2011 Randphänomen

Grüne Pkws derzeit Ladenhüter

12. Jänner 2012, 13:29
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    grafik: apa

Der Anteil der Autos mit alternativer Antriebstechnologie machte nicht einmal 0,7 Prozent aller Pkw-Neuzulassungen aus

Wien - Alternative Antriebe sind auch 2011 ein Randphänomen geblieben. Der Anteil der "grünen" Pkws hat im vergangenen Jahr nicht einmal 0,7 Prozent aller Pkw-Neuzulassungen ausgemacht, geht aus den am Mittwoch veröffentlichten Daten für 2011 hervor. Einzig die reinen Elektroautos meldeten massive Steigerungsraten - ausgehend von einem geringen Niveau.

Im vergangenen Jahr wurden 631 Personenkraftwagen mit Elektroantrieb neu zugelassen, was immerhin einer Verfünffachung entspricht. Ernüchternd fiel aber die Jahresbilanz der größten Teilkategorie aus, der medial so gehypten Hybride: Hier sind gerade einmal 1310 Pkws neu zugelassen worden, knapp fünf Prozent mehr als 2010. Zum Vergleich: Der österreichische Pkw-Gesamtmarkt (neu) ist im vergangenen Jahr um 8,4 Prozent auf 356.000 Stück gewachsen. Die mit Erdgas betriebenen Modelle haben zwar um mehr als 50 Prozent zugenommen, die Zahl der Neuzulassungen blieb mit 262 (+91 Stück) aber überschaubar.

Insgesamt sind in Österreich im vergangenen Jahr knapp 2400 Autos mit Alternativantrieb (Elektro, Erdgas, Benzin und Erdgas sowie Hybrid Verbrennungsmotor/Elektro) neu in den Verkehr gekommen. Es handelt sich dabei ausschließlich um Pkws bzw. Kombis. Hinter einer kleineren Anzahl von Fahrzeugen mit Elektromotor verbergen sich Lkws und Omnibusse, diese wurden von der Statistik Austria aber nicht extra ausgewiesen.

Privatpersonen kaufen noch nicht

Laut Verkehrsclub Österreich (VCÖ) werden 70 Prozent der Elektroautos nicht von Privatpersonen, sondern von Firmen oder staatlichen Stellen gekauft. Besonders hoch sei die Elektroauto-Dichte in Vorarlberg, wo 2011 zwei Prozent aller Neuzulassungen einen Elektroantrieb hatten. "Der VCÖ weist darauf hin, dass 95 Prozent der Autofahrten in Österreich kürzer als 50 Kilometer sind, zudem stehen die Autos im Schnitt 23 Stunden am Tag", erklärte die Organisation in einer Aussendung am Donnerstag. Der Verkehr sei aber nach wie vor extrem stark vom Erdöl abhängig, "Elektroautos alleine werden aber das Problem nicht lösen."

Die großen Autokonzerne forschen seit mehr als zehn Jahren intensiv an alternativen Antriebstechnologien, ohne dass sich eine neue Schlüsseltechnologie herauskristallisiert hätte. Wasserstoffautos, Brennstoffzelle, Erdgasmotoren: Die Versuche sind zahlreich, die dabei zutage tretenden Probleme und Beschränkungen - technologisch, energetisch, ressourcenmäßig - aber auch.

Die aktuellen Hoffnungen ruhen auf dem Batterieauto, bis 2020 will das Umweltministerium (kumuliert) 250.000 Elektroautos auf die österreichischen Straßen bringen. Wie das gehen kann, wurden am Mittwoch Händler- und Importeursvertreter bei der Eröffnung der Vienna Autoshow gefragt, und ihre Antwort lautete: "Das ist uns auch nicht klar."

Akzeptable Preise

Optimisten gehen davon aus, dass sich das Problem löst, sobald die Hersteller in der Lage sind, Elektroautos in Serie zu akzeptablen Preisen anzubieten. Zum Beispiel VW, das Mitte 2013 mit einem elektrogetriebenen Golf auf den Markt kommen will.

Der bei Volkswagen für Elektroautos zuständige Manager Rudolf Krebs hat am Mittwoch in Wien eine Zwischenbilanz darüber gezogen. Seine Botschaft bestand aus zwei Teilen: Einerseits hätten die bisherigen Tests ergeben, dass Akzeptanz und Fahrfreude vorhanden seien, andererseits gebe es noch zahlreiche ungelöste Probleme, beispielsweise bei der Reichweite, dem Beladungsvorgang und den Kosten.

Dass nicht mehr allzu viel Zeit bleibt, diese Probleme zu lösen, deutete Krebs in einem Nebensatz an: "Wir haben Peak Oil aller Wahrscheinlichkeit nach bereits hinter uns." Unter dem Begriff wird das Erreichen des (weltweiten) Fördermaximums bei Öl verstanden. Die Frage, wie rasch und wie steil die Ölförderung nach dem Erreichen von Peak Oil sinkt, ist Gegenstand heftig geführter Fachdiskussionen. (APA)

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1 2 3 4
das ist fix
00
17.1.2012, 17:48
Grüne PKWs sind

nur was für Jäger, oder für Laubfroschliebhaber.

a b1
00
17.1.2012, 12:58
Verwirrt?

Nissan Leaf und Opel Ampera/Chevrolet Volt verkaufen sich in Österreich nicht, weil sie noch nicht im Laden sind. Weltweit wurden von beiden Modellen letztes Jahr über 30.000 Stück verkauft.

Anonym Anonymus
00
16.1.2012, 13:39
Hybride sind keine Lösung

Glaube nicht, dass die Gesamtbilanz eines Hybrids so positiv ist - Batterien Herstellung samt Entsorgung, schwerer (da schleppt ein auto gleich ein paar 100kg mehr herum) und der tatsächliche Verbrauch mit ca. 6 Liter ist auch nicht weniger als ohne Elektro, die "Beruhigung, dass da zwischendurch nur elektrisch gefahren wird, ist eher eine Feigenblattlösung. Da wird uns mehr einfallen müssen, dass wir mobil sein können ohne fossilen Treibstoff und das mit den Batterien ist so eine Sache mit der Herstellung und Entworgung.....

Kampfsoletti
00
13.1.2012, 18:02
Ist eine rein Politische frage.

Wenn man andere Antriebe haben möchte - muss man es so machen wie Kalifornien in den 90ern. Jeder Hersteller ist verpflichtet das der 0,5 % seiner Fahrzeugflotte ab 2013 Emisionsfrei sind. 2015 1%; 2020 10 %. Wenn nicht darf der Hersteller keine Autos mehr in der EU/Österreich verkaufen; bzw. bei geringen Verfehlungen sind Strafzahlungen welche für Forschung verwendet werden.

Erich Hofbauer
00
16.1.2012, 09:33

das wurde dort später leider auch wieder (auf Druck der Ölmultis) geändert und viele E-Autos verschrottet http://www.youtube.com/watch?v=PLf1Is3GA-M

Kampfsoletti
00
16.1.2012, 10:41
Ich weiß!

Wie gesagt alles eine Frage des politischen Willens!

zweiradler1
00
13.1.2012, 10:19
E-Mobil

Solange der Benzinpreis so niedrig ist, wird sich da nichts bewegen. E- Mobile müssen günstiger, besonders die Nachbeschaffung der Batterien, und der Benzinpreis wahrscheinlich über 4 Euro steigen, damit die Leute umsteigen. Der ÖAMTC Test is ein Schwachsinn, weil er an der Realität vorbeigeht. E-Mobile sind vorläufig reine Stadtfahrzeuge und als solche auch anzusetzen. Dort funktioniert das sehr gut. Ich bin selbst den Miev in der Stadt gefahren und kann sagen, dass es für Wien und Umgebung völlig ausreichend ist.

der Ringe
10
13.1.2012, 10:07

Grüne Autos werden nur von Frauen gekauft, Männer schauen eher auf die Technik als auf die Farbe.

linksrechts
01
13.1.2012, 07:12
ist das eine versteckte Werbung für VW???

die deutschen Autobauer versprechen seit Ende der neunziger Jahre ein funktionierendes E-Auto. Sie haben 2008 vom deutschen Steuerzahler (cdu machts möglich) 1Mrd.€ für die entwicklung von E-Autos bekommen ( bei gleichzeitgem Vorsteuergewinn aller deutschen Autobauer von 19,6 Mrd€) und haben immer noch kein ansatzweise marktfähiges Auto auf der Straße - im Gegensatz zu einigen französischen und koreanischen Modellen

WernaeI Spindelmann
04
12.1.2012, 19:18
Wer sich einen Praxisbericht anschauen will, bittesehr!

So will ich im Jahr 2012 nicht autofahren:

http://www.oeamtc.at/at/?id=25... 1657%2C%2C

MFC
00
12.1.2012, 19:53
Pensionistenfahrzeug

Ein typisches Pensionistenfahrzeug. Die haben ohnehin Zeit genug.

derLuzi
01
13.1.2012, 10:53

für langstrecken wird das e-auto die herkömmlichen autos auch noch nicht so schnell verdrängen.
wenn allerdings die 95% aller Fahrten unter 50km durch e-autos zum großteil ersetzt werden könnten, würde die umwelt schon viel gewinnen.
was die langstrecken angeht, so wird man eben auf car-sharing-modelle zurückgreifen (auf welche art auch immer).

Anonym Anonymus
00
16.1.2012, 13:43
Heisst das, dass Leute ind er Stadt dann zwei Autos haben?

Verständnisfrage? Und die Pendler haben da ein Problem. Städter haben sowieso schon den Vorteil einer guten Öffi-Struktur und die Autobahnen zum Wochenende.

nix fir unguad
11
12.1.2012, 22:47
Das e-Auto wurde ja nicht für Langstrecken konzipiert

Es ist für den Stadtverkehr ausgelegt. Kleine Atobahnstrecken bis ca. 20km bevorzugt mit 80km/h zu den 130km/h sind zum zusätzlichen stadtverkehr möglich.
Nur rechnen sich halt die Mehrkosten von €20 000 verglichen zu einem normalen Kleinwagen der €15 000 kostet für den durchschnittlichen Pendler der pro Tag 60km fährt nicht. Man müsste schon 200 - 300km pro Tag in der Stadt fahren. Das würde aber auch voraussetzen dass Sie die Zeit und die Lademöglichkeit während des Tages zur Verfügung haben.
Irgendwann muss einmal angefangen werden, und das ist nun mal der Anfang. PV-Zellen waren bis noch vor ein paar Jahren ebenfalls total unwirtschaftlich. Heute sind sie in sonnenreichen Staaten wirtschaftlich und sinnvoll.

Kampfsoletti
02
12.1.2012, 23:53
Es ist schon Trauig - soweit waren die Amis schon vor 20 Jahren!

Interessanter Beitrag
Warum das Elektroauto sterben musste!
http://www.youtube.com/watch?v=PLf1Is3GA-M

nix fir unguad
00
13.1.2012, 08:17
Diesen Streifen kann man ruhig unter Propagandamat rial ind Regal stellen! Da wird ordentlich auf die Tränendrüse gedrückt und die Verschwörungstheorie in den Vordergrund gestellt

In dem 1&1/2 Stunden wird die wahre Problematik nur ganz kurz und unzureichend erwähnt. Die Person die Sich nie mit den Kenndaten der alternativen Antriebsmethoden beschäftigt hat überhört die wahre Problematik des Elektroantriebs.
Zur Zeit gibt es nur 2 Länder in der Welt in denen der Elektroantrieb bedingungslos im Bezug der Primärenergiequelle umweltfreundlich ist. Das ist vor allem Frankreich und einer der Baltischen Staaten.
In den restlichen Staaten kann er nur begrenzt umweltfreundlich sein wenn die Elektrizität für die Ladevorgänge überwiegend aus hocheffizienten Gus & Dampfkraftwerken erzeugt wird. Das kann bis jetzt kein Energieversorger garantieren. Man bräuchte dafür einen mit einem intelligenter Zähler vernetzten Charger.

Kampfsoletti
00
13.1.2012, 10:51
Des es eine ganz objektive Doku ist habe ich ja nicht

behauptet. Aber wenn man sich die heutigen E-Modelle ansieht - ist der Unterschied nicht Weltbewegend. Es sind inzwischen 20 Jahre vergangen und es hat sich nicht viel geändert.

Schockierend ist das die Fahrzeuge verschrottet wurden. Warum? Wenn es kein Konzept ist welches ich weiter verfolgen will, lasse ich die "Spinner" halt damit fahren und stelle den Support ein. Aber Verschrotten? In 20 Jahren wäre sicher einiges weiter gegangen in der Entwicklung.

Der EV1 war auf der Strasse das ist Fakt.

nix fir unguad
00
13.1.2012, 18:05
Das Verschrotten war wirklich nicht nötig

Die gesamte Umweltbilanz war zwar schlechter als beim Verbrennungsmotor, aber das war kein Grund die paar Autos zu verschrotten. Da hat man sich PR mässig in den eigenen Fuss geschossen.

Kampfsoletti
00
13.1.2012, 21:21
Sehr eigenartig!

Die wollten die Dinger nicht mal verkaufen! Die Dinger konnten man nicht kaufen. Das ist doch sehr eigenartig für einen PKW Produzenten das er Autos verschrottet bevor er Sie den Kunden überlässt. ???

Ja bitte
00
12.1.2012, 23:45
PV-Zellen waren[...] Heute sind sie in sonnenreichen Staaten

wirtschaftlich und sinnvoll. - In welchen?
In Saudiarabien mit 2500Vollaststunden lasse ich mir das gerade noch einreden. - Aber ob Sizilien und Südspanien das heute schon schaffen bezweifle ich etwas!
Oder Vergleichen Sie mit reinen Spitzenlastpreisen? -und ist dieser Spizenlastbedarf tatsächlich so stark auf Mittag fixiert, dass sich ein Großteil davon abdecken lässt? - und der Rest geht mit billigen Dieseln, Gasturbinen oder in ein paar Jahren vielleicht Pufferakkus?

nix fir unguad
00
13.1.2012, 00:09
Wenn man 1400kWh bis 1600kWh pro kWpeak im Jahr durch PV erzeugen kann...

...dann kommt das schon an die Erzeugungskosten von Spitzenkraftwerken heran. besonders wenn diese Energie den zusätzlichen Energiebedarf (z.B. einer von kurzem eingebauten Aircon) zum Teil decken kann. Es entfallen die Kosten für die Verstärkung des Netzes. Das hat ja auch einen Wert.

somussesnichtsein
01
13.1.2012, 08:35
wenn, ja wenn der wenn nicht wäre.

in der realität erzeugen sie pro kWp im Jahr bei uns ca. 700 bis 900 kWh. abhängig ist das im wesentlichen von der qualität der anlage, der ausrichtung nach der sonne und der abschattung am aufstellungsort. die meisten realisierten anlagen werden aufs dach montiert, dächer sind jedoch selten exakt nach süden ausgerichtet und der winkel ist meist nicht ideal.

sollte an jedem haus eine nennenswerte fotovoltaikanlage montiert sein und jeder haushalt ein elektroauto über nacht aufladen wollen, so sind die niederspannungsnetze nicht ausreichend dimensioniert und müssten kostenintensiv verstärkt werden!

luke skywalker
00
13.1.2012, 12:21
Was ??

Jeder Privathaushalt hat wenigstens 10KW Anschlussleistung. Weil die 10KW zieht schon der E-Herd, wenn alles aufgedreht ist.

Und die Netze sind eben so dimensioniert, dass alle Haushalte den E-Herd gleichzeitig einschalten können ....

Und PV-Anlagen > 10KW gibt es im privaten Bereich kaum.

Und E-Autos haben kaum Akkus > 20KWh.
Wenn sie die 4h lang mit 5KW laden sind die voll.
Und das zu einer Zeit, wo es sonst kaum Verbraucher gibt.

Zu welchem Zweck müssten also die Netze verstärkt werden ??

somussesnichtsein
00
13.1.2012, 16:36
die wenigsten e-herde benötigen 10 kW

des weiteren wird sehr selten die volle leistung gleichzeitig benötigt!
des weiteren sind praktisch nie auch nur annähernd alle e-herde in einem versorgungsbereich eingeschaltet.
die gleichzeitigkeit liegt ca. 30%!
wenn alle abnehmer im 0,4 kV netz gleichzeitif 10kW brauchen würden hätten wir sehr wohl einige probleme!

mit 20 kWh werden sie mit ihrem elektroauto nicht weit kommen. um konstant 80 zu fahren benötigen sie ca. 13kW antriebsleistung, zum beschleunigen natürlich erheblich mehr...
im stadtverkehr, stop und go, wird es überhaupt knapp werden.

Töchtersöhne
00
12.1.2012, 18:23
Grüne Automobile .........

Das Lohner-Porsche Elektromobil mit Radnabenmotoren wurde bereits 1899 entwickelt.
Die elektrische Antriebstechnik und vor allem Speichertechnik hat sich aber bis heute nicht soweit entwickelt, dass eine breite Abwendung möglich wäre.

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