USA wollen Atomstreit weiterhin friedlich lösen

10. Juni 2003, 08:04
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Powell reagiert auf jüngstes Bekenntnis Pjöngjangs zu Streben nach Nuklearwaffen

Santiago de Chile - Die USA wollen den Atomstreit mit Nordkorea auch weiterhin mittels multilateraler Verhandlungen friedlich beilegen.

In Reaktion auf die jüngste Bekräftigung des kommunistischen Landes, nach Atomwaffen zu streben, sagte US-Außenminister Colin Powell im chilenischen Santiago am Montag vor Journalisten: "Das wird unsere Strategie nicht verändern." Das heiße nicht, dass die USA auf dem Weg in einen Krieg seien. "Wir sind es nicht. Der Präsident (Georeg W. Bush) geht weiterhin davon aus, dass es eine Möglichkeit für eine friedliche, politische Lösung gibt", sagte Powell. Diese Lösung müsse aber multilateral zu Stande kommen und zumindest Japan und Südkorea mit einbeziehen, fügte er hinzu. Er hoffe, Nordkorea werde dies einsehen.

Bilaterale Verhandlungen gefordert

Nordkorea hatte zur Beilegung des Atomstreits mit den USA direkte bilaterale Verhandlungen mit den Vereinigten Staaten gefordert. Im April traf sich das Land zusammen mit China und den USA zu Verhandlungen. Seitdem gab es keine Gespräche mehr.

Nordkorea hatte den USA am Montag erneut eine feindliche Politik gegenüber dem Land vorgeworfen und erstmals den Besitz von Atomwaffen als Möglichkeit zur Reduzierung seiner konventionellen Streitkräfte bezeichnet. (APA/Reuters)

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