Verdacht auf Provisionen bei Dorotheum-Verkauf

12. Jänner 2012, 15:37

Bargeldtransporte von Wien nach Vaduz auf Hypo-Konto, das möglicherweise Grasser gehören könnte, beginnen kurz nach Dorotheum-Verkauf

Wien - Neue Details aus den Ermittlungen zum Korruptionsverdacht bei der Privatisierung des Dorotheums im Jahr 2001 unter dem damaligen Finanzminister Karl-Heinz Grasser berichtet das Nachrichtenmagazin "Format": Bargeldtransporte von Wien nach Liechtenstein ab November 2001 auf ein Konto, das möglicherweise Grasser zugerechnet werden kann, würden den Verdacht nähren, dass bei der Privatisierung illegale Provisionen geflossen sein könnten, so das Magazin.

Grasser und die anderen Genannten bestreiten, dass damals Provisionen geflossen seien. Es gilt für alle Genannten die Unschuldsvermutung.

Details aus Polizeiberichten zur Einvernahme Grassers und anderer Beteiligter, wie Ernst Karl Plech und Walter Meischberger, zeigten Parallelen zum Buwog-Verkauf auf, so das Magazin. Demnach sei auch bei der Dorotheum-Privatisierung der Abstand der siegreichen Bieter zu den unterlegenen Mitbewerbern gering gewesen. Während das unterlegene Konsortium 950 Mio. Schilling (69,0 Mio. Euro) bot, obsiegte die andere Seite mit 955 Mio. Schilling. "Meiner Auffassung nach ist das entweder ein Riesenzufall oder weist auf eine Preisabsprache hin", zitiert das Magazin aus der Befragung von Peter Newole, der zur unterlegenen "Valora"-Bietergruppe gehörte. Zu der Bietergruppe habe damals auch Ernst Plech und der Lobbyist Peter Hochegger gehört.

Horrende Forderungen

Walter Meischberger habe damals im Verkaufsfinale seine Dienste angeboten und horrende Forderungen gestellt, berichtete Newole laut "Format" als Zeuge der Polizei. Als er dies ablehnte, habe Meischberger das Treffen verlassen.

Meischberger habe auch seiner Gruppe damals Beratungsdienste angeboten, sagt Erwin Soravia zum "Format". Er habe aber seine Dienste nicht in Anspruch genommen. Parallel dazu habe Peter Hochegger damals offenbar bei Martin Ohneberg, Soravias Geschäftspartner, angefragt. Beide betonen, sie hätten nichts an Meischberger, Plech oder Grasser gezahlt. Das staatliche Auktionshaus wurde im September 2001 an die Bietergruppe OneTwoBeteiligungs- und Beratungs-GmbH von Christoph Dichand und Erwin Soravia junior verkauft.

Der Verdacht werde geprüft, ob es um die Weitergabe exklusiver Informationen gegangen sei, schreibt das "Format". Auffällig sind demnach Bargeldeinzahlungen auf ein Konto in Liechtenstein, zu dem im Zusammenhang mit der Buwog-Privatisierung ermittelt wird. Laut der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft bestehe der Verdacht, dass dieses Konto Grasser zuzurechnen sei. Auf dieses Konto bei der Hypo Investmentbank Liechtenstein (HIB), auf das auch ein Teil der Buwog-Provision geflossen war, begannen im November 2001 Bargeldeinzahlungen. Bis September 2005 wurden 236.000 Euro eingezahlt. Laut Aussagen von Meischberger habe er das Geld von seinem Privat- bzw. Geschäftskonto abgehoben und einem Mittelsmann übergeben, der das Geld in bar nach Liechtenstein gebracht habe. Dafür gebe es aber keine Beweise, so das Magazin. (APA)

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Wahrscheinlich wäre sich mehrfach ein 0 Defizit ausgegangen

wären nicht solche Schmarozer daran gewesen alles abzumointieren was nciht niet und nagelfest war.
Schmutzige Manieren, aber viel kann man vom Autoverkäufersohn auch nciht erwarten. Er hatte eben keine guten moralischen Werte durch seine Erziehung beigebracht bekommen. Zu unserem Leid - dne wir zahlen seine Defizite in mehrfacher Hinsicht. Herr Grasser gehns in Häfn und machen sie ein Geständnis, sodass das Spiel beendet werden kann. Danns chlafens auch sicher besser!!!

Viel ist von seinem alten Ruhm nicht mehr übrig geblieben.

Sehr gut.

Das Begleitfoto:

Das Bildnis des Dorian Gray?

super sauber

jetzt habe ich schon lange nichts von der super weissen weste gehört. Hat sie der karl verlegt oder ist der antihaftschutz jetzt endlich weg. ich versteh die justiz nicht, einfach den Dr. DRARA fragen was dran ist an den neuerlichen Geldflüssen und wenn er sagt der heinzi hat damit nichts zu tun, dann das Verfahren einstellen. Es wird doch nicht ernsthaft jemand glauben das der Anwalt vom Heinzi oder er selbst lügt. Eben!

es geht auch um die Eigentümer der Krone

"wo Ausschreibung - da Korruption"
copyright julia

Bla bla bla der KHG wars!!

Bitte lasst euch mal etwas anderes einfallen - immer diese vagen Beschuldigungen nerven

mit einer funktionierenden justiz könnten wir schon längst zuhause sitzen und uns die fotos ansehen, wo der khg und vermutlich noch einige andere minister samt gefolge und staatsanwälten wegen amtsmissbrauch, bestechung, begünstigung uä mehr ihre haftstrafen antreten. so sitzen wir zu hause, und hoffen das die postings harmlos genug sind um keine observation, sie wissen schon, polizeibefugnisgesetz, mafiaparagraph, nach sich zu ziehen.

Sie haben Recht

es sollte die Untersuchungshaft verhängt werden bis endlich die Akten aus Lichtenstein übermittelt werden. rein gefühlsmäßig würde dies die Aktenübermittlung deutlich beschleunigen

Täglich grüßt das Murmeltier!!

Ich kann gar nicht mehr beschreiben wie es mich ärgert das dauernd solche Meldungen von den Medien kommuniziert werden!
Will man damit die Bürger mürbe machen, ihnen ins Gesicht spucken, sie brechen oder was? Es vergeht keine Stunde wo in diesem Land nicht irgendeine Korruption oder Freunderlwirtschaft eines regierenden oder Expolitikers bekannt wird aber es passiert NIEMALS NIEMALS das die Meldung kommt das einer dafür verurteilt wurde!! Alles wird ausgesessen verjährt und vertuscht und es steht immer die Unschuldsvermtung dabei. Unser Land ist nur mehr eine widerliche korrupte Bananenrepublik!!! Aber wir dürfen ja wieder wählen gehen und dann wird alles besser!

immer der selbe name der auftaucht...

einfach nur mehr UNGUSTIÖS das ganze

Warum überrascht mich das gar nicht ;-((

was wurde eigentlich aus der austria tabak?!

Das Übliche!
-wieder Verbindungen zum Dunstkreis des KHG,
-wieder Überweisungen auf die verdächtigen Konten,
-wieder Fahrten mit den Geldkoffern.
-wieder die Lügen vom "guten Geschäft" - in Wahrheit ist die Austria Tabak verschleudert worden.

der deregulierungswahn des sozialdemokratophobischen kanzlers sollte dabei nicht unerwähnt bleiben!

auch wenn sein ideologischer amoklauf alleine strafrechtlich nicht relevant ist

Newsflash:

Die Piple Nabuco wird jetzt so gebaut das sie anstatt Erdgas aus der Türkei zu bringen direkt Grassers Schwarzgeld nach Lichtenstein befördert.

Laut Aussagen von Meischberger habe er das Geld von seinem Privat- bzw. Geschäftskonto abgehoben und einem Mittelsmann übergeben, der das Geld in bar nach Liechtenstein gebracht habe. Dafür gebe es aber keine Beweise, so das Magazin.

Wer macht so etwas bitte, wenn er nichts zu verbergen hat ???

Das setzt der Korruption die Krone auf,

aber auch nur weil der Krone-Zeitungs-Herausgeber involviert ist, ansonsten ist das Schwarz-Blau-Standard-Methode.

WARUM SITZT DER GAUNER NOCH IMMER NICHT IN U-HAFT?

ein guter tag beginnt mit KHG

K(arlheinz)H(inter)G(itter)

Sensationell - Gratulation

dass bei der Privatisierung illegale Provisionen geflossen sein könnten

Glaubt ihr wirklich das ist der erste Fall ?
Unser gesammtes staatliches System ist durchzogen von wirtschaftsnahen Leuten und Lobbyisten - dafür gibts ja auch die Wirtschaftskammer.
Logisch werden Informationen ausgetauscht, Ausschreibungen vorteilhaft ausgelegt, Gelder fließen usw.
Grasser ist nur ein praktischer Sündenbock für die restlichen Politiker die so aus der Schusslinie sind. Und je länger man seinen Fall hinauszögert, um so mehr Zeit haben die anderen, den eigenen Dreck unter den Teppich zu kehren.

Ein Witz oder? Grasser ist als Sündenbock darzustellen ist eine "leichte" Verzerrung der Tatsachen.

Klar hat er Dreck am Stecken

nur derzeit konzentriert man sich so stark auf ihn, dass der Rest vergessen wird.
Den Fall Grasser sollte man rasch abhandeln und dann mal alle anderen Herren Volksvertreter unter die Lupe nehmen - vor allem jene, die derzeit im "aktiven Dienst" sind.

Ist zu jener Zeit jemand mit einem Geldkoffer nach Liechtenstein gefahren? Gab's zu dieser Zeit Überweisungen auf die verdächtigen Konten?
Frage, erübrigt sich: Eh, wieder einmal klar...

Solche Zufälle gibt es nie und nimmer! Für wie blöd wird der Bürger in dieser Causa Weltbester Finanzminister & Freunde eigentlich weiterhin verkauft?

Ja, die Vermutungen, Hinweise, Fakten, Tatbestände sind erdrückend. Aber es zu beweisen ist eine andere Sache. Wenn man weiß, dass die Herrschaften mit Diplomatenpässen unkontrolliert, kofferweise, Geld zwischen Grenzen hin-und hertransferieren können, werden Beweise kaum zu erbringen sein. Wer hat sie mit diesen Pässen ausgestattet? Das ÖVP-geführte Aussenministerium, einer ÖVP, aus der zahlreiche Kanditaten entstammen für die sich die Staatsanwaltschaft schon jahrelang interessiert. Ist das Zufall?

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