Rotes Kreuz stoppt Verteilung von Lebensmitteln in Somalia

Mangelnde Kooperation der örtlichen Behörden

Genf - Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) setzt die Verteilung von Nahrungsmitteln in Somalia vorübergehend aus. Grund sei die mangelnde Kooperation der örtlichen Behörden, teilte das IKRK in Genf mit.

Die Behörden verhinderten seit Mitte Dezember, dass Lebensmittel und Saatgut 240.000 Menschen in der Mitte und dem Süden des Landes erreichten, sagte der Leiter der Somalia-Delegation des IKRK, Patrick Vial, am Donnerstag. Die Entscheidung gelte, bis die Behörden in diesen Gebieten zusicherten, dass die Verteilung ungehindert vonstattengehen könne, "wie vereinbart".

Das IKRK ist eine der wenigen Organisationen, die in diesen Teilen Somalias humanitäre Hilfe leisten. Seit Oktober seien 1,1 Millionen Menschen versorgt worden. Weite Teile des Landes werden von der islamistischen Al-Shabaab-Miliz kontrolliert. (APA)

Share if you care
2 Postings

Wenn es einmal dem Roten Kreuz zuviel wird....aber es wirft ein sehr deutliches Bild auf die Zustände dort. Den Behörden dort ist es ....egal ob jemand verhungert. Und man hat überhaupt nichts dagegen wenn es politisch/religiöse Gegner sind.

Kooperation??

Die gibts nicht auf der ganzen Erde!
Wenn die Lebensmittelverteilung nicht peilnlich überwacht wird - werden diese durch die örtliche "Mafia" am Markt VERKAUFT!

Das ist nun einmal so. Das sollte man schon jahrzehntelang wissen.

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.