Umfrage

Urlaub für Österreicher unverzichtbar

12. Jänner 2012, 10:52

Die Österreicher wollen nicht auf ihren Urlaub verzichten - 2012 wollen sie wieder mehr Geld für Reisen ausgeben - Sicherheit wichtig

Der Großteil der Österreicher will nicht auf den Urlaub verzichten. Das ergab eine Umfrage von Ruefa zu Reiseplänen, Urlaubsbudget und Buchungsverhalten. Die Urlaubslust soll 2012 sogar leicht steigen, knapp drei Viertel der Bevölkerung planen eine Urlaubsreise (74 Prozent). In den einkommensstarken Schichten haben sogar 92 Prozent vor zu verreisen. Zudem wollen die Österreicher auch öfter Urlaub machen. 21 Prozent gaben an, öfter verreisen zu wollen. 62 Prozent wollen immerhin gleich oft verreisen wie 2011, und nur 13 Prozent wollen sich einschränken.

Sommerzeit ist und bleibt Urlaubszeit

Besonders wichtig ist den Österreichern der Urlaub während der Sommermonate, 55 Prozent wollen auf gar keinen Fall auf die Reise in der Feriensaison verzichten. Für 13 Prozent ist der Winterurlaub nicht wegzudenken. Aber nicht nur länger geplante Reisen sind den Österreichern wichtig. Auch spontane Kurztrips wie Städtereisen oder ein Wellenesswochenende sind für immerhin 26 Prozent unverzichtbar.

Trotz Eurokrise und des Gefühls von Unsicherheit schätzen 50 Prozent der Befragten ihre wirtschaftliche Situation als gut oder sehr gut ein. Jeder Fünfte will mehr Geld für Urlaub ausgeben. Für 69 Prozent hat sich die Wirtschaftskrise laut Umfrageergebnis nicht auf ihre persönliche Situation ausgewirkt. Das zeigt sich auch an den geplanten Ausgaben für Urlaubsreisen. 26 Prozent der Befragten wollen mehr als 2000 Euro pro Person ausgeben, Nebenkosten wie Essen, Souvenirs und Ausflüge nicht eingerechnet. Für 14 Prozent liegt das geplante Urlaubsbudget zwischen 1500 und 2000 Euro, 18 Prozent wollen zwischen 1000 und 1500 Euro und 25 Prozent 500 bis 1000 Euro für den nächsten Urlaub verwenden.

Österreicher urlauben im Inland und hochwertig

Dabei will ein Fünftel sogar mehr für den Urlaub ausgeben als im Vorjahr, rund 70 Prozent etwa gleich viel. Der Trend beim Reisen geht in Richtung Luxus. Hochwertige Angebote sind gefragt, gehobene Hotels stehen ganz oben auf der Wunschliste. Bei der Unterkunft wollen 59 Prozent auf gar keinen Fall sparen, auch nicht bei der Verpflegung. Restaurantbesuche, Ausflüge und Unterhaltung gehören zu den Fixpunkten im Urlaub.

Bei den beliebtesten Destinationen liegt Österreich an der Spitze, 42 Prozent wollen im Inland urlauben. Nach Italien zieht es 21, nach Spanien/Portugal 14, nach Deutschland/Schweiz zwölf und nach Kroatien elf Prozent der Urlauber. Am beliebtesten sind Badeurlaube (39 Prozent), Städtereisen (34 Prozent) und Aktivurlaub (25 Prozent). Für Urlauber über 50 Jahren sind neben Städte- und Badereisen vor allem Aktivurlaube mit Wandern, Skifahren und Outdoor, Studienreisen und Kreuzfahrten attraktiv. Menschen zwischen 20 und 30 Jahren interessieren sich vor allem für Strandurlaube, Citytrips und Fernreisen.

Sicherheit ist entscheidend

Wichtig ist den Österreichern das Thema Sicherheit, es steht bei der Entscheidung über den Urlaub ganz oben. Hier zeigt sich auch eine sehr deutliche Veränderung gegenüber 2011, wo Sicherheit als Kriterium noch auf dem vierten Platz nach Kosten, Wetter/Klima und Kultur lag. Die Unruhen in Nordafrika etwa spielen für 17 Prozent der Befragten eine Rolle bei der Urlaubsplanung, wobei Frauen (21 Prozent) etwas vorsichtiger sind als Männer (13 Prozent). Aufgrund möglicher Bedrohungen durch Unruhen entschieden sich 60 Prozent für eine andere Destination, 21 Prozent warteten mit der Buchung noch ab. Die Griechenlandkrise ist nur für zehn Prozent relevant.

Wichtig für eine Buchungsentscheidung sind auch die Schönheit der Destination (65 Prozent) und der Erholungswert der Reise (62 Prozent). Für die Hälfte der Befragten spielt es eine Rolle, ob es am Urlaubsort Neues zu entdecken gibt und wie sich das Kulturangebot darstellt. Erst dann folgen Wetter/Klima und die Kosten.

Nach wie vor zeichnet sich ein Trend in Richtung Online-Nutzung ab. Informationen über das Urlaubsland werden immer häufiger aus dem Internet bezogen, für 38 Prozent sind Bewertungen auf Internet-Plattformen relevant, Tendenz weiter steigend. Vor allem jüngere User nutzen das Online-Angebot. Ein weiterer Trend sind kurzfristige Entscheidungen. Vor allem bei Kurzreisen wird eine Woche bis maximal einen Monat vor Reiseantritt gebucht. (red, derStandard.at, 12.1.2012)

Kommentar posten
20 Postings
1116er
00
13.1.2012, 15:07
"Der Trend beim Reisen geht in Richtung Luxus"

eh, was man zu hause nicht hat, das will man wenigstens im urlaub haben!

nicht mal das tollste und teuerste hotel auf dieser welt hat ein ähnlich gutes bett, wie es bei mir im schlafzimmer steht. DAS ist der wahre luxus!

und wer in seinem alltag nicht anderen in den a kriechen muss, der braucht auch den ausgleich dafür durch das hotelpersonal nicht.

luxusliebhaber? nein: minderwertigkeitskomplexler!

AlBundyFan
 
11
13.1.2012, 11:35
jaja - land der armen geknechteten

aber hunderte bis tausende € für eigentlich nicht lebensnotwendige fernreisen haben dann doch alle übrig....

hört endlich auf mit dem märchen der ach so armen österreicher.

sowieso
00
12.1.2012, 22:51
wie geht das?

5 Wochen Urlaub um max. 500,--???
Die Werte sind das Budget fürs ganze Jahr!
Im bin Camperin und verbring eine Urlaubswochen bei den Eltern, und das geht sich trotzdem nichtmal annähernd aus!
Wie soll das gehen?

Aster X
00
13.1.2012, 10:01
350,- pro Person (2 Erw. + 2 Jugendl.)

8 Tage in Dalmatien, Wohnung DIREKT am Mehr in einem hübschen Örtchen, 50/50 selber kochen und essen gehen. Das perfekte Urlaub!

Aster X
00
13.1.2012, 09:56
350,- pro Person (2 Erw. + 2 Jugendl.)

Sonata
00
12.1.2012, 21:41
Wenn ich mich im Urlaub zu Hause erhole...

bin ich dann gar nicht wirklich im Urlaub?

Sonata
00
12.1.2012, 21:39
Wenn ich Urlaub habe und

Karl Bergerle
30
12.1.2012, 18:24
88% finden ihre pers. wirtschaftliche

Situation zwischen sehr gut und zufriedenstellen, wieso gibt es dann 40% Arme?

Chien de Pique
06
12.1.2012, 21:23

Weil unsere seltsame Armutsdefinition für sich praktisch nichts über Bedürftigkeit und Lebensqualität aussagt.

politisch verfolgt
03
12.1.2012, 19:01
weil

attac publicity braucht.

Andreas W
51
12.1.2012, 20:09
Wohl eher, weil die Armen bei sowas nicht befragt werden!

Manche haben kein Telefon - damit fuer solche Umfragen schon mal nicht erreichbar

Manche geben nicht zu arm zu sein, selbst wenn's noch so anonym befragen

etc

Chien de Pique
00
13.1.2012, 17:01

Das trifft sicher für Obdachlose und tw. Menschen in Einrichtungen, aber sonst? Sogar die Armen in den Entwicklungsländern haben vielfach Telefone, es gibt schon fast so viele HandynutzerInnen wie Menschen (wobei natürlich viele mehrere Verträge haben und mehrfach zählen).
Allerdings haben relativ viele Menschen gar kein Festnetz mehr.

Timagoras
 
24
13.1.2012, 00:29
"Manche haben kein Telefon - damit fuer solche Umfragen schon mal nicht erreichbar"

.
bledsinn!
einen telefon-anschluss kann sich in Ö jede mindestrentnerin leisten.
wer heute kein telefon (oder mobile) besitzt, tut dies aus überzeugung bzw. "verweigerung", und nicht aus armut (abgesehen von den ca. 40.000 obdachlosen).

in Österreich gilt als arm, wer sich kein i-phone und keinen 46''-flat-screen leisten kann.

politisch verfolgt
03
12.1.2012, 21:19
ja klar

40% der österreicher sind so arm, daß sie kein telefon haben.

Anton J. Helmreich
02
12.1.2012, 16:41
26 Prozent der Befragten wollen mehr als 2.000 Euro pro Person ausgeben

also ich will nicht - aber ich werd wohl müssen...

Angelika70
21
12.1.2012, 17:12

Dann machen sie aber irgendetwas falsch.

no so ana
00
12.1.2012, 13:00

Geht's hier jetzt um Urlaub oder um Urlaubsreisen?

gottisttot
00
12.1.2012, 15:47

Es geht um Werbung für Ruefa.

Seria
01
12.1.2012, 12:05

der Österreicher kann eher auf Arbeit verzichten

devil duck
00
13.1.2012, 12:51

ja könnte ich. es gibt so viele schöne orte auf dieser welt die gerne ausgiebig bereisen würde. und auch sonst wüsste ich einiges.

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