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Tunis - Zu den Feierlichkeiten zum ersten Jahrestag der tunesischen Rebellion werden in der Hauptstadt Tunis am Samstag mehrere arabische Staats- und Regierungschefs erwartet. Neben dem algerischen Präsidenten Abdelaziz Bouteflika nehmen auch der Emir von Katar, Hamad bin Khalifa al-Thani, und der libysche Übergangsratspräsident Mustafa Abdel Jalil teil, wie am Donnerstag aus Regierungskreisen in Tunis verlautete. Sie werden bereits am Freitag erwartet. Aus Rabat hieß es, auch der marokkanische Außenminister Saad-Eddine al-Othmani werde nach Tunis reisen.
Tunesien begeht am Samstag den ersten Jahrestag des Sturzes des langjährigen Machthabers Zine al-Abidine Ben Ali. Dieser war am 14. Jänner 2011 im Zuge landesweiter Proteste nach Saudi-Arabien geflüchtet. Die tunesische Rebellion gilt als Auslöser des arabischen Frühlings, der in der Folge viele andere arabische Länder erfasste. Für Samstag ist eine Zeremonie im Kongresspalast in Tunis geplant, das konkrete Programm wurde aber noch nicht veröffentlicht.
Am 17. Dezember hatten bereits tausende Menschen in der Stadt Sidi Bouzid daran, dass sich dort ein Jahr zuvor ein Straßenhändler selbst angezündet hatte und damit die Protestwelle auslöste. (APA)
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Hardy Ostry vom Tuniser Büro der Konrad-Adenauer-Stiftung zeigt sich von der zunehmenden Gewalt in Tunesien wenig überrascht
Ministerpräsident Jebali spricht dennoch nicht von Rücktritt
Mehr als 50.000 Menschen nahmen am Freitag am Begräbnis des ermordeten tunesischen Oppositionellen Chokri Belaid teil
Protest gegen wegen Krise geplante Regierung aus Experten
Führender Oppositioneller Chokri Belaid durch mehrere Schüsse getötet - Ministerpräsident Jebali will Kabinett auflösen und Regierung der nationalen Einheit bilden - Polizist kommt bei Zusammenstößen ums Leben
Den Tunesier ist es gelungen, innerhalb weniger Monate die ersten freien Wahlen im Lande abzuhalten. Dies ist ein wichtiger Schritt für die Demokratisierung Tunesiens. Viele Herausforderungen stehen noch an, doch müssen die anderen arabischen Länder diese tunesische Entwicklung erst einmal schaffen - eventuell mit Hilfe der EU: http://wp.me/pNjq9-3jP.
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