Sozialminister Rudolf Hundstorfer zieht positive Bilanz und kann auf die niedrigste Arbeitslosenquote in Europa verweisen
Wien - Trotz Wirtschaftskrise und Arbeitsmarktöffnung für Menschen aus den neuen EU-Ländern in Mittel-Osteuropa hat sich Österreichs Arbeitsmarkt 2011 als bemerkenswert stabil erwiesen. "Mit durchschnittlich 4,0 Prozent verzeichnet Österreich auch die niedrigste Arbeitslosenquote Europas", zieht Sozialminister Rudolf Hundstorfer heute, Donnerstag, eine positive Bilanz über das Jahr 2011. Übers Jahr gesehen waren rund 310.000 Menschen ohne Arbeit, um 4,3 Prozent weniger als im Jahr davor - gleichzeitig erreichte die Anzahl der Beschäftigten mit 3,422 Millionen (rund 61.500 zusätzliche Jobs) einen neuen Höchststand.
"Das ist das zweitstärkste Beschäftigungsplus der letzten 20 Jahre", berichtete Hundstorfer heute in einer Aussendung. "Nur in der Hochkonjunktur 2007 wurden noch mehr Jobs geschaffen." Erfreulich ist die Entwicklung auch bei den älteren Beschäftigten und bei Jugendlichen. 2011 gab es mit +37.298 den höchsten Zuwachs an Beschäftigung von Älteren seit Beginn der Datenerhebung - also seit 20 Jahren. 700.000 unselbstständig Beschäftigte in Österreich sind über 50 Jahre alt.
Die Jugendarbeitslosigkeit ist 2011 um 3,1 Prozent auf 38.847 gesunken, die Anzahl der Langzeitarbeitslosen um 7,1 Prozent auf 31.507. Am Lehrstellenmarkt gab es weniger Lehrstellensuchende (5.504, minus 4,3 Prozent) bei mehr offenen Lehrstellen (3.650, plus 6,4 Prozent).
Insgesamt haben im vergangenen Jahr rund 596.000 Menschen mit Unterstützung des AMS eine Arbeit aufgenommen, 245.140 haben Kurse gemacht. Das Arbeitsmarktbudget bleibt 2012 auf dem Niveau von 2011.
Auch die am 1. Mai 2011 erfolgte Arbeitsmarktöffnung habe Österreich gut verkraftet, berichtete Hundstorfer. Mit Ende Dezember seien 21.736 Menschen aus den acht osteuropäischen Ländern zusätzlich in Österreich gewesen.(APA)