Afghanistan: Opiumproduktion um 61 Prozent gestiegen

13. Jänner 2012, 09:14

Entspricht neun Prozent des Bruttoonlandsprodukts

Die Menge des in Afghanistan produzierten Opiums ist im Vorjahr um 61 Prozent im Vergleich zu 2010 gestiegen. Das geht aus einem Bericht des in Wien ansässigen UNO-Büros zur Bekämpfung der Drogenkriminalität (UNODC) hervor. Demnach wurden 2010 3.600 Tonnen Opium produziert, 2011 waren es 5.800 Tonnen. Der Wert des afghanischen Opiums erhöhte sich im selben Zeitraum dramatisch um 133 Prozent auf 1,4 Milliarden US-Dollar (1,1 Mrd. Euro). Das entspricht neun Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) Afghanistans im vergangenen Jahr.

Der Exportwert läge noch höher - bei 2,4 Mrd. Dollar. Auf andere Weise sind für Afghanen derartig hohe Summen nicht zu erwirtschaften; zugleich fielen die Preise für die alternative Feldfrucht Weizen 2011. Opium sei "ein bedeutender Teil der der afghanischen Wirtschaft und trägt beträchtlich zur Finanzierung von Aufständischen bei und befördert die Korruption", erklärte UNODC-Chef Juri Fedotow. Fast 60 Prozent der befragten afghanischen Bauern gaben an, Schlafmohn in erster Linie wegen des zu erzielenden Gewinns anzubauen.

Pflanzenkrankheiten

2010 waren die Opiumerträge wegen Pflanzenkrankheiten stark gemindert. Dass sie 2011 derart stark wachsen, wurde jedoch nicht erwartet. Im Durchschnitt bringt der Opiumanbau laut UNODC 10.700 US-Dollar (8.401 Euro) pro Hektar. Fedotow forderte ein entschiedeneres Engagement - sowohl der afghanischen Regierung als auch der internationalen Gemeinschaft - gegen den Drogenanbau am Hindukusch.

In Afghanistan werden 90 Prozent des Opiums auf der Welt hergestellt. Durch den Opiumhandel werden große Teile der Aktivitäten der radikal-islamischen Taliban finanziert. Die afghanische Regierung versucht seit dem Sturz der Taliban 2001 mit Hilfe internationaler Unterstützung - auch des UNODC, die illegale Drogenproduktion einzudämmen. (APA)

K. K. Lacke
01
13.1.2012, 12:35
"Die afghanische Regierung versucht seit dem Sturz der Taliban 2001 mit Hilfe internationaler Unterstützung - auch des UNODC, die illegale Drogenproduktion einzudämmen."

10 Jahre Krieg gegen bloßfüssige Islamisten, die angeblich Osama und seine 7 Räuber dabei unterstützt haben ein bisher unvergleichlichen und nie dagewesenen Terrorangriff auf das bestgerüstete Land der Welt zu verüben, bei dem ALLE Sicherheitssysteme und Abwehrmassnahmen, sowie die gesamte Luftraumüberwachung versagten.

und nach 10 Jahren des Krieges "gegen den Terror" und "gegen die Drogen" STEIGT nun die Opiummenge?

wer hat noch NICHT gelesen wie tief internationale Geheimdienste in den Drogenhandel verstrickt sind?

man erinnere sich an Vietnam... Opium gegen Gold mit den Montagnards handeln und dann Heroin an GIs und AmerikanerInnen im eigenen Land verkaufen... DAS war mal Geheimdienstarbeit die sich ausgezahlt hat. Mit Mio. $...

BK W. Shoyssel
00
13.1.2012, 12:16
wie erfreulich

Damit geht es den Afghanen und der ganzen Welt viel, viel besser.
WOZU sind denn die fremden Truppen im Land? Sind die nur fähig, auf Leichen zu pixxen und können nicht einmal die Anbaufelder abfackeln?

lassen Sie mich durch
00
13.1.2012, 11:47

ich frage mich nur noch,was machen die Milliarden die der EU und USA in diesen Sinnlosen krieg gesteckt haben, Wieso ändert sich da nichts das kann nicht sein das der Opium handel um 61% zunimmt,es sei denn die besatzer verbrauchen mehr weil nach 10 jahren Sucht will mann ja auch mehr zu sich nehmen.

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