Wiener Neustadt

Kindesmissbrauchsverdacht in Wohnheim der Volkshilfe

12. Jänner 2012, 12:11

Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt ermittelt - Ehemaliger Erzieher "teilweise geständig"

Neunkirchen/Wien - Im Wohnheim Pitten (Bezirk Neunkirchen) der Volkshilfe Wien soll es zum Missbrauch von Kindern gekommen sein. Als Verdächtiger gilt ein inzwischen ehemaliger Erzieher, bestätigte Geschäftsführer Walter Kiss am Donnerstag einen ORF-Bericht. Laut Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt geht es um Fälle aus den 1990er-Jahren und aus 2010. Ermittlungen seien im Gang, sagte Sprecher Erich Habitzl.

Der Verdacht gegen den Erzieher sei im Sommer 2010 von einer Kollegin geäußert worden, die Volkshilfe sei der Sache nachgegangen, so Kiss. Letztlich sei das Dienstverhältnis mit dem Mann nach 19 Jahren "einvernehmlich" aufgelöst worden. Außerdem sei Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt erstattet worden. Kiss betonte, dass die Volkshilfe Wien aufgrund der Verdachtslage "alle Maßnahmen getroffen" habe.

"Großteil verjährt"

Hinsichtlich der drei mutmaßlichen Opfer aus den 1990er-Jahren sei ein "Großteil verjährt", so Habitzl. In einem Fall sei jedoch ein Gutachten zu einer allfälligen Körperverletzung beauftragt, auf das die Anklagebehörde noch warte. Aus 2010 gehe es um zwei weitere Buben, die Kiss zufolge nach wie vor in Pitten in Betreuung sind und laut Habitzl kontradiktorisch einvernommen wurden. Die Ermittlungen würden laufen.

Der Beschuldigte sei "teilweise geständig". Er befinde sich auf freiem Fuß, so der Sprecher der Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt.

Bei der Hotline für Opfer, die der Weiße Ring und die Stadt Wien eingerichtet haben, sollen sich laut ORF drei mittlerweile erwachsene Betroffene aus den 1990er-Jahren gemeldet haben. Dem Bericht zufolge hat der Erzieher, nachdem sich die Volkshilfe Wien als Betreiber des Kinderwohnheimes Pitten einvernehmlich von ihm getrennt hatte, außerdem bei einem anderen Kinderheim anheuern können. Er soll in eine Einrichtung ins Burgenland gewechselt sein. "Engagierte Personen" hätten das dortige Landeskriminalamt informiert. Als Ermittlungen aufgenommen wurden, habe sich das Heim von dem Verdächtigen getrennt.

Kinder psychologisch betreut

Die Leiterin der Arbeitsrechtsabteilung der Arbeiterkammer Wien, Irene Holzbauer, sagte zum ORF, man hätte den Mann bis zur endgültigen Klärung aller Vorwürfe suspendieren oder kündigen können. Wenn Verdachtselemente vorhanden seien, so könnte auch unabhängig von der Strafbarkeit eines Verhaltens eine Entlassung ausgesprochen werden.

Die Volkshilfe Wien teilte am Nachmittag in einer Aussendung mit, dass die Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt im Sommer 2010 die Anzeige "sehr rasch zurückgelegt" habe. Die betroffenen Kinder seien umgehend psychologisch betreut worden und würden seither therapeutisch begleitet. Aufgrund neuer Verdachtsmomente habe die Staatsanwaltschaft die Untersuchungen Ende 2011 wieder aufgenommen, was von der Volkshilfe Wien "ausdrücklich begrüßt und uneingeschränkt unterstützt" werde. (APA)

Kommentar posten
21 Postings
Quasis Herr Karl
14
15.1.2012, 14:28
Ein Genickschuss

wäre die angemessene Strafe.

erwin aschenwald
 
00
28.1.2012, 14:16
einer "Arschbombe" könnte ich ...

...durchaus etwas abgewinnen; wäre in der Tradition der "spiegelnden Strafen" ....

sir osis of liver
 
02
15.1.2012, 15:40

ihre sonst so oft beschworene humanitäre einstellung als gegner der todessstrafe habe ich immer bewundert.
aber diesmal gebe ich ihnen auch recht!

Quasis Herr Karl
04
16.1.2012, 16:38
ManN entwickelt

sich weiter.
Und je länger und tiefer man den Sachen auf den Grund kennt, sie erforscht und sieht wie die Verbrecher ungeschoren davon kommen - dann ergibt sich folgende obige Idee. Als humane Alternative denke ich 25 Jahre Straflager an.

erwin aschenwald
 
22
13.1.2012, 14:24
betrifft zwar einen anderen Päd (agogen), aber die Geschichte scheint sich zu wiederholen ...

und warum plötzlich fort von hier? bekam der Prälat im Vereinsvorstand kalte Füsse oder nimmt man 'es' in Pettenbach nicht so genau?

http://?leonding.sportunion.at/?start.ph... v?2=detail

erwin aschenwald
 
12
13.1.2012, 14:26
so, dieser Link funktioniert wieder ...

http://leonding.sportunion.at/start.php... &v2=detail

"Markus Hochstaffl"
 
22
13.1.2012, 04:38
man hätte den Mann bis zur endgültigen Klärung aller Vorwürfe suspendieren oder kündigen können

T 1
Nach oben stehendem Artikel hat der Täter Geld Bekommen das im rechtlich nicht zugestanden hätte.

Erfüllt das nicht den Straftatbestand der Untreue?
Bin kein Jurist.

Die Kinder-Opfer bekommen kein Geld, weil verjährt.

Die Volkshilfe vertritt hier einerseits die Eigenen Interessen, gleichzeitig soll sie die Rechte und Interessen der Kinder vertreten und schützen.

Ein klassischer Fall eines Interessenkonfliktes, müsste hier nicht Automatisch- sofort die Kinder und Jugendanwaltschaft eingeschaltet werden?

Der oder die verantwortlichen sind aus meiner Sicht nicht mehr tragbar, man sollte sich von ihnen trennen ohne Abfertigung.

Begründung grobe Pflichtverletzung und Missmanagement sowie die daraus resultierende Schädigung des Ansehen

"Markus Hochstaffl"
 
22
13.1.2012, 05:05
Teil Zwei

T 2 Fortsetzung
die daraus resultierende Schädigung des Ansehen, der Volkshilfe.

Es ist eine Unsitte Probleme mit Tätern mittels Geld zu lösen, und somit jedes Aufsehen zu vermeiden.

Aber es ist eben genau dieses Verhalten das Dass ansehen von Institutionen Nachhaltig Schädigt oder sogar zerstört.

Man sollte sich nicht davor scheuen einen Arbeitsrechtlichen Prozess zu führen, wenn man ihn verliert dann ist es eine gerichtliche Entscheidung, die zu akzeptieren ist, auch wenn sie einem nicht Gefällt.

Persönlich halte große Stücke auf die Volkshilfe, und die Arbeit die dort geleistet wird.
Fehler aller Art Passiren überall, aber es kommt darauf an wie damit umgegangen wird.

Rechtschreibfehler und Grammatik sind mir bitte nachzusehen.

anders and
 
51
13.1.2012, 08:10

da Anzeige erstattet wurde kann keine Rede davon sein, dass man jedes Aufsehen vermeiden wollte.

Und es ist eine Unsitte Probleme mit der eigenen Ausdrücksweise dadurch zu lösen, dass man gleich mehrere Posting hintereinander loslässt.

Zu Ihrem Vorposting: jede Kinderbetreuung, von der Mutter angefangen, hat neben dem Kinderinteresse auch das eigene Interesse zu berücksichtigen - einen speziellen "Interessenskonflikt" daraus abzuleiten ist absurd.

sir osis of liver
 
02
16.1.2012, 16:44

jaja, die "Ausdrücksweise"; lieber vor der eigenen türe kehren, herr besserwisser.

"Markus Hochstaffl"
 
04
13.1.2012, 08:21
Und es ist eine Unsitte Probleme mit der eigenen Ausdrücksweise dadurch zu lösen, dass man gleich mehrere Posting hintereinander loslässt.

Was soll das Heißen Mister Anonym?

Erklären Sie sich mir!

anders and
 
40
13.1.2012, 08:44

Um eine übersichtiliche Diskussion zu gewährleisten ist es notwendig, dass man seine Meinung zu einem Thema in ein einziges Posting fassen kann - was möglich ist.

Nur Leuten, denen die Argumente ausgehen behaupten ein einzelnes Posting biete nicht genügend Raum für eine Behandlung des Themas.

Wenn jemand wie Sie vier Postings loslässt deren innerer Zusammenhang durch Antwortpostings bald nicht mehr einfach ersichtlich ist, so macht er den Thread schnell unlesbar.

"Markus Hochstaffl"
 
33
13.1.2012, 05:13
Teil Drei

Stimmen Sie mir zu Grün

Bei Nein bitte Rot

erwin aschenwald
 
14
12.1.2012, 22:34
Noch so einer: 1974-1979 in der "Bubenburg" des Kapuzinerordens,

nach 'Vorfällen' einvernehmlich verabschiedet, war bis Herbst 2011 bei Union Leonding als Jugendleiter tätig. Ehemalige Zöglinge verständigten den Prälaten im dortigen Vereinsvorstand, Herr W. zog weiter nach Pettenbach.....
1984 war Verjährung eingetreten, teilte die StA den Opfern mit. Für den Heimleiter, Kapuziner Magnus Kerner, war es nach 1970 der zweite Fall, dass er einen pädokriminellen Mitarbeiter der Strafverfolgung entzog. Er erhielt 1982 (dafür?) das Sozialehrenzeichen der Stadt Innsbruck.

http://www.union-sparkasse-pettenbach.at/content.p... ent_id=373

erwin aschenwald
 
14
12.1.2012, 22:39
mehr dazu:

bubenburg.blogspot.com

Kaputt Nick
 
60
12.1.2012, 20:46
§104a StGB

Menschenhandel mit Kindern!

Mutmaszlicher Täter: Volkshilfe&co !!

Kaputt Nick
 
00
29.2.2012, 14:50
weil die "volkshilfe" dem dr. gross am spiegelgrund noch bis in

die 60er Jahre "material" (auch in Form von bis zu 3-jährigen) zugeführt hat.

"manches2 davon noch im Gurkenglaserl der Ludwig-Boltzmann-Institute zu bestaunen

die naive
00
13.1.2012, 14:33

Wieso vermuten bzw glauben Sie das?

Amalrich
 
22
12.1.2012, 16:23

Was für kranke Menschen es gibt!

LCD
00
13.1.2012, 06:24

Deswegen werden sie ja in Anführungszeichen "Engagierte Personen" genannt.

Herr Plumm
110
12.1.2012, 14:42

sowas darf einfach nicht verjähren!!!

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