Sicherheitsrat zeigt sich "tief besorgt"

10. Juni 2003, 08:00
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Bürgerkriegsparteien sollen "Frieden eine Chance" geben

New York - Der Weltsicherheitsrat hat sich angesichts heftiger Kämpfe zwischen Rebellen und Regierungstruppen in Liberia tief besorgt über die Lage in dem westafrikanischen Land gezeigt. Alle Kriegsparteien wurden aufgefordert, dem Frieden eine Chance zu geben. Zudem teile der Rat die Sorge von UNO-Generalsekretär Kofi Annan um die Lage der Bevölkerung in der Hauptstadt Monrovia, sagte der amtierende Ratspräsident, der russische UNO-Botschafter Sergej Lawrow, am Montagabend in New York. Annan hatte zuvor bereits an Armee und Rebellen in Liberia appelliert, die Zivilbevölkerung nicht in die Kämpfe zu verwickeln.

Der Sicherheitsrat habe erneut seine Unterstützung für die Friedensbemühungen der westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft ECOWAS sowie der derzeit in Ghana stattfindenden Friedensgespräche zum Ausdruck gebracht, sagte Lawrow.

Zugleich wurden alle Kriegsparteien ermahnt, internationales Menschenrecht zu achten. "Wir appellieren (an die Kriegsparteien), Hilfsorganisationen sicheren und ungehinderten Zugang zu den Bedürftigen zu garantieren", sagte Lawrow. Die Staatengemeinschaft wurde aufgefordert, Hilfen für die Not leidende Bevölkerung Liberias zur Verfügung zu stellen. (APA/dpa)

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