Umsatzsprung 2011

Motorenentwickler AVL setzt auf Elektroautos

13. Jänner 2012, 14:19
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    foto: apa/markus leodolter

    AVL-Chef und "Motorenpapst" Helmut List denkt nicht an Ruhestand.

Der Konzern hob den Umsatz auf 830 Millionen Euro

Graz - Der weltweit aktive Grazer Motorenentwickler AVL hat im abgelaufenen Geschäftsjahr die Bilanz-Delle des Jahres 2009 mehr als ausgeglichen: 2011 wurde mit rund 830 Mio. Euro (nach 650 Mio. Euro 2010) wieder ein beträchtlicher Zuwachs - fast 28 Prozent - verzeichnet. Vor dem Durchschlagen der Krise, im Jahr 2008, waren es 740 Millionen Euro gewesen. Auch der Belegschaftsstand erreichte mit weltweit 5.250 (4.570) Mitarbeitern in 45 Tochtergesellschaften einen neuen Höchststand. Die Basis des Erfolgs sei "ein Wachsen in Harmonie mit dem Markt", eine klare Strategie sowie auch ein richtiges Umgehen mit der Krise, als 95 Prozent aller Mitarbeiter temporär einen Gehaltsverzicht in Kauf nahmen. An einen Rückzug aus dem Unternehmen denkt der 70-Jährige "überhaupt nicht".

Bei AVL setzte man auf zwei Schienen, nämlich Verbrennungsmotoren und E-Antrieb, wobei auch alle Kombinationsmöglichkeiten dazwischen genau verfolgt werden, nämlich Elektroantrieb mit und ohne Range Extender (Zusatzmotor zur Verlängerung der Reichweite), den Leicht- und den Vollhybrid (Mischung von Elektro- und anderem Antrieb). "Zwischen allen diesen Elementen kann man ganz stark variieren", so List am Freitag bei einer der seltenen Gelegenheiten, bei denen er sich der Presse stellte. Aus den weltweit verbreiteten Tech Centers der AVL fließen laut List Erkenntnisse und Grundlagen ins Headquarter in Graz: "Vernetzung ist der Schlüssel", was für die einzelnen List-Objekte in Graz genauso gelte wie für globalen Aktivitäten. In der sogenannten "offenen modularen Entwicklungsplattform" könne der gesamte Prozess von der ersten virtuellen Phase bis zum Einsatz auf der Straße durchlaufen werden.

Motorenentwicklung geht weiter

Ein Beispiel für Eigenentwicklungen sei jenes, als AVL einen Mini von der Straße gekauft und in ein E-Fahrzeug mit Range-Extender umgebaut habe, um gute Reichweiten zu erzielen. In diesem Falle habe man einen runddrehenden Wankelmotor mit einem ebenfalls runddrehenden Generator zusammengespannt. Diese Lösung sei viel vibrationsfreier als herkömmliche Range Extender-Lösungen. "Zum Range Extender leisten wir heute entscheidende Beiträge", so List. Auch bei Verbrennungsmotoren liege "die Grenze der Physik nicht dort, wo sie heute ist". Derzeit könne man beim Diesel 32 Prozent Wirkungsgrad erreichen, 50 Prozent müssten realisierbar sein.

Ein Rückzug aus dem Unternehmen sei für ihn kein Thema: "Es macht mir viel Spaß, ich kann noch einiges beitragen. Mein Interesse ist es, eine starke Führungsmannschaft zu haben. Ich will, dass das Unternehmen auf jeden Fall seine Eigenständigkeit bewahrt und im Eigentum der Familie bleibt". Dafür seien Vorkehrungen getroffen. Der Firmensitz mitten im Grazer Bezirk Lend bleibt auch, wo er ist: "Ein neues Headquarter ist das wenigste, woran ich denke." (APA)

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12 Postings
hansi goldach
 
00
14.1.2012, 13:09

ich bräuchte einen klein-diesel als range-extender auf
einem autoanhänger. der ansonsten in der garage steht
und in der kalten jahreszeit dort läuft. den überschuss-
strom ins netz abgibt und für normal der heizung und
der warmwasserbereitung dient. für meine kurzstrecken
würde ein billiger ni-mh akku auch reichen. zudem fände
ich radnabenmotoren interessant zur lenkung. die
räder starr eingebaut, aber je seite in der drehge-
schwindigkeit variabel.

M.Honeybee
00
15.1.2012, 12:06

Bei starren Räden fahren´s wie mit einem Panzer = irrer Reifenabrieb beim Lenken + geringer Lenkradius (weil´s Reifen von der Felge zieht).

Einen Einbau/Ausbau-Generator baute mal die Fa. Mindset. Gute Idee, aber Fa. ging pleite.

yoda3
92
13.1.2012, 20:17
ja wahnsinnig innovativ

einen mini von der stange und dann einen elektromotor reingebaut der von einem verbrennungsmotor gespeist wird! sofort patentieren.
für die zukunft stelle ich mir radnabenmotoren vor, leichte und kleinere autos mit viel weniger kw und anderen formen, weil vorne kein großer motor drin sein muss und drinnen sowieso nie 4 übergewichtige sitzen.
und je einfacher das auto, desto geringer die absolute bilanz für den energie und rohstoffeinsatz.

M.Honeybee
11
14.1.2012, 14:41

Füllen sie bei ihrem Auto 2 Felgen mit Beton und fahren sie = Effekt eines Radnabenmotors.

wolfgang gaerber
01
14.1.2012, 20:59
wenn man zuviel Beton in der Birn hat....

braucht man Alufelgen.

das ende ist nah
01
14.1.2012, 20:56

..das ist doch ein außenläufermotor...bei der felge dreht sich gar nix

nogga
 
02
14.1.2012, 21:43

Hier hast du ein Video was dir ungefederte massen erklärt http://www.youtube.com/watch?v=BJyZUUsTSPc
ist zwar für den Rennsport. Gilt aber natürlich auch für normale Fahrzeuge.

1116er
03
13.1.2012, 14:48
"Ein neues Headquarter ist das wenigste, woran ich denke."

all jenen ins stammbuch geschrieben, die vor abwanderung der 'leistungsträger' warnen.

wer tatsächlich leistet, denkt daran als letztes!
wer hingeben nur vorgibt zu leisten, ...

DieWahrheitistdenMenschenzumutbar
01
13.1.2012, 16:37
schlecht erschlossener Standort -neue Linie 2

leider ist das Gelände nicht durch eine Straßen- oder S-Bahn erschlossen. Sehr innovativ wäre wenn AVL eine Untergrund-Straßenbahn vom Glacis bis zum Bahnhof sponsern würde.
http://www.public-transport.at/linie2-graz.htm

Totaler Durchblicksstrudel
00
14.1.2012, 13:14

AVL zahlt ohnedies einen Haufen Steuern in Graz, also wäre es nur denkrichtig, wenn die Stadt Graz diese Straßenbahn sponsern würde. Ob dafür aber wirklich ein Ringlinie braucht möchte ich bezweifeln. Auch für einen halber Kreis von der Haupt-Uni zum Bahnhof, nördlich des Schloßbergs geführt, gäbe es schon seit langem Bedarf.

zahnseide
10
14.1.2012, 17:43

irgendwie habe ich den eindruck, hier wird die "öffentliche (steirische) hand" privatisiert?

Totaler Durchblicksstrudel
00
14.1.2012, 20:13

Warum? Versteh nicht, wie du auf den Gedanken kommst.

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