Feiner Pinkel, auch fürs Grobe tauglich

13. Jänner 2012, 17:31

Jeep spendiert dem Multitalent Grand Cherokee einen kraftvollen V6-Benziner

Er ist quasi der feine Pinkel unter den Jeeps. Der Grand Cherokee, der weiland den SUV-Trend mit ausgelöst hat. Obwohl er mit dieser florierenden Gattung eigentlich nur vom Äußeren her zu tun hat, denn weil Jeep, ist das Flaggschiff auch uneingeschränkt geländetauglich. Und zwar in einem Maße, dass im direkten Vergleichsumfeld lediglich die noblen Geländeartisten Range Rover Sport und Toyota Land Cruiser 300 mithalten können. Audis Q5, von Kunden gern als Alternative gewählt, eher nicht, die Mercedes M-Klasse nur mit Geländepaket.

Das, was unter den Rädern liegt, stellen wir praktischerweise, wie bei Land Rover, per Drehknopf und Tasten hinter dem Automatik-Wählhebel ein: Sport, Schnee, Automatik, Sand/Schlamm, Fels. Zusätzlich, auf Knopfdruck, ist ferner die Bergabfahrhilfe und die Geländeuntersetzung zu aktivieren, und zusätzlich hält sich, für alle (Not-)Fälle, eine elektronische Differenzialsperre bereit.

M-Klasse ist insofern ein Stichwort, als selbige (trotz längst gelöster Familienbande) wohl ein wenig den Organspender für den neuen Grand Cherokee spielte. Die 5-Gang-Automatik deutet ebenso darauf hin wie der Blinkerhebel, in dem wie bei Mercedes zugleich auch Licht und Scheibenwischer untergebracht sind.

Auch beim Fahrwerk scheinen die schwäbische Gene zu dominieren: Auf Asphalt wirkt es komfortabel, aber für einen Jeep überraschend straff abgestimmt. Das noch beim Vorgänger spürbare Schiffsgefühl ist jetzt garantiert weg, so präziser Geradeauslauf ist beim Grand Cherokee wirklich was Neues. Da könnte die Lenkung dann gern auch direkter ausgelegt sein, man muss recht viel kurbeln.

Im Testwagen-Fall für Vortrieb sorgte der neue 3,6-Liter-V6-Benziner. Souveräne Maschine, die dem schweren Wagen zu erstaunlicher Leichtigkeit verhilft. Fühlt sich fast wie ein Achtzylinder an, ist allerdings ein paar Liter sparsamer als dieser; dass der Großteil der Kunden in Österreich zum Selbstzünder greift, ist allerdings auch kein Geheimnis.

Weil das ein Ami ist, gibt's innen unendlich viele Staufächer, und weil der Grand Cherokee in der Premium-Liga spielt, geht's neuerdings auch bei der Wahl der Waffen - äh: Materialien - so zu, wie man es von diesem Attribut und bei dem Preis verlangen darf. Leder, Holz, nicht mehr ganz so billig wirkendes Hartplastik, und auch etliche andere inzwischen klassenübliche Komfortfeatures sind an Bord: Infotainment-Touchscreen-Bildschirm etwa. Tempomat mit Abstandsregelung. Frontaufprall-Warnung. Totwinkelassistent.

Und ein richtig fettes Multifunktionslenkrad, das auch noch beheizbar ist. Nicht lachen, in der kalten Jahreszeit kommt einem das echt oft mehr als gelegen. Gefällig übrigens auch das nun wieder etwas kantigere Außendesign.

Der Grand Cherokee ist derzeit bekanntlich der größte aller Jeeps, der Commander wurde (leider) ersatzlos gestrichen. Und weil Jeep heute zu Fiat gehört, wird der große Wagen dort schon bald zum Technik- und Ideengeber. Unter anderem soll ein Maserati daraus abgeleitet werden, die IAA-Studie Kubang vom Herbst 2011 gibt einen ersten Vorgeschmack. (Andreas Stockinger/DER STANDARD/Automobil/13.01.2012)

 

Links
Jeep

Service
Jeep Gebrauchtwagen
auf derStandard.at/AutoMobil

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 265
1 2 3 4 5 6
Lophiomys imhausi
00
27.1.2012, 20:50
Wattiefe?

Wie schaut es mit der Wattiefe aus?
Das ist immer ein guter Quatlitätsindikator.
LR Discovery 3 = 700mm serienmäßig, ohne Schwammerl.

alexinho30
01
17.1.2012, 21:06
an alle nörgler...

einen jeep grand cherokee kauft man(n) sich nicht um damit im gelände umherzufahren, sondern weil das ding einfach "geil" ist und ordentlich was her macht und man(n) damit schön gemütlich cruisen und dem feinen v8 lauschen kann, wo wir auch schon beim thema sind, ein v6 ist unter der würde dieses autos, der v8 ist ein muss!

Faeryl
11
18.1.2012, 19:40

nein einen grindigen q7 kauft man als mobile schwanzverlängerung

der gc ist wirklich fürs gelände da

alexinho30
10
18.1.2012, 20:47
zu erst informieren.....

auch der GC ist nicht wirklich fürs grobe gelände gemacht, maximal für ein kleinwenig wiese oder schotterstrasse fahren, das geht dafür schön zügig!

Der Lykanthrop
00
11.3.2012, 10:36
völliger unsinn

der gc kommt überall da hin, wo auch ein mercedes oder puch g hinkommt.
hätt ich auch nicht geglaubt, hätt ich es nicht mit eigenen augen in einem speziellen offroad-gelände gesehen, wo sie mit den verschiedensten autos einen trial event gefahren sind, auch mit dem edlen GC!! es war einfach unglaublich. in der wertung über alles, also, steigungen, bergabfahrten, schrägfahrten, verschränkungsfahrten, loser untergrund, sand, matsch, wasser - der gc musste nirgends aufgeben. er war sogar noch vor pajero, defender, landcruiser, wie gesagt ex aequo nur mit dem puch g

(°)(°)
10
18.1.2012, 20:39
D.h.

wir werden den GC niemals auf den Strassen sehen weil er eh nur im Gelände unterwegs ist?

Btw, wie grindig das Eisen im Gelände geht bitte hier nachlesen:

http://www.4wheelfun.de/supertest... 90796.html

Die Stimme
00
20.1.2012, 11:04

UUhh... also sollte der wirklich die exzellente Geländegängigkeit aufgegeben haben wäre das extrem schade.
Aber es könnte sein, daß das nur den Overland betrifft, wenn ich richtig gehört habe.

(°)(°)
11
20.1.2012, 15:56

Der Test hat gezeigt dass man die Geländeuntersetzung ausschalten muss weil die nicht brauchbar ist.
Was muss man mehr über ein "Geländeauto" wissen?

politisch verfolgt
60
16.1.2012, 13:04
es ist ca. 15 jahre her

da wollte einer mit einem cherokee einen steilen, mit nassem schnee verschneiten weg rauffahren. ging nicht. ein alter lada taiga hats hingegen geschafft.
die angeblich so tolle geländegängigkeit dieser kiste bezweifle ich deshalb. fürs gelände sind diese ganzen suv-dinger doch nicht gemacht. spätestens, wenn die verchromten felgen voll gatsch sind, beginnen die suv-fahrer bitterlich zu weinen.

NoComment
00
23.1.2012, 19:57

hmm, könnte es an 1000kg lada gegen 2000kg suv gelegen haben? wer soll bergauf im schnee gegen einen lada taiga bestehen??????

hedu
01
17.1.2012, 06:33
Vor 15. Jahren...

Damals hatten die noch einen Fetten 8 Zylinder....und sie nasse Windeln.

GWS
 
01
16.1.2012, 19:11

Das lag aber eher an der jeweils aufgezogenen Bereifung als am Fahrzeug an sich.

(°)(°)
01
17.1.2012, 09:40

Typisch, an fetten Jeep fahrn und kein Geld für Winterreifen.

Dimple
00
18.1.2012, 12:55
hier

nicht Winterreifen, sondern Stollenreifen - das wird nämlich der Unterschied gewesen sein.

lg
Dimple, die Winterreifen sind - was jeder Traktor-Reifen zeigt - ja auch nur etwas andere Sommerreifen ;)

ikepod
01
16.1.2012, 17:08
vor jahren mein erster job in deutschland

ZF hatte die vorderachse des mercedes M ausgelagert
wir hatten die berechungen , auslegung und die spannungsmessungen übernommen.

es war die erste M serie.

die vorderachse ist nicht für das gelände ausgelegt!
man kann damit lediglich etwas schneller auf den randstein rauffahren und einparken.

ich glaube nicht dass sich da viel geändert hat.

(°)(°)
00
16.1.2012, 14:51

Da hast die Meinung von ein paar Testern:

Der Lada:
http://www.4wheelfun.de/supertest... tml?show=2

Der Jeep:
http://www.4wheelfun.de/supertest... 90796.html

politisch verfolgt
00
16.1.2012, 16:32
ok, aber

erstens sah der jeep damals anders, der niva aber gleich aus und zweitens bestand schon damals zwischen diesen autos ein erheblicher preisunterschied. und der war durch dier gebotene leistung nicht gerechtfertigt, im gegenteil.

(°)(°)
01
16.1.2012, 16:55
Sagma mal so:

Einer der sich den Grand Cherokee um 73.000 Euro kaufen kann der nimmt sich eh locker noch einen Lada Niva fürs ganz Grobe dazu...

politisch verfolgt
01
16.1.2012, 18:44
wozu?

laut obigem artikel braucht er das doch nicht.

Cynicism
00
16.1.2012, 19:00

Weil er's kann? Weil er's einfach will? :/

Hornhifi
22
16.1.2012, 08:29
Wau!

Damit kann man bei gräflichen Jagdeinladungen die anderen Leistungsträgern wrklich beeindrucken!

Cynicism
01
16.1.2012, 14:12
Der Neid, der Neid,

er ist ein Hund. Wuff, wuff!

Hornhifi
00
17.1.2012, 03:46

Das werden Sie nie kapieren ...

Die Stimme
01
24.1.2012, 23:36

Umweltschonender und verantwortungsvoller ist natürlich ein C02-neutrales Holzklapprad. Den Kindersitz hinten im Anhänger, mit Überrollbügeln aus Recycling Karton.
Wichtig auch: handgemacht von jemand der sich nicht die Achselhaare kürzt.

Damit könnte man gegen die Einbahn fahren und die Autofahrer während ihrer Vollbremsung immer noch vorwurfsvoll anschauen.

Hornhifi
72
16.1.2012, 08:05
Beati pauperes spiritu

Immer wierder interessant zu beobachten, mit welchen Emotionen Autos behaftet sind und völlig sinnlose KFZ verteidigt werden, am meisten von denen, die sich ein solches Auto ohnehin nicht leisten können. Na ja, Kompensation ist alles.

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 265
1 2 3 4 5 6

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.