USA entsenden Dutzende Soldaten nach Liberia und Mauretanien

10. Juni 2003, 08:01
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Bush: Vorbereitung auf mögliche Evakuierungen von US-Bürgern

Washington - Die USA haben zum Schutz ihrer Botschaftsvertretungen in Liberia und Mauretanien mehrere Dutzend Soldaten nach Afrika entsandt. Die insgesamt 69 Soldaten sollten die mögliche Evakuierung von US-Bürgern aus den beiden westafrikanischen Staaten vorbereiten, hieß es in einem am Montag (Ortszeit) in Washington veröffentlichten Schreiben von US-Präsident George W. Bush an die Kongressführer.

35 Sicherheitskräfte stünden bereits in der liberianischen Hauptstadt Monrovia in der Nähe der Botschaft bereit. 34 weitere Soldaten sollten am Dienstag in der mauretanischen Hauptstadt Nouakchott ankommen. Zudem seien mehrere Flugzeuge nach Dakar entsandt worden für den Fall, dass Evakuierungen notwendig werden sollten. Die Truppen seien zwar für den Kampf ausgerüstet, sie sollten aber lediglich US-Bürger und US-Besitz schützen, betonte Bush.

Reisewarnung

Das US-Außenministerium gab für Mauretanien eine Reisewarnung aus. Nach dem Putschversuch gegen die Regierung sei die Lage im Land instabil und ungewiss, hieß es in einer Erklärung. Zuvor hatte das Ministerium bereits alle US-Bürger zur Ausreise aus Liberia aufgefordert. In Mauretanien war am Montag ein Putschversuch beendet worden; in Liberia dauern die Kämpfe an.

Die französische Armee hatte am Montag rund 500 Ausländer aus der liberianischen Hauptstadt Monrovia ausgeflogen. Darunter waren auch etwa hundert US-Bürger. Die Kämpfe zwischen Regierungstruppen und der Rebellengruppe Vereinigte Liberianer für Versöhnung und Demokratie (LURD) hatten am Donnerstag begonnen. (APA)

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