Noch im Jänner

UN-Atominspektoren reisen in den Iran

13. Jänner 2012, 00:05

Westliche Diplomaten zweifel an Sinnhaftigkeit der Mission

Wien/Teheran - Im Atomstreit mit der Führung in Teheran bahnt sich Kreisen zufolge eine Reise hochrangiger UNO-Kontrolleure in den Iran an. Eine Delegation der Internationalen Atomenergie-Agentur (IAEA) werde um den 28. Jänner herum in dem Land erwartet, sagten zwei Diplomaten am Donnerstag. Die IAEA-Vertreter würden dabei ihre wachsende Beunruhigung über das iranische Atomprogramm zum Ausdruck bringen. Die internationale Gemeinschaft verdächtigt den Iran, heimlich Nuklearwaffen zu bauen, was die Islamische Republik bestreitet. Die iranische Vertretung bei der Atomaufsicht der Vereinten Nationen signalisierte, dass der Iran bei dem Besuch zu einer Diskussion über die Vorwürfe bereit sei.

Westliche Diplomaten zeigten sich aber skeptisch: "Ich habe große Zweifel, dass dies zu irgendetwas führen wird", sagte einer von ihnen. In jüngster Zeit hatten sich die Spannungen in dem seit Jahren andauernden Atomkonflikt verschärft. Während härtere Iran-Sanktionen Form annehmen, droht der Iran mit der Blockade wichtiger Öl-Schifffahrtswege. Zuletzt war zudem erneut ein iranischer Atomwissenschaftler bei einem Bombenanschlag in seiner Heimat getötet worden. Der Iran beschuldigte umgehend Israel und die USA, für das Attentat verantwortlich zu sein. Die Vereinigten Staaten wiesen den Vorwurf entschieden zurück. Israelische Regierungsvertreter lehnten eine Stellungnahme ab.

Am Donnerstag betonte der geistliche Führer des Iran, alle Verantwortlichen für die Tat würden bestraft. Auch die Hintermänner würden zur Rechenschaft gezogen, sagte Ayatollah Ali Khamenei. Der iranische Parlamentspräsident Ali Larijani erklärte, die Ermordung einiger Wissenschafter könne das Land nicht von seinem Atomprogramm abbringen. Vor Journalisten in der iranischen Botschaft in Ankara wiederholte Larijani den Vorwurf an Israel.

Die Diskussion über ein geplantes Öl-Embargo gegen den Iran sorgte unterdessen für Bewegung auf dem Rohölmarkt. Der Preis fiel am Donnerstag nach einem Bericht, dass die Europäische Union den Importstopp erst schrittweise über eine Zeit von sechs Monaten durchsetzen werde. Zuvor war der Ölpreis seit Wochen gestiegen - wegen der Drohung des Iran, aus Protest gegen die Sanktionen einen für den weltweiten Öltransport wichtigen Seeweg, die Straße von Hormuz, zu blockieren. (APA/Reuters)

lassen Sie mich durch
01
13.1.2012, 11:43

was wollen die da die A anlagen werden ja schon kontrolliert,die Militärischen anlagen bekommen die sowieso nicht zu sehen,der saddam hat die rein gelassen und was danach erfolgte kennt jeder.

allein dafür das die IAEO vertrauliche informationen von Iranischen A Wissenschaftler an den Geheimdienste weiter gibt zeigt wie verlogen dieser bande ist.

DerSepp
00
13.1.2012, 10:18

Es dürfte die Herrn nicht unerhebliche Schwierigkeiten bereiten, im Zuge der Mission OBJEKTIVE Kriterien zu finden, welcher dem Ziel der Mission (die bestehenden Sanktionen zu bestätigen, schärfere Sanktionen zu Planen, weitere politische Repressalien auszuloten, die Kriegshetze zu rechtfertigen,...) vollinhaltlich entspricht.
Bin gespannt, wann der zugehörige IAEO-Bericht rauskommt, ob diesmal was neues drin steht und ob die Fritzen irgenwann den Fehler machen, ein Memo VOR Ende der Beobachtermission zu verfassen.

Dr. Viktor Frankenstein
00
13.1.2012, 08:48
Die Ermordung einiger Wissenschafter könne das Land nicht von seinem Atomprogramm abbringen

Abbringen vielleicht nicht, aber auch gewiss nicht fördernd ...

02515151541
02
13.1.2012, 00:49
"Westliche Diplomaten zeigten sich aber skeptisch: "Ich habe große Zweifel, dass dies zu irgendetwas führen wird", sagte einer von ihnen."

damit hat der Mann ohne Namen absolut recht !

immerhin kam es seitens der IAEA bisher zu keinen
beanstandungen...

Martin Müller10
 
02
13.1.2012, 00:36
Wir fahren zu Verhandlungen aber es wird eh nix. Eine sehr

erfolgversprechende Einstellung in Verhandlungen zu gehen! Aber es sieht ja auch danach aus, dass der Westen auf Verhandlungserfolge nicht aus ist.

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