Heinisch-Hosek

Beamten-Aufnahmestopp würde 276,6 Millionen Euro bringen

12. Jänner 2012, 12:52

Einsparungen zusätzlich zum vorgesehenen Planstellenabbau - Heinisch-Hosek: 1000 Stellen weniger möglich, "wenn keine Pensionierung nachbesetzt wird"

Wien - Im Öffentlichen Dienst sollen zusätzlich zum bereits laufenden Planstellenabbau jährlich 1000 Stellen eingespart werden. Diese von Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) genannte Zahl zu erreichen sei möglich, indem Pensionierungen nicht nachbesetzt werden, erklärte Beamtenministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) am Donnerstag. Mit diesem Aufnahmestopp würde man in den kommenden drei Jahren insgesamt 276,6 Millionen Euro sparen.

Bei den Beamten wird seit Jahren gekürzt - seit 1999 waren es etwa 10.000 Stellen -, und dieser Kurs soll mit dem neuen Sparpaket fortgesetzt werden. In diesem Jahr sieht der beschlossene Personalplan bereits ein Minus von 721 Posten vor, im Jahr darauf 655, und 2014 sind es 486 Posten weniger. Zu diesem bereits beschlossenen Planstellenabbau gebe es ein zusätzliches Einsparungspotenzial von 1000 Stellen pro Jahr. Das sei möglich, wenn keine Pensionierung nachbesetzt wird, so die Ressortverantwortliche.

Laut Angaben des Beamtenressorts würde der Aufnahmestopp im Jahr 2012 46,6 Millionen Euro bringen, nächstes Jahr 104 Millionen Euro und im Jahr 2014 126 Mio. Euro. Die Reduktion sei dabei hauptsächlich in der Verwaltung vorgesehen. Ausgenommen vom Sparplan sind wie bekannt die Bereiche Justiz (Richter und Staatsanwälte), Bildung (Lehrer) und Polizei. In den vergangenen Jahren wurde im Öffentlichen Dienst ebenfalls abgebaut: 2009 waren es 564 Posten, 2010 599 und im Jahr 2011 619 Stellen. Eine Planstelle entspricht dabei jeweils einer vollzeitbeschäftigten Person.

"Ein Aufnahmestopp ist mehr, als den jetzigen Status quo beizubehalten, und heißt, keine Pensionierung nachzubesetzen", erklärte Heinisch-Hosek. Die Ressortchefin ortet "noch einiges" an Möglichkeiten: "Und dieses Potenzial wollen wir heben, wie der Kanzler vorgeschlagen hat." (APA)

Kommentar posten
18 Postings
sloatvie
00
15.1.2012, 13:39

Die gute Heinisch Hosek!!!!

Hat sie sich schon mal überlegt, wieviel gespart werden könnte, wenn sie diesen hysterischen Genderwahn in vernünftige Bahnen lenken würde?!!

redflatliner
01
13.1.2012, 08:12
und wann kommt endlich

eine verwaltungsreform ? Eine richtige, kein geflicke....ich muss mich leider immer wiederholen vielleicht liest ja doch mal ein politiker mit....
+ abschaffung bezirkshauptmannschaften oder alternativ länder reduzieren und aufgaben auf die BHs verteilen
+ landtage und parlament verkleinern
+ abschaffung bundesrat
+ abschaffung von bezirksschulräten
+ beamten pensionen an asvg angleichen
+ kleingemeinden unter 10000 einwohner zusammenlegen
+ 1 krankenkasse für alle

Danke !

noldman
00
13.1.2012, 08:51
Als gelernter Österreicher sage ich ihnen warum

genau das nicht umgesetzt wird (Auch nicht von Strache oder den Grünen):

Damit würden die Parteien und Politiker MACHT verlieren.

Und da der typische Österreicher extremst Obrigkeitshörig ist, wird es noch gewaltig nach unten gehen müssen, bis endlich die Bevölkerung aufwacht und die derzeitige Berufspolitikerkaste davonjägt und Reformen erzwingt.

Allerdings, in der Jugend prodelt es schon gewaltig. Da fehtl mittlerweile nicht mehr viel, damit die bei Diskussionen auszucken. Aber leider verharren die auch immer noch in ihrer verweigernden Haltung, anstatt aktiv zu werden.

Pendulum klärt
00
13.1.2012, 07:45
muhahaha...

...die lustigen politiker beschließen täglich neue gesetze, die die verwaltung umsetzen muß, aber die die umsetzen werden weniger... der für mich interessantere punkt, den scheinbar keiner bedenkt: sehr viele beamte gehören der baby-boomer generation an und fangen schön langsam an in pension zu gehen. da man schon seit einigen jahren wenig bis gar nix nachbesetzt, wirds in 10 jahren mal krachen. (in meinem umfeld sind ca 70% über 50 Jahre, was ich tun soll, wenn die alle in pension gehen ist mir vollkommen unklar - wahrscheinlich aufgrund von dann unmöglichen arbeitsbedingungen kündigen)

stoiker
00
13.1.2012, 00:10

pensionierung nachbesetzten?

Marilynn E.
01
12.1.2012, 21:28

sorry, aber bevor man nicht die aufgaben verkleinert, wird man kaum diejenigen einfach einsparen können, die diese aufgaben erledigen. ständig eine flut neer komplizierter gesetze und neuregelung beschließen, die neues personal erfordern und dann die leute streichen wollen - wer kommt auf diese gloriose idee?

noldman
00
13.1.2012, 08:42
Zumindest teilweise dürften sie das ja

mittlerweile selbst kapiert haben.

Vor ein paar Jahren gab es in der Justiz defakto über ein paar Jahre einen Aufnahmestopp. Die Bevölkerung hat es verlangt.

Tja dann kamen Hypo, Grasser und Co. und plötzlich mussten alle einsehen, das andere Länder für solche Fälle ein Anklageteam aus ca. 20 Personen zur Verfügung haben (darunter ca. 9 Staatsanwälte, Hilfskräfte und wirtschaftliches Fachpersonal) und wir mit lächerlichen 3 Staatsanwälten auskommen müssen (wovon 2 von anderen Fällen abgezogen wurden, weil selbst die 3 haben wir in Wahrheit nicht; Fachkr. fehlanzeige).

Und dann wundern sich alle die vorher laut um Einsparungen geschrien haben, wieso wir vieles Strafrechtlich nicht mehr verfolgen können.

Ohne Personal geht das halt nicht!

hulu33
00
12.1.2012, 20:28
Finds ja lustig

dass dann niemand da sein wird der die Vermögenssteuer einheben wird. Ausser natürlich man mutet es den Familien zu, dass sie dann ein halbes Jahr auf die Familienbeihilfe warten. Man wird sich entscheiden müssen, wird spannend werden.

TT1
01
12.1.2012, 17:44
Wie wir belogen werden

Im Report dieser Woche kommen folgende Fakten zu Tage: pro Jahr wurden seit den 90er Jahren 900 Beamte eingespart. Jetzt kommt der Herr Faymann und sagt großartig: 2012 sparen wir 1000 Beamte ein!
Im selben Beitrag sagt Franz Fiedler, 2000 Beamte können raschest gespart werden, wenn die Strukturen verbessert werden. Schwarzrot zieht uns alle über den Tisch. -. und wir zahlen alle dafür.

noldman
02
13.1.2012, 08:46
Der Bund braucht nicht weniger Personal er braucht MEHR!!

Wir können Personal im Staat sparen, ja das stimmt. Allerdings nicht beim Bund. Wir haben eine komplette Verwaltungsebene zu viel. Streichen wir zum Anfang mal die Bezirke. Dazu nehmen wir den Ländern die Gesetzgebungskompetenz. 9 verschieden Bau- oder Jugendschutzgesetze braucht kein Österreicher.

Ein Teil dieses zu entlasendes Personal wird weiterhin benötigt. Einfach weil so manche Aufgaben, dann die Länder, der Bund oder die Gemeinden übernehmen müssen.

Der Bund braucht zb. mehr Finanzler, mehr Richter, Staatsanwälte vor allem mit wirtschaftlichem Hintergrundwissen.

VOR Einsparungen brauchen wir eine Verwaltungsreform! Dann erst sehen wir wieviel Personal wir weiterhin benötigen und für was.

Marilynn E.
00
12.1.2012, 21:30

wenn die strukturen verbessert werden - ja!, aber die werden ja nicht verbessert. ohne aufgabenreform kein wirklicher abbau möglich. dann werden die dinge halt nicht mehr erledigt und der bürger wird ewig auf alles warten müssen.

maus 14
01
12.1.2012, 17:37

der staat ist entlastet-keine frage

der staatsbürger nicht-der zahlt dann keine 280mio an die republik , sondern 400mio an diverse andere

Promille Prolet
02
12.1.2012, 15:32
hm?

da wird uns mal wieder was vorgeflunkert.

selbst wenn jeder dieser 1000 beamte 5.000,- euro verdient (brutto), erspart man sich pro jahr höchstens 60 millionen.

es sei denn, sie haben den beamten mit dem allerhöchsten gehalt bundesweit als berechnungsgrundlage genommen (wer ist das eigentlich?) und mal 1000 personen gerechnet... der müßte dann aber immer noch 23.050 Euro pro Monat brutto verdienen.

Erich Hametner
 
00
13.1.2012, 02:15
Sind ja die Sessel auch weniger...

...und die PC´s, die Büros, etc...das kommt schon hin, wenn man das alles mitkalkuliert.
Die pensionierte Person allein spart das nicht ein, die kriegt ja auch den Ruhegenuss

Promille Prolet
00
16.1.2012, 09:13
aber gengans

sie meinen wirklich, die sessel und tische von den tausend beamten, die nach ihrer pensionierung nicht nachbesetzt werden, bringen die restlichen rund 211 millionen herein, wenn man sie verkauft?

Abin_Sur
 
07
12.1.2012, 13:34
Damit man

eine Arbeitskraft einsparen kann, muss man sie zuerst einmal überflüssig machen.
Das haben die Koalitionsparteien nicht gelernt. Wenn ich Planstellen nicht nachbesetze, muss die mehrarbeit von jemandem miterledigt werden, der auch schon bisher nicht Däumchen gedreht hat. Mittlerweile geht die Gesetzesflut munter weiter, die Bevölkerungszahl steigt, usw. usf. Das heißt, die für die Behörden anfallende Arbeit wird immer mehr, soll aber von immer weniger erledigt werden. Dass dabei ein Qualitätsverlust heraus kommen muss, verschweigen Medien und Politiker.

byron sully
09
12.1.2012, 16:45

eben. das mit dem aufnahmestop ist einfach nur billiger populismus, um den boulevard zu befriedigen. sinnvoll ist er nur dort, wo es um einen abbau von mehrgleisigkeiten in der verwaltung geht - sonst nicht.

stoiker
00
13.1.2012, 00:12

=verwaltungsreform.

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