2011

Heimischer Arbeitsmarkt stabil

12. Jänner 2012, 14:44

Sozialminister Rudolf Hundstorfer zieht positive Bilanz und kann auf die niedrigste Arbeitslosenquote in Europa verweisen

Wien - Trotz Wirtschaftskrise und Arbeitsmarktöffnung für Menschen aus den neuen EU-Ländern in Mittel-Osteuropa hat sich Österreichs Arbeitsmarkt 2011 als bemerkenswert stabil erwiesen. "Mit durchschnittlich 4,0 Prozent verzeichnet Österreich auch die niedrigste Arbeitslosenquote Europas", zieht Sozialminister Rudolf Hundstorfer heute, Donnerstag, eine positive Bilanz über das Jahr 2011. Übers Jahr gesehen waren rund 310.000 Menschen ohne Arbeit, um 4,3 Prozent weniger als im Jahr davor - gleichzeitig erreichte die Anzahl der Beschäftigten mit 3,422 Millionen (rund 61.500 zusätzliche Jobs) einen neuen Höchststand.

"Das ist das zweitstärkste Beschäftigungsplus der letzten 20 Jahre", berichtete Hundstorfer heute in einer Aussendung. "Nur in der Hochkonjunktur 2007 wurden noch mehr Jobs geschaffen." Erfreulich ist die Entwicklung auch bei den älteren Beschäftigten und bei Jugendlichen. 2011 gab es mit +37.298 den höchsten Zuwachs an Beschäftigung von Älteren seit Beginn der Datenerhebung - also seit 20 Jahren. 700.000 unselbstständig Beschäftigte in Österreich sind über 50 Jahre alt.

Die Jugendarbeitslosigkeit ist 2011 um 3,1 Prozent auf 38.847 gesunken, die Anzahl der Langzeitarbeitslosen um 7,1 Prozent auf 31.507. Am Lehrstellenmarkt gab es weniger Lehrstellensuchende (5.504, minus 4,3 Prozent) bei mehr offenen Lehrstellen (3.650, plus 6,4 Prozent).

Insgesamt haben im vergangenen Jahr rund 596.000 Menschen mit Unterstützung des AMS eine Arbeit aufgenommen, 245.140 haben Kurse gemacht. Das Arbeitsmarktbudget bleibt 2012 auf dem Niveau von 2011.

Auch die am 1. Mai 2011 erfolgte Arbeitsmarktöffnung habe Österreich gut verkraftet, berichtete Hundstorfer. Mit Ende Dezember seien 21.736 Menschen aus den acht osteuropäischen Ländern zusätzlich in Österreich gewesen.(APA)

Sabine AMS
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teil 2

Wie gibt es das - ich vermittle arbeitsuchenden Menschen ohne Ausbildung oft Jobs in denen sie mehr bezahlt bekommen als ich.
Wie ist das zu erklären? Und ganz ehrlich mich interessiert als Auftragnehmerin das "blabla" um Sozialversicherungen nicht - bis jetzt habe ich gut davon leben können - nur in ein paar Wochen kann ich nicht mal mehr nebenbei arbeiten gehen - da Babe.. liebe Zeitung lieber Herr Hundsdorfer - wir sind eine kleine Berufsgruppe - aber wir hungern und können uns unsere Mieten nicht bezahlen! Wir wollen arbeiten - aber unter menschenwürdigen Bedingungen! Die Qualität sinkt - es gibt in Wien bereits Deutschkurse ohne deutschsprechende Trainerinnen! Ist das im Sinne des Erfinders? LG

Sabine AMS
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arbeitslose ams trainer

liebe damen und herren,
ich bin lange schon im auftrag des ams unterwegs, leiste wirklich gute arbeit - und kann mir demnächst meine arbeit nicht mehr leisten! ams trainer verhungern vor voller schüssel! der babe kollektivvertrag ist eine frechheit. interessant die statistik der ak wien zum thema working poor! ich weiß nicht, ob es irgendjemanden hier interessiert - aber bfi haben 100 trainierinnen beim ams vorgemeldet - sie stehen auf der strasse! andere institute geben nur mehr befristete arbeitsverträge her (so spart man weihnachtsgeld, usw.) und stellen trainerinnen im anschluß unter noch mieseren bedingungen an,...
herr hundsdorfer - ich hätte gerne ihre meinung dazu gewusst!

Herbert Novak1
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12.1.2012, 21:48
In Correlation mit anderen Fakten sehen

Man muß die niedrige Arbeitslosigkeit mit anderen Fakten sehen. Österreich hat die jüngsten Pensionisten (58 Jahre), 2. längste Durchschnittsstudiendauer. All das zusammen machen mindestens noch einmal 4,7% versteckte Arbeitslosigkeit aus. Nur will der Hundstorfer nicht zugeben. Sonst haben wir die Arbeitslosigkeit, die sogar knapp über die EU-Schnitt liegt.

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