mag Alltag in Ö sein, aber nicht Morde und Folter. Auch wenn Ende 20JH, die Folgen lassen sich eben noch spüren.

Interrupt
22
14.1.2012, 22:03

schön und gut, aber was kann man jetzt konkret dagegen tun? "sich nichts gefallen lassen" ist etwas wenig...

zudem ist diskriminierung in österreich alles andere als ein "einzelfall" sondern "alltag".

Hejaro Kardox
22
14.1.2012, 20:49
Es ist richtig was Sie schreiben.

Vielen Dank
MfG

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