Oberstes Gericht ordnete Wahlen bis Anfang 2013 an
Addis Abeba/Nairobi - In Kenia sollen Anfang kommenden
Jahres die ersten Präsidentschaftswahlen seit den blutigen Unruhen
von 2007 abgehalten werden. Dies entschied das Oberste Gericht des
ostafrikanischen Landes am Freitag. Die Abstimmung wird mit Besorgnis
erwartet. Nach den Wahlen im Dezember 2007 waren bei blutigen Unruhen
über 1.300 Menschen ums Leben gekommen. Die Gewalt hörte erst im März
des darauffolgenden Jahres auf, als Oppositionsführer Raila Odinga
das Amt des Ministerpräsidenten in einer Koalitionsregierung
übernahm.
Odinga hatte Präsident Mwai Kibaki zuvor vorgeworfen, ihm die Wahl
"gestohlen zu haben". Monatelange blutige Ausschreitungen von
Anhängern beider Kandidaten waren die Folge. Jedoch hoffen
Beobachter, dass die kommenden Wahlen im Touristenziel am Indischen
Ozean friedlich ablaufen werden. Ein genauer Termin steht noch nicht
fest, jedoch muss die Wahl bis Mitte März erfolgen. Zunächst war in
Kenia spekuliert worden, dass die Abstimmung im August dieses Jahres
abgehalten wird. Nach zwei Amtszeiten darf Kibaki nicht mehr
antreten. (APA)