Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate
In 15 Tagen bzw. 360 Stunden - denn es musste dafür natürlich rund um die Uhr gearbeitet werden - hat die chinesische Broad Group kürzlich dieses 30-stöckige Hotel hochgezogen. Dieses Video (auf der Website der Broad Group auch in HD erhältlich) dokumentiert das Ganze.
Aufmerksame Beobachter wissen es ohnehin schon lange: Zwischen dem Bau von Wolkenkratzern und Finanzcrashs besteht eine "ungesunde Korrelation", das zeigt nun auch eine neue Studie von Barclays Capital für ihren alljährlichen "Wolkenkratzer-Index". Oft seien die höchsten Gebäude der Welt einfach nur die augenfälligsten Auswüchse eines breit angelegten Hochhaus-Baubooms, der wiederum darauf hinweise, dass große Mengen an Kapital fehlinvestiert werden - worauf dann nahezu unweigerlich der wirtschaftliche Einbruch folge, schreiben die Autoren.
Jüngstes Beispiel für die Stichhaltigkeit ihrer These ist den Experten der weltgrößte Wolkenkratzer "Burj Khalifa" in Dubai: Die letzten paar Stockwerke des 828 Meter hohen Bauwerks mussten schon mit Geld des benachbarten Scheichs Chalifa bin Zayid Al Nahyan aus Abu Dhabi bezahlt werden, der mit einer milliardenschweren Geldspritze einsprang. Dafür wurde der Turm, der in der Bauphase als "Burj Dubai" firmierte, später auch nach ihm benannt. Mit dem Platzen der Immobilienblase in Dubai brachen die Preise schlagartig um 50 Prozent ein; wie es mit zahlreichen weiteren dort geplanten Großprojekten nun weitergeht, ist höchst ungewiss.
Kein langes "Equitable Life"
Über die gesamten letzten 140 Jahre betrachtet hat die Fertigstellung gigantischer Bauwerke immer wieder ökonomische Niedergänge markiert: Schon die Fertigstellung des ersten "Wolkenkratzers" der Welt im Jahr 1873, des 40 Meter hohen "Equitable Life"-Gebäudes in New York, zog eine fünfjährige Rezession unmittelbar nach sich. Als 1931 in derselben Metropole das "Empire State Building" eröffnet wurde, befand sich die "Great Depression" schon auf ihrem Höhepunkt.
In Chicago wurde wiederum 1974, just zur Zeit des "Ölschocks", der heutige "Willis Tower" fertiggestellt (damals hieß er auch offiziell noch "Sears Tower"). Und auch während der Errichtung der "Petronas Towers" in Kuala Lumpur, die nach der Fertigstellung 1998 mit ihren 452 Metern für einige Jahre welthöchstes Bauwerk waren, stürzten die asiatischen "Tigerstaaten" in eine Finanzkrise.
Diesen Korrelationen folgend macht man sich bei Barclays Capital nun große Sorgen um Indien und China: Das Reich der Mitte will bis 2017 nämlich die Zahl seiner Wolkenkratzer fast verdoppeln (von 75 auf 141). Hier mehren sich die Anzeichen für das Platzen einer Blase ohnehin schon gewaltig, die Immobilienpreise gingen in den letzten Monaten stetig zurück.
Und in Indien wird derzeit sowieso gleich am zweithöchsten Wolkenkratzer der Welt gebaut: Der "India Tower" in Mumbai soll nach seiner für 2016 geplanten Fertigstellung rund 720 Meter Höhe erreichen. 13 weitere mehr als 240 Meter hohe Türme sollen in den nächsten fünf Jahren entstehen.
Sorgen auch um London
Für die Analysten von Barclays Capital Research ist es evident, dass dieser Hochhaus-Bauboom große Gefahren eines wirtschaftlichen Niedergangs in sich birgt. Mehr als die Hälfte aller in China geplanten Großbauten werde nämlich schon in Städten im Landesinneren, abseits der wohlhabenderen Küstenregionen, entstehen. Hier sei also eine Abwanderung in zweit- und drittrangige Städte im Gange.
Aber auch in London sollte man beginnen, sich Sorgen zu machen, so die Analysten. Auch dort sind zahlreiche Großprojekte geplant oder in Bau, allen voran der 310 Meter hohe "The Shard", der nach seiner noch für heuer geplanten Fertigstellung mit 310 Metern das zweithöchste Gebäude Europas nach dem Moskauer "Mercury City Tower" sein wird. (map, derStandard.at, 12.1.2012)
Neues Gebäude von Coop Himmelb(l)au soll spätestens Mitte 2014 bezogen werden - Bankenaufsicht macht hunderte weitere Arbeitsplätze nötig
Der Nachfolger der New Yorker "Twin Towers" hat seine endgültige Bauhöhe von 541 Metern erreicht
Die noch in Bau befindliche Zentrale der "Tageszeitung des Volks" erinnert manche zu sehr an das männliche Geschlechtsorgan
Das mit Abstand höchste Bauwerk der Welt, der Burj Khalifa, ist im Ranking der höchstgelegenen Aussichtsplattformen nur Dritter. Eine Momentaufnahme
Am 24. April 1913 wurde das New Yorker Woolworth Building eröffnet. Bis 1930 war es das höchste Gebäude der Welt
Am Donnerstag wurde es eröffnet, am Freitag wird das Gebäude des Londoner Architekten Terry Pawson erstmals bespielt
Das neue Gotteshaus im Seelsorgezentrum der Voestalpine in Linz liegt mitten am Betriebsgelände, umgeben von Hochöfen und Stahlkessel
Hälfte-Eigentümer IVG Immobilien muss Franken-Kredit in Pfund umwandeln, Anleger könnten Schadenersatz geltend machen
Mit dem 355 Meter hohen "JW Marriott Marquis" in Dubai wurde kürzlich das höchste ausschließlich als Hotel genutzte Gebäude der Welt eröffnet
Auch Kasernen und ehemalige Gefängnisse können vermutlich schon ab Jänner für die Dauer von 50 Jahren gepachtet werden
Es sei "absolut unmöglich", die Höhe der Nachzahlungen für die italienische römisch-katholische Kirche festzulegen
Baukonzern machte Angebot, für 198 Millionen mehr und auf eigenes Risiko fertigzubauen
Senat entscheidet am Samstag über weitere Zusammenarbeit mit Baukonzern Hochtief - Eröffnung im Frühjahr 2017 vorgesehen
Nach rund 20-jährigem Rechtsstreit wurde das Gebäude dem privatem Verein Sing-Akademie zugesprochen
Nach sechs Jahren Bauzeit ist der Moskauer "Mercury City Tower" mit seinen 338 Metern fertig
"Spiegel" berichtet von massiv gestiegenen Errichtungskosten - Präsident Draghi sagte Teilnahme am Richtfest kurzfristig ab
Beim Neubau der Europäischen Zentralbank in der Main-Metropole wird "Richtfest" gefeiert, der Umzug ist für 2014 geplant
Das Design des neuen "Phoenix International Media Center" in der chinesischen Hauptstadt folgt der Form des "Möbius'schen Bandes"
Das weltbekannte Wahrzeichen der französischen Hauptstadt bekommt kleine Windräder und Solarzellen - Umbau bei laufendem Besucher-Betrieb bis Ende 2013
90-jähriger Modeschöpfer Pierre Cardin will 244 Meter hohen "Lichtturm" bauen
Renzo Pianos umstrittener Wolkenkratzer "The Shard" in London ist kürzlich eröffnet worden. Gleichgültig lässt er niemanden zurück
Die von Renzo Piano erdachte "Scherbe" ist das höchste Gebäude Westeuropas - Finanziert wurde der Bau mit Mitteln aus dem Emirat Katar
Erster neuer Turm am "Ground Zero" vor der Fertigstellung - Tausend Bauarbeiter nahmen an Zeremonie in New York teil
Abschluss der Generalsanierung des Wiener Architekturjuwels bis 2016 geplant - Gesamtkosten belaufen sich auf rund zehn Millionen Euro
Ob in Einzelteilen oder am Stück - Häuser werden immer wieder um wenige Meter bis viele Kilometer übersiedelt
ist für die Al Maktuums in Dubai der absolute Schmach. Auf den Strassenschildern ist die Umbennung auch nicht gänzlich nachgezogen worden.
Der ganze Wahnsinn in den Emiraten ist nur aus der alten Stammeskonkurrenz der Maktuums in Dubai und den Zayid's in Abu-Dhabi erklärbar.
Man könnt es auch als eine Art Potlatch interpretieren.
Die Maktuums haben mit den Emirates eine schöne Fluglinie. Also kaufen sich die Zayids auch gleich 40 Airbus, obwohl sie noch keine Landelizenzen haben. Macht nix, kauft man sich halt noch eine Fluglinie (Air-Berlin) dazu, damit die Flieger auch wo hinfliegen können.
geplanten Großprojekten nun weitergeht, ist höchst ungewiss".
Das ist nicht ungewiss. Die sind alle definitiv gestorben. Das hatte nie eine ökonomische Basis.
Es gibt gigantische Überkapazitäten. Vielfach stehen auch nur die äusseren Hüllen. Es gibt Wolkenkratzer, die stehen komplet leer.
Dubai entleert sich auch zusehends. Früher war ich auf der Fahrt zum Flughafen immer nerviös auf der 6-spurigen Stadtautobahn im Stau stecken zu bleiben und den Flieger zu versäumen. Sie haben als Reaktion auf die Verkehrssituation Salik (City-Maut) eingeführt und eine U-Bahn gebaut. War alles nicht notwendig. Nun fährt man sehr locker und entspannt zum Flughafen.
ach, um china machen sich die finanzexperten sorgen...
wenn finanzexperten etwas sagen, dann ist das fast so toll, als wenns im standard steht...
und was fuer exakte hochwissenschaftliche argumente...
vielleicht sollte ich doch mein ganzes geld in china veranlagen ...
ach ja, das mit griechenland, das haben die jungs ja uebersehen. und sonst eigentlich auch alles was die letzten 100 jahre so wichtiges passiert ist. diese schwammerln.
Bricht die Wirtschaft ein, endet jeder Wolkenkratzer-Bauboom, no na. Da hineinzuinterpretieren, dass Wolkenkratzer-Booms die Krise auslösen bzw anzeigen, ist schon sehr gewagt.
Da regelmäßige Krisen bei unserem dzt System systemimmanent sind, werden auch Baubooms regelmäßig enden - welch Erkenntnis!
Wolkenkratzer-Booms lösen nicht die Krise aus - das steht aber auch so nicht hier.
Vielmehr ist es umgekehrt: Wolkenkratzer-Booms entstehen während extremer Hochphasen, die regelmäßig mit (extrem) niedrigen Zinsen verbunden sind. Dies führt zu Fehlallokationen und die Menschen investieren in Bauprojekte, die niemand braucht. Endet der Boom ist es mit dem Rest auch vorbei.
Es geht hier nicht um Kausalität sondern um Signale.
Das Öl haben die Abu-Dhabis.
Ein Spruch vor der Krise lautete: Die in Abu-Dhabi haben das Öl, die in Dubai das Hirn.
Inzwischen heisst es: Die in Dubai sind mit 200 km/h ungebremst an die Wand gekracht. War doch gut, dass wir in Abu-Dhabi nur mit 60 unterwegs waren.
Die Emirate haben Budget-Hoheheit. Abu-Dhabi ist nicht verpflichtet Dubai unter die Arme zu greifen. Real müssen sie es tun, weil es sonst die Emirate zerreisen würden. Analog unserer Griechenland-Hilfe.
Burj Chalifa klingt eh viel besser ;)
Am Montag bin ich wieder vor ihm gestanden - und ich muss sagen, mir ist egal wer die letzten Meter gezahlt hat - er ist verdammt beeindruckend. Rein subjektiv ist es mir in Dubai vorgekommen , dass wieder mehr Baustellen belebt waren als 2010 . Aber Einbildung kann ja bekanntlich auch eine Bildung sein :)
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.