Pendler verstellen Plätze

Günstige Garagenplätze für Anrainer in Wien "denkbar"

Julia Herrnböck , 13. Jänner 2012, 15:06
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    foto: derstandard.at/lichtl

    Für Wiens Verkehrsstadträtin Vassilakou ist es denkbar, dass die Stadt Garagenplätze anmietet und den Anrainern zu einem günstigeren Preis zur Verfügung stellt.

Anrainerparken für Vassilakou "Ultima Ratio" - Stadt könnte Stellplätze mieten

Wien - Sie hätten der grünen Idee der Anrainer-Parkplätze nur zugestimmt, weil die Umsetzung in drei Bezirken unterschiedlicher Couleur getestet wird, erklärt SP-Verkehrssprecher Karlheinz Hora. Im März soll das Pilotprojekt in Mariahilf, Neubau und Josefstadt starten. Zehn Prozent der Parkplätze werden künftig ausschließlich Anrainern zur Verfügung stehen. Allerdings nicht für Zweiräder - was Horas Ansicht nach zu juristischen Problemen führen könnte: "Eine Klage kann die ganze Verordnung kippen lassen."

Extra Motorrad-Parkplätze

Dem will die grüne Verkehrsstadträtin Maria Vassilakou vorgreifen und schlägt extra Motorradstellplätze in den überparkten Bezirken vor. Überhaupt sei das Anrainer-Parken eine Ultima Ratio für das Stellplatzproblem. "Aber bei 200.000 Pendler-Autos, die täglich nach Wien reinfahren, müssen wir andere Wege gehen." Deshalb wird seit einiger Zeit die Ausweitung der Parkraumbewirtschaftung auch auf Teile der äußeren Gürtelbezirke diskutiert.

Aktuell sind 120.000 Stellplätze in den Bezirken 1 bis 9, 20 und Teilen des 15. gebührenpflichtig. Als die Parkraumbewirtschaftung, beginnend mit 1975, schrittweise in den Innenbezirken eingeführt wurde, verringerte sich die abendliche Auslastung im 7., 8. und 9. Bezirk um zwanzig Prozent. An den Vormittagen sank sie von durchschnittlich 100 auf 70 Prozent. 85 Prozent gelten im Übrigen als "Vollauslastung", der Rest setzt sich aus Falschparkern zusammen, die ebenfalls um 78 Prozent in den parkraumbewirtschafteten Zonen zurückgegangen sind.

Stellplatzdruck in Außenbezirken

Warum also braucht es die neuen verkehrspolitischen Maßnahmen? Zum einen hat sich der Stellplatzdruck durch Pendler-Parker und Innenbezirk-Flüchtlinge in die Außenbezirke 12 bis 18 verlagert. Die Summe der hier geparkten Fahrzeuge ohne Wiener Kennzeichen beläuft sich laut einer Studie der Stadt Wien auf rund ein Drittel. Zum anderen, so Vassilakou, dürfe das Auto nicht das (Stadt-)Leben dominieren.

Im Gegenzug werden mit den Einnahmen aus der Parkraumbewirtschaftung - so sieht es das Wiener Parkometergesetz vor - der Ausbau der Öffis und Garagen vorangetrieben. Die Stadt fördert vor allem die Errichtung von Wohnsammelgaragen, die zum Teil leerstehen. Eine Strategiegruppe soll nun über eine Fortsetzung der Subvention beraten.

Für Vassilakou ist es ebenso denkbar, dass die Stadt Garagenplätze anmietet und den Anrainern zu einem günstigeren Preis zur Verfügung stellt. "Wir prüfen diese Möglichkeit gründlich - schließlich wollen wir keinen Preiswahnsinn entfachen." (Julia Herrnböck, DER STANDARD, Printausgabe, 13.1.2012)

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der Xote
00

Ich bin mir ziemlich sicher, dass bald die Einfahrt für alle aus einem anderen Bundesland verboten wird. Und um dem ganzen die Krone aufzusetzen wird das im Gegenzug von den 8 anderen Landesfürsten ebenfalls eingeführt.

Essig Gurkerl
13
22.1.2012, 11:26

dieses ständige pendler-bashing nervt. die meisten autos, die in wien unterwegs sind und öffentlichen raum verstellen, haben immer noch ein wiener kennzeichen. wozu braucht man als wiener bei der infrastruktur und den öffis ein auto?

Alexander Reichmann
01
24.1.2012, 08:48
...Warum brauchen denn die Wiener ein Auto??

Warum müssen denn die Pendler pendeln, könnten doch genausogut in Wien wohnen!

Feuergeist
 
12
23.1.2012, 07:45
Na wenn das so ist, warum parken die von ihnen erwähnten Pendler dann nicht Außerhalb oder an der Stadtgrenze auf den P&R Parkplätzen?

Dann hätt ma kein Pendler-Bashing.

atomkraft neindanke
00
22.1.2012, 20:17

ja schauen Sie, würden Sie sich nicht darüber aufregen, wenn alle vor Ihrem EFH durchfahren und parken, dabei ist ihr m² wesentlich billiger wie der in Wien, niemand stellt sich die Frage, wie es denn Wienern geht, die auf die Bequemlichkeit verzichten, ein eigenes Auto zu haben,

ich hoffe man lässt bald die Gerechtigkeit agieren und jeder, der schon jahrzehnte eine Zulassung in Wien hat, muss sein Auto verkaufen und seine Zulassung abgeben, damit einmal jene drankommen, die immer schon auf das Auto verzichtet haben.

Oder jeder kriegt den gleich Anteil an öffentlicher Parkfläche, für mein Fahrrad wird es dann jedenfalls reichen, aber das steht eh auf Privatgrund!

Auto Bus
12
21.1.2012, 23:04
finde ich unfair

ggueber anrainern, die sollen lange wege latschen von garage nach hause, waehrend die pendler bequeme parkplaetze bekommen wo sie wollen

und noch mehr gegenueber nicht autofahrern/nicht autobesitzern
welche mehrfach die umwelt und stadtkassa schonen -
machen die infrastruktur aka strassen etc. nicht kaputt,

verpesten die luft und somit die lungen der anderen nicht was bedeuted dass weniger leute an astma etc. erkranken sowie helfen dem erhalt der bausubstanz und der sauberkeit (alles indirekte kostenersparungen) da sie kein smog und giftige abgase produzieren

belaestigen nicht individuell die luft mit laerm, was zu weniger gesamtstress bei dem organismus der bevoelkerung fuehrt

usw.

man sollte mal subventionsbilanz zw. ihnen machen

maxauthority
00
20.1.2012, 11:45

Also dass jetzt dort nicht mal Motorräder parken dürfen sollen, schockt mich schon. Bzw. selbst eigene Stellplätze dafür sind wohl entweder zu wenig oder zu spärlich gesäht. Und soll ja auch Anwohner mit motorrädern geben, nicht nur zugereiste!

Frauen am Rande des Nervenzusammenbruchs
00
16.1.2012, 14:30

Nur interessehalber:

Gibt es eigentlich Wiener Stadträte (von mir aus auch nicht-amtsführende, die müssten ja eh auch mehr Zeit haben), die öffentlich oder mit dem Velo zur Arbeit fahren?

atomkraft neindanke
00
17.1.2012, 16:27

Rüdiger Maresch von den Grünen fährt mit dem Rad ins Radhaus-eh-Rathaus, ist aber kein Stadtrat, sondern Gemeinderat.

Marlon62
01
17.1.2012, 09:56
Ja, gibt es

2 kenne ich persönlich

wolkenberg
02
17.1.2012, 06:45

ich steh mim radl öfters neben dem chorherr an der kreuzung.

lenantia
02
16.1.2012, 15:16

also bei den stadträten weiß ichs nicht, aber bezüglich arbeitsplatz in wien, ich hab sowohl eva glawischnig als auch maria vassilakou schon in der bim getroffen (zu arbeitsverkehrszeiten)

lenantia
01
17.1.2012, 12:09

gabriela moser fährt übrigens auch im winter mit dem rad richtung parlament

Rudolfo Karellowitsch
41
16.1.2012, 17:03
Dienstwagen beim Service,

oder Fahrer in Urlaub?

atomkraft neindanke
32
17.1.2012, 16:38

nein, eine unbestechliche, überzeugte Grüne eben!

ich weiß, für manche sehr schlecht aushaltbar, diese Menschen mit Rückgrad, Prinzipien und Charakter, die in der Amtsstube unermüdlich arbeiten!

die meisten Össis setzen ja auf Menschen frisch aus dem Bräungsstudio, mit schnittigem Anzug und unschuldvermutet, die durch den frischen Schnee in die nächste Disco zu den blöckenden Schafen stapfen und dort Überzeugungsarbeit mit drei Bieren leisten.

Feuergeist
 
02
18.1.2012, 08:41
Bis auf die erste Zeile vollkommen richtig

atomkraft neindanke
10
18.1.2012, 16:59

Beweifeln Sie, dass Moser unbestechlich ist?

wenn ja, dann nennen Sie bitte nur einen Grund, sonst ist es eine Verleumdung.

das die Grünen nicht nur blöd reden, sondern ihren Prinzipien auch Handlungen folgen lassen, ist eine Tatsache!

Feuergeist
 
00
19.1.2012, 07:50
Achtung!

Da gibts ein Pfeilproblem!!
Sie haben auf Grund der Pfeile nicht auf die Moser sondern auf den Post darüber genatwortet. Ich hab mit den Grünen an Sich kein Problem, sehr wohl aber mit beiden dort erwähnten Damen (wobei ich hier nicht ihre Integrität anzweifle sondern ihre Kompetenz, was eine persönliche Meinung ist)
Ob die Frau Moser unbestechölich ist könnte ich gar nicht beurteilen.

samba cat
13
16.1.2012, 11:42
"dass die Stadt Garagenplätze anmietet und den Anrainern zu einem günstigeren Preis zur Verfügung stellt"

sehr gut. nicht-autobesitzer erhalten dann eine entsprechende steuergutschrift?

atomkraft neindanke
00
17.1.2012, 16:30

ja, nur die die nicht autofahren, sind sowieso die Deppen, denn wir alle finanzieren den Verkehr, allein durch die Straßenerhaltung, aber auch weil er ziemlich viel verdreckt!

wie lange wird der Steffl wohl weiß bleiben? ich mein die Ostfassade, die gerade gewaschen und gereinigt worden ist, all das wird von Steuergeldern bezahlt, die alle entrichten.

duke box
03
16.1.2012, 09:50

subventionierte parkplätze in den grünen kernwählerbezirken.

schon im wahlkampf, frau vassilaku?

Feuergeist
 
10
18.1.2012, 08:49
Neidig?

Herr Mag. Quasi Modo
011
15.1.2012, 23:29
Also wenn in Bezirken ...

... wie 7,8 oder 9 die öffentlich exzellent erschlossen sind, die Stadt das Parken noch subventioniert frag ich mich halt schon was das soll.

Wer sich einbildet in einem Innenstadtbezirk ein Auto zu haben, kann auch den Marktpreis für die Unterbringung desselben zahlen ...

Meyer Lansky
53
16.1.2012, 14:37

Städter brauchen also kein Auto. Gut.

Dorfbewohner brauchen demnach auch keines, weil es dort auch Nahversorgung gibt. Gut.

Ergo ist man in seiner Heimatstadt, seinem Heimatdorf gefangen.

Feuergeist
 
00
18.1.2012, 08:57
Ihnen ist schon klar das hier ein riesiger Unterschied besteht, oder?

Es geht hier um Menschen die in der Stadt leben und arbeiten (und zwar in der Selben!!!). Dorfbewohner haben ihre Arbeitsstelle meist nicht im Heimatort. Und ja, da kann ein Auto oft nötig sein (es gibt tatsächlich noch immer Ortschaften ohne Nahversorgung). Und auch mit dem Auto zur Arbeit fahren ist ok. Aber nur bis zur Stadtgrenze.
Eine verbilligte Jahreskarte (um den Betrag den der Pendler bisher als Pendlerpauschale erhalten hat) wär hier eine sinnvoll zweckgebundene Sache. Und sollte der Arbeitgeber vom Arbeitnehmer ein Auto verlangen wird er ja auch die Kosten tragen können, oderß

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