Der Lebenslauf als buntes Datenkonvolut

Blog |

Mit Tools wie Visualize.me können Bewerber ihren Lebenslauf als Infografik darstellen. Allerdings ist der Service ausbaufähig

Für Grafiker sind Bewerbungsunterlagen naturgemäß immer noch mehr Aushängeschild als für Otto Normalbewerber. Ihre Lebensläufe müssen idealerweise alles andere als gewöhnlich sein - und zwar nicht nur inhaltlich, sondern eben vor allem optisch. Die kreative Bewerbung quasi als vorauseilende Visitenkarte der Arbeit.

Für potenzielle Chefs oder Personaler muss ein Lebenslauf vor allem eines sein: übersichtlich und informativ. Und weil die Datenflut auch vor den Karriereverläufen nicht haltmacht - viele haben mehrere Jobs parallel, die einzelne Firma im Leben eines arbeitenden Menschen gibt es nicht mehr -, bietet es sich an, die Informationen zur Person grafisch aufzubereiten.

Das gilt auch für Bewerber aus anderen Branchen, die sich von anderen abheben möchten. Seit kurzem gibt es beispielsweise den Webservice Visualize.me, mit dem das möglich ist.

Verschiedene Blogger haben den Service getestet oder thematisieren ihn. Auf blaupause gibt es einige Beispiele mit Link auf hongkiat.com, eine Plattform, die Tipps für Designer und Blogger anbietet. Auch auf imgriff.com sind Infos zu finden. Die deutsche Karriere-Bloggerin Svenja Hofert hat über Social Media zum Test aufgerufen. Und auch das Berater- und Coachingnetzwerk Karriereexperten.com hat sich dem Thema gewidmet.

Fazit: Die Lebensläufe sind bunt und außergewöhnlich, ob sich die Darstellung für alle Berufsgruppen anbietet, hinterfragen Karriereexperten. Denn nicht immer stellen die Grafiken schlussendlich das dar, was dem Einzelnen wichtig ist. Ein mögliches Manko in dieser Hinsicht: Das Tool holt sich die Daten aus dem Netzwerk LinkedIn. Das bedeutet Arbeit am Profil oder überhaupt erst Registrierung. (Marietta Türk, derStandard.at, 16.1.2012)

Share if you care