Zahlen für 2010

In der EU arbeiten immer mehr 60- bis 64-Jährige

13. Jänner 2012, 12:34

Erwerbsquote ist europaweit seit 2000 von 23,0 auf 30,5 Prozent gestiegen. In Österreich ging es von 12,1 auf 22,3 Prozent hinauf

Brüssel - Die Erwerbsquote der 60- bis 64-Jährigen ist im Durchschnitt der 27 EU-Staaten von 2000 bis 2010 deutlich von 23,0 auf 30,5 Prozent gestiegen. Die EU-Kommission präsentierte am Freitag Zahlen von Eurostat, wonach sich die Erwerbsquote in dieser Altersgruppe in Österreich innerhalb dieser zehn Jahre von 12,1 auf 22,3 Prozent fast verdoppelt hat. Österreich ist damit vom 21. Platz 2000 auf den 17. Rang 2010 vorgerückt.

Schlusslicht ist nunmehr Ungarn, wo diese Quote von 7,6 auf nunmehr 13,0 Prozent gestiegen ist. Die höchste Erwerbsquote bei den 60- bis 64-Jährigen weist Schweden auf - dort wurde ein Anstieg von 46,0 auf 61,0 Prozent verzeichnet.

Bei der Gruppe der 50- bis 59-Jährigen gab es ebenfalls eine deutliche Zunahme der Beschäftigungsquote. Diese stieg im EU-Durchschnitt von 50,3 im Zehnjahresvergleich auf 60,9 Prozent. In Österreich gab es eine noch deutlichere Steigerung von 42,4 auf 61,0 Prozent. Die rote Laterne hat hier Polen mit nur 45,8 Prozent, am besten liegt wiederum Schweden mit 80,7 Prozent.

Die Gesamtzahl der Erwerbstätigen von 20 bis 64 Jahre zeigt eine Erhöhung des EU-Durchschnitts von 66,5 auf nunmehr 68,6 Prozent. Österreichs Werte stiegen von 70,7 auf 74,9 Prozent. Den letzten Platz nimmt Malta mit nur 60,1 Prozent Erwerbsquote ein, an der Spitze rangiert erneut Schweden mit 78,7 Prozent.

Lediglich bei der Erwerbsquote der über 65-Jährigen wurde EU-weit eine Abnahme registriert - von 5,0 auf 4,7 Prozent. In Österreich gab es einen völlig gegenteiligen Trend - von 2,9 auf 5,3 Prozent. Den geringsten Anteil der Arbeitenden über 65 Jahre weist die Slowakei mit 1,6 Prozent auf, den höchsten Portugal mit 16,5 Prozent. (APA)

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Posting 1 bis 25 von 55
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Phaidros der Dritte
00
24.1.2012, 16:24
Mir fehlen innovative Alternativen

Einerseits sprechen wir von demographischen Problemen bei der Finanzierung der Pensionen (was immer mehr Ältere zwingt länger zu arbeiten), andererseits gibt es eh keine Jobs für die Generation 50+

Was mir fehlt sind Alternativen jenseits von 100% Job oder 100% Pension. Ich könnte mir vorstellen, dass viele der 60+ noch in der Arbeit bleiben würden, allerdings keine volle 100% Verpflichtung / bzw. mehr Flexibilität in der Work/Life Balance haben wollen. Dies ist trotz diverser Alters-TZ Modelle immer noch komplex. Dazu auch die Möglichkeit als Älterer nicht mehr voll operativ sonder eher als Mentor für Jüngere zu agieren (hier kommt meist gleich der Rechenstift zur Anwendung).

Seria
20
15.1.2012, 14:23

felix Austria geht mit 58,2 in Rente

Seria
01
15.1.2012, 14:34

besonders die Bev Gruppen mit höherer Lebenserwartung sollten entsprechen später in rente gehen: ZB Frauen! Aber keinesfalls früher, das ist gegen Gleichheit der Frauen und stellt sie als schwaches Geschlecht hin, was frauenfeindlich ist!

Kringskrongs
01
15.1.2012, 08:34
ernstgemeinte Frage

Kann mir jemand erklären warum immer wieder vom raufsetzen des Pensionsalters geredet wird und sehr viele junge Menschen keinen Job bzw. eine Lehre bekommen? Dabeisst sich doch de katz in schworf, oder. danke

Seria
01
15.1.2012, 14:35

jede sollte, mit entsprechenden Abschlägen versehen, so früh in Rente gehen können wie sie will.
Wichtig sind die ABSCHLÄGE!

Marth
00
15.1.2012, 13:39

Völlig richtig (ich kann ihnen auch den Link hier im nächsten Kommentar empfehlen)
Im Prinzip ist die Pensionanpassung nicht das allheilmittel wie es gerade propagiert wird. Im Prinzip müssten dann auch entsprechen die Jobs angeboten werden. Es gibt mehrer Szenarien war passieren könnte. Alte bleiben im Job, Junge finden keinen. Alte werden rausgeschmissen, finden keinen, dafür die Junge.
Das ganze ist aber ein Selbstläufer, Arbeitslose ist (wenn Mindestsicherung) billiger als Pesion (zumindest verkauf es sich besser) Im schlimmsten fall steigt die Arbeitslosenrate und man argumentiert, man müsse die Arbeitslos kürzen. Indirekt schlägt sich das womöglich auf die Pensionshöhen nieder ... undsoweiter.

>>>W<<<
00
15.1.2012, 13:34
ernstgemeinte Antwort:

Es gibt einfach nicht mehr genug Arbeit für alle.
Das Ausspielen der Generationen gegeneinander dient eigentlich nur mehr "höheren Zwecken".
Man darf sich unter diesem Aspekt einmal die Kolumnen der "Standard-Obertrommler" Frey, Marin, Rauscher (...) aufmerksam durchlesen und weiß woher der Wind weht.

Michael B
15
15.1.2012, 02:08
Warum stellt man nicht dieses Diagramm direkt darunter:

http://www.dw-world.de/dw/articl... 91,00.html

Dann schaut es doch für manche Länder gleich ganz anders aus (Schweden, Finnland,Großbritannien)
ÜBERHAUPT geht mir die wöchentlich ALTERNIERENDE Berichterstattung über die Beschäftigtenzahlen von JUNGEN und ALTEN auf die Nerven. NIEMALS wird über mögliche Zusammenhänge auch nur nachgedacht...

Alfred Zopf
10
15.1.2012, 14:59

Na bumm, d.h. die Alten verhindern, dass die Jungen nicht im Arbeitsprozess reinkommen, das sollte noch klarer herausgearbeitet werden, denn das darf es nicht sein, noch dazu wenns für die Jungen die Lebensdurchrechnung für die Pension gibt 1,78% pro Jahr (45Jahre).

Sand
02
15.1.2012, 11:27
Bin ganz Ihrer Meinung

Schweden ist eines der letzten 12 AAA-Länder (S&P). Aber auch der Ministerpräsident Reinfeldt gibt zu, dass die Regierung, obwohl in allen übrigen Punkten erfolgreich bis sehr erfolgreich, mit der hohen Jugendarbeitslosigkeit versagt hat. Trotzdem will keine Partei, nicht einmal die Linke oder die Schwedendemokraten, den Begriff Hausfrau wieder einführen. Dafür kämpft nur eine erzkonservative Frauen(!)bewegung.

Ingen Ting
00
14.1.2012, 23:00

Erwerbsquote bedeutet was? geringfügig oder Teilzeit beschäftigt (mit oder ohne Pension) oder echte Vollzeit?

FrühpensionsTschuschnLesbenHausfrau
21
14.1.2012, 21:20
Wenn man noch die schwarzarbeitenden FrühpensionistInnEn

hineinnimmt, schauts sicher gleich viel besser aus!

Reich sein muss sich lohnen!
03
14.1.2012, 16:50
Dafür arbeiten in der EU immer weniger 20-25 Jährige...

skipper2002
00
14.1.2012, 16:15
ich gehöre auch dazu,hat aber vorteile

7wochen urlaub,8wochen krankenstand.

Blaubert Gundlberger
01
14.1.2012, 15:41
Der Dauerurlaub der Geschäftsführer zahlt sich nicht von alleine

Also: in die Hände spucken. Es wird gearbeitet von morgens bis abends. Von der Wiege bis zur Bahre.

Al Berto
10
14.1.2012, 09:57

gestern hat mir jemand erzählt, das nur 17% aller männer und 40% aller frauen das pensionsalter von 65 j erreichen und das die offiziellen daten bzgl. lebenserwartung gefakt seien. stimmt das?

Chris Quast
11
15.1.2012, 13:45
da kannst ganz einfach eine stichprobe machen. wenn du der zeitung nicht glaubst, geh zum nächsten friedhof oder in die kirche, da hängen partezettel.

also wenn so ein krasses missverhältnis 17 vs 83 herrscht, dürftest du kaum wo beobachtete verhältnisse von 33 vs 66 finden. (kann ja ausreißer geben)

also geh die nächsten 3 wochenenden in unterschiedliche krichen und schau ob wirklich jeweils mindestens 2/3 unter 65 sterben.

da das so private dinge sind, denke ich dass hier die leute nicht faken, oder würdest du von deinen verwandten gefakte parte aufhängen lassen.

stichprobe aus der sonntagskrone (unsere toten) ergibt
frauen 7 von 8 über 65 (davon 4, 88 oder älter (ältest 96 jahre))
männer 8 von 11 über 65 (davon 4, 88 oder älter)

also ein bissal denken !!!

Marth
10
15.1.2012, 15:12

OMG.
So können sie das ja mal gar nicht rechenen.
Sie ziehen die Stichprobe aus der Ges. Bevölkerung. Das hier mehr alte Sterben ist ja völlig klar für Österreich.
Worum es hier geht sind Generationen. Sprich sie müssen wissen wieviele einer Generation noch leben die 65 oder älter sind.
Innerhalb einer Generation sterben dauernd Leute weg. Fakt ist, die Zahl der noch lebenden einer Gen im Stichjahr des 65 Geb. Da sie das aufaddieren müssen und im Prinzip immer nur ein Jahrgang zum Stichjahr 65 müssen sie mit Generationslebenserwartungen rechnen. Da dies jedoch für 1950 bei 71,1 pendelt für DT (in Öst liegt sogar etwas niedriger) wäre die Zahl von 17% rein theoretisch bei Männern vorstellbar.
Nicht so einfach. Also einbisl Denken!

Chris Quast
02
17.1.2012, 00:11

schwachfug !!
ich hab die überlebensverhältnis der kohorten 40' bis 45' natürlich nicht überprüft. aber dem vorposter ging es ja scheinbar darum das er glaubt dieses gruppe (die die halt bald in die pense kommen) würde schon fast weggestorben sein.
Laut Sterbetafel für einen mann jahrgang 50, sollten aus diesem Jahrgang bis ins jahr 15'( noch 59% überlebt haben). Da aber Sterbetafeln immer nur rückblickend aufgebaut werden, haben tatsächlich mehr überlebt.
lässt man den fortschritt ins land ziehen :-), und schaut wieviel 60' jg. den 65er erleben so sind das
schon 64%.

eure fantasierten 17% hat es vielleicht zu goethes zeiten gegebenn.

Marth
00
17.1.2012, 10:04

Uff ... schauen sie, wenn sie sich auf einzelne Zahlen fixieren, dann kann ich es ihnen nicht erklären, warum es möglich wäre.
Jetzt rechnen sie nur mit einem Jahrgang, dass ist ja nicht besser. Sie müssen mit allen rechnen, die im Jahr 2012 65 oder darüber sind. Wenn sie diese Generationen (die noch leben) zusammenfassen, ist es gut möglich dass sogar im Jahr 2012 nur 17% das Alter von 65 erreicht haben. Sie haben ja auch Jährgänge von 1930 etc. drinnen. Das kommt immer drauf an, von wo sie rechnen. Wenn eine Gen 2000 65 alt ist ist der Prozentsatz aller Überlebenden um weiten höher. Da höhere Generationenlebensrate und es im Jahr 2065 keinen mehr aus der Gen 1950 geben wird (vermutlich). Rechnen sie nur eine Gen haben sie Recht.

Chris Quast
00
17.1.2012, 19:38

das ist ja dann eine verfälschende konstruktion. er spricht ja nicht das sie die 65,66, 69, 98 nicht erreichen, weil die haben ja noch schön pensi bezogen.

und selbst wenn du rechnen würdest (Summe überlebende kohorten (46' bis 1906' (älteste ösi))/Summe(geborener kohorten (46' bis 06')) ist dieses verhältnis wahrscheinlich größer 17%

"Das kommt immer drauf an, von wo sie rechnen. Wenn eine Gen 2000 65 alt ist ist der Prozentsatz aller Überlebenden um weiten höher." ich glaub genau so meint es alberto.

du meinst die geschichte der 65jährigen von 71 bis heute. und früher erreichten tatsächlich viel weniger das pense alter, weil die länger hackelten und früher starben.

Marth
00
18.1.2012, 08:14

Ich glaube, wir sind in der Meinung gleich. Außer, ob vielleicht wirklich 17% stimmen (das ist einfach eine statistische Frage ohne inhaltlichen Wert), was wir beide aber nicht sagen können, da die Sterbetafeln nicht soweit zurückreichen.
Ich gebe ihnen Recht, dass es für unsere Gen sicher nicht stimmt mit den 17% und das ein Pensionsalter von 65 für uns aus den jetztigen Daten sehrwohl relativ gut zu überleben ist und wir auch noch die Pension einige Jahre genießen können.
Ob Umweltbelastungen in naher Zukunft nicht doch die Lebenserwartungen langsam stabilisieren oder gar leicht wieder absenken, ob staatliche Pensionen überhaupt noch für uns in Frage kommen, oder der Arbeitsmakrt genug Plätze für Jung und Alt bietet, sind andere Fragen.

Marth
00
15.1.2012, 13:32

Das lustige ist, dass könnte vielleicht sogar inetwa stimmen.
Begründung: (Das ist wirklich keine einfache Rechnung)
Kurz zum Verständnis:
Man muss unterscheiden zwischen alg. Lebenserwartung der Bevöl. und Generationlebenserwartung.
Bei ihrer Aussgae geht es um Jahrgänge vor 1947. Sonst wären die Personen ja keine 65 Jahre oder darüber heute 2012) Die Genleb. in DT liegt im Jahrgang 1950 bei 71,1 und für den Jahrgang 1940 bei 68,2. So das ist ja ein Mittelwert mit einem Streuwert (den weis ich leider nicht) Ich kann ihnen nur das Bsp sagen Für den Jahrgang 2004 mit einer Lebenserwartung von 81,7 Jahren (alle werte für Männer) liegt die Wahr. bei 92% 65 zu erreichen. Verstehen sie auf was ich hinaus will?

Chris Quast
02
17.1.2012, 00:22

selbst wenn die zahlen und deine interpretation stimmen wie willst du erklären, wenn du eine historische lebenserwartung von 71 hast, dass 83% vor dem 65er sterben !?!?

wie sollen die 13% das niveau auf 71 heben. werden die alle 106 ?

oder hast du nur die 13 und 87 vertauscht !
denn das glaub ich sofort dass ein 1/8 des jahrgangs 50' 2015 nicht erlebt, aber doch nicht 83%.

das sagt ja jede lebenserfahrung. da kannst ruhig die krone hernehmen.

Marth
01
17.1.2012, 10:08

Ach du lieber Himmel.
Die Lebenserwartung der Bevölkerung wird nicht angehoben durch ältere. Es werden die geschätzen Lebenserwartungen der Gen zusammengerecht und durch n-Gen gerechnet.
Nicht die Alten ziehn die Lebenserwartung damit ihn die höhe, sondern die Jungen. Da davon ausgegangen wird, dass diese länger leben.
Das ist ein anderes Abstraktionsniveau!

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