Jubiläum

Universität Salzburg feiert 50-jähriges Bestehen

13. Jänner 2012, 09:57

Auftakt mit Gebäudeeröffnung und erstem Universitätsball

Salzburg - Mit einem akademischen Festakt zur offiziellen Eröffnung des Uniparks Nonntal feiert die Universität Salzburg heute, Freitag, den Auftakt ihres Jubiläumsjahrs anlässlich ihres 50-jährigen Bestehens. Am 5. Juli 1962 wurde das Bundesgesetz zur Wiedererrichtung der Paris Lodron Universität Salzburg beschlossen, zwei Jahre später - im April 1964 - begann der Studienbetrieb.

Der Unipark Nonntal, ein markantes modernes Gebäude, in dem seit dem Herbst große Teile der Geisteswissenschaftlichen Fakultät untergebracht sind, ist das sichtbare Zeichen für das Wachstum der Universität in den vergangenen 50 Jahren. Waren es zu Beginn ein paar Dutzend junge Menschen, die 1964 an der philosophischen Fakultät ihre Ausbildung anfingen, sind es heute rund 18.000 Studierende und 2.800 Mitarbeiter.

Vorlesungsreihe geplant

Im Jubiläumsjahr ist eine ganze Reihe von Veranstaltungen geplant. "Wir nützen das auch, um uns in der Stadt mit unseren Leistungen zu präsentieren", sagte Gabriele Pfeifer, Pressesprecherin der Universität. Salzburg solle noch stärker als Universitätsstadt wahrgenommen werden. Dazu gehört auch ein Universitätsball, dessen erste Auflage es am 21. Jänner in der Salzburger Residenz geben wird und der restlos ausverkauft ist. Geht alles nach Plan, wird es den Universitätsball in Hinkunft jedes Jahr geben.

Eine Vorlesungsreihe mit internationalen Experten zu unterschiedlichsten Themen ist ebenso geplant wie eine Ringvorlesung zur Universitätsgeschichte. Am 2. Juni präsentieren sich die Fakultäten bei einem großen Altstadtfest mit ihren Forschungsleistungen und Studienangeboten. Es wird Vorträge, Diskussionsrunden und Auftritte von Salzburger Professoren mit ihren Bands sowie von Uni-Chor und Uni-Orchester auf den Altstadtplätzen geben. Für 29. Juni ist ein großes Alumni-Treffen auf der Dachterrasse des neuen Unipark Nonntal angesetzt.

Historische Grundlage

Auch wenn heuer das 50-Jahr-Jubiläum im Vordergrund steht, die Geschichte der Universität Salzburg ist wesentlich länger. Schon im Jahr 1622 gründete Fürsterzbischof Paris Lodron eine Universität in Salzburg. Diese Benediktineruniversität wurde allerdings 1810, als Salzburg im Zuge der Napoleonischen Kriege zu Bayern kam, geschlossen und in ein Lyzeum umgewandelt. Die Bemühungen, Salzburg wieder zur Universitätsstadt zu machen, waren erst rund 150 Jahre danach von Erfolg gekrönt.

Seit 1975 ist die Salzburger Universität in vier Fakultäten - Theologie, Jus, Geisteswissenschaften und Naturwissenschaften - gegliedert. In den 1980er- und 1990er-Jahren konnte die Vision der Altstadtuniversität realisiert werden. Repräsentative historische Bauten - wie der Toskanatrakt der Salzburger Residenz oder die Kapitelhäuser - wurden für die Universität umgebaut. Nach dem Neubau des Uniparks Nonntal plant Rektor Heinrich Schmidinger mit seinem Team schon an den nächsten Ausbauten: In Itzling soll ein neues Laborgebäude für die Naturwissenschaftliche Fakultät entstehen, deren 1986 errichtetes Haus in Freisaal aufgrund des Anstiegs bei Mitarbeitern und Studierenden aus allen Nähten platzt. (APA)

Franz Freiherr von Sommaruga
 
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18000 studierende an der philosophischen fakultät? wann?

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