Grüne prangern Verschleierung bei Beraterhonoraren an

12. Jänner 2012, 15:53

Statt Offenlegung der Verträge wurde heikler Bericht in Unterausschuss abgeschoben

Graz - Einen Verschleierungsversuch der rot-schwarzen "Reformpartnerschaft" ortet der steirische Grünen-Mandatar Lambert Schönleitner bei den vom Landesrechnungshof aufgezeigten externen Beraterleistungen, die sich in der vergangenen Gesetzgebungsperiode (2005 bis 2010) auf 25 Mio. Euro belaufen haben. Die Regierungsparteien hätten im Kontrollausschuss des Landtags die Offenlegung der Beraterverträge verweigert und stattdessen den Bericht einem Unterausschuss zugewiesen, kritisierte Schönleitner am Donnerstag.

Krasser Widerspruch zu Sparkurs

"Es ist ein wirklicher Skandal, dass die beiden Proporzpartner den Mantel des Schweigens über ihre sündteuren Beraterverträge legen wollen", so Schönleitner. Es sei bezeichnend, dass hier, wo Naheverhältnisse von Beratern zu Regierungsmitgliedern bzw. Parteien im Raum stünden, Transparenz vereitelt werde. Außerdem könne die Landesregierung nicht erklären, warum viele Leistungen nicht selbst innerhalb der Landesverwaltung erledigt werden konnten.

Der grüne Kontrollsprecher sieht einen krassen Widerspruch zum nunmehr propagierten Sparkurs: "Im Behinderten- und im Sozialbereich wird ohne Rücksicht auf Verluste gekürzt, aber bei ihren eigenen schlechten Gewohnheiten ist die selbst ernannte Reformpartnerschaft nicht einmal bereit, die Vergangenheit aufzuarbeiten, um daraus die richtigen Schlüsse für die Zukunft zu ziehen." Seiner Meinung nach müssten die externen Beraterleistungen zumindest um die Hälfte reduziert werden. (APA)

sociovation
00
13.1.2012, 11:13
Es mag ja sein, dass die Grünen im Geld schwimmen

aber wovon, bitteschön, solen sich die anderen Parteien finanzieren als von einem Prozentanteil an öffentlichen Aufträgen und Beraterverträgen.
Unglaublich, diese Weltfremdheit...

Anton Friesl
02
13.1.2012, 10:35
Unsere Politiker sind nur mehr Staffage.,.Früher waren unsere Politiker gekaufte Marionetten des internationalen Großkapitals.

Sie waren zwar talentiert im Lügen, hatten sich aber zuletzt als ziemlich unfähig erwiesen Politik selbst zu gestalten. Deshalb mussten sie immer wieder zur Nachschulung und Zielvorgabe an den Bilderberger-Konferenzen teilnehmen. Aber auch diese jährlichen Nachschulungen haben den Anforderungen der wahren Herrscher nicht genügt. Die Lösung war die Verlagerung der politischen Gestaltung von den Politikern selbst zu deren Beratern/Thinktanks. Diese haben, auf unsere Kosten, die nur in groben Zügen vorgegebenen Wünsche des Großkapitals bis in's Detail ausgearbeitetet, sodass die Politiker nur mehr, diesen detaillierten Instruktionen folgend, sich darauf konzentrieren konnten uns diese mit ihrem Lügentalent aufzuschwatzen.

supermike
00
13.1.2012, 09:38
Externe, hochbezahlte Berater mit geringer Gegenleistung

Einfacher kann man staatliche Gelder nicht zu privaten verschieben. Und alles ganz legal nachweisbar mit Rechnung.
Und dagegen wird man wohl auch künftig nicht viel machen können. Auch wenn die Grünen glauben da was verändern zu können.

Kra Wuzikabuzi
00
13.1.2012, 09:36
Grüne prangern Verschleierung bei Beraterhonoraren an

sonst habens nix gegen verschleierung...also was jetzt ?

erkelteter tiger
03
13.1.2012, 04:55
beraterverträge

man schanzt zwielichtigen freunderl aufträge zu, die in den großteil der fälle die aufgabe der beamten und mitarbeiter der jeweiligen ressorts ist

walter helfmann
01
13.1.2012, 00:48
unterliegen berater künftig einer lobbyistenregelung?

zum bsp. die linzag: die verfügen über ausgebildete, hervorragende versicherungs- und ra-mitarbeiter. die dürfen sachverhalte vorbereiten, aber nach aussen nicht vertreten. das erfolgt über externe kanzleien.

doppelt gemoppelt, aber es steigert den sachaufwand.

Amalrich
 
10
12.1.2012, 23:20

Hätt' ja niemals gedacht, dass die GrünInnen mal die Verschleierung anprangern... :-))))

aiuto
06
12.1.2012, 18:20
da geb ich den Grünen vollkommen recht.

Wozu diese Flut an Beraterverträgen ?
wozu diese Flut an Politikerinseraten?
(die nunmehr beschlossene Grenze für die Bekanntgabe aller Inserate über 5.000 ist überflüssig, denn manceh Politiker reagieren mittlerweile schon darauf und ordern nur noch Spalteninserate, die der Höhe nach unter dieser 5000-Eurogrenze liegen. Sie lernen halt nichtgs dazu !)

hacmac
01
13.1.2012, 11:47

werbung und plakate sind offenbar notwendig, weil sie, unsere eliten, sich sonst mit überhaupt nichts profilieren können!

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