Die Fluglinie lehnt den Emissionshandel in der EU weiter vehement ab, die Wettbewerbsfähigkeit würde leiden
London - Die Billigfluglinie Ryanair legt zusätzliche
Kosten durch eine neue EU-Verordnung zum CO2-Emissionshandel auf die
Passagiere um und schlägt bei den Preisen 25 Cent pro Flug auf. Vom
17. Jänner an werde die zusätzliche Gebühr für jeden Flug und pro
Passagier fällig, teilte Ryanair am Donnerstag mit. Die Verordnung
sei "verrückt". Sie werde die Ryanair-Passagiere im Jahr 2012
zwischen 15 und 20 Millionen Euro kosten. Auch andere
Fluggesellschaften hatten heftige Kritik geübt, dass durch die
Emissionsrechte Kosten entstünden.
"Ryanair ist der Ansicht, dass der europäische Flugverkehr nicht
in den Emissionshandel miteinbezogen werden sollte, da er für weniger
als zwei Prozent der CO2-Emissionen in der EU verantwortlich ist",
erklärte Stephen McNamara von Ryanair. Weil andere Länder ihren
Fluggesellschaften nicht den Handel mit Emissionsrechten
vorschrieben, werde die europäische Wettbewerbsfähigkeit leiden.
Der Handel mit Verschmutzungsrechten ist ein Instrument für den
Klimaschutz. Unternehmen erhalten dabei Emissions-Zertifikate, die
sie zum Ausstoß einer bestimmten Menge des Treibhausgases
Kohlendioxid (CO2) berechtigen. Nicht benötigte Papiere können zum
Marktpreis weiterverkauft werden. Wer mehr CO2 ausstößt, muss
Zertifikate zukaufen. Zum Jahresbeginn 2012 wurde auch der
Flugverkehr in den Emissionshandel einbezogen. (APA)