Offener Brief an die Unterrichtsministerin

Lehrerbildung "neu": Wozu Universitäten zweiter Klasse?

Kommentar der anderen | 11. Jänner 2012, 19:31

Erst war die "Pädak", dann die "PH" - Jetzt droht die nächste Umtaufe - und damit nach der "Neuen Mittelschule" ein weiterer Etikettentausch ohne reformpolitische Substanz - Cui bono? - Von Josef Christian Aigner

Sehr geehrte Frau Ministerin! Als eine von mir bisher in Ihrem Wirken geschätzte Ressortleiterin enttäuscht mich Ihre Politik in Sachen LehrerInnen- bzw. PädagogInnenbildung neu einigermaßen: Obwohl Sie hier die Gelegenheit hätten, mit dem Koalitionspartner - in Gestalt unseres Exrektors und Ministers Töchterle - einmal an einem Strang zu ziehen, ohne weltanschauliche Rückgratgefährdungen zu riskieren (wie etwa beim Neologismus "Neue Mittelschule" ...), tun Sie beharrlich das Gegenteil: Ginge es nach Ihnen, soll die (Aus-)Bildung von Lehrern, ja auch von Elementar- und Sozialpädagogen (die "PädagogInnenbildung neu") nicht - wie in fast ganz Europa bewährt - an der Universität als höchster Bildungseinrichtung stattfinden, sondern an neu aufgemöbelten alten Bildungseinrichtungen: den sogenannten "Pädagogischen Universitäten".

Ich fürchte, dass Sie hier einer gewissen Ressortblindheit aufsitzen, weil die "Pädagogischen Hochschulen" (PHs), die hier bevorteilt werden sollen, in Ihr Ressort und den Machtbereich Ihrer Partei fallen. Dabei gibt es genügend (auch PH-interne!) Kritiker/-innen, die meinen, dass die PHs noch nicht einmal den letzten Etikettenwechsel (manche reden gar von -schwindel!) von den "Akademien" zur "Hochschule" verkraftet haben - und schon droht (aus meiner Sicht) die nächste Umtaufe: "Pädagogische Universitäten"!

Ich gehöre - wohlgemerkt - zu jenen Universitätsleuten, die den Fachhochschulen und auch manchen PHs sehr kooperativ gegenüberstehen und die auch schon mit PH-Kollegen geforscht haben. Und gerade diese Kooperationen ermöglichten mir einen Einblick - den kritische PH-Insider übrigens teilen: Was an den "Pädaks" und PHs bei der Personalrekrutierung (teils ausschließlich Lehrerinnen) bezüglich fachlicher und handlungsbezogener Ausrichtung jahrzehntelang üblich war, hat mit Wissenschaft und damit mit Universität nichts zu tun; was ja noch nichts Schlechtes ist - aber doch etwas Reformbedürftiges.

Seltsame "Aufwertung"

Nichtakademische Lehrende, die ihrerseits Akademiker/-innen ausbilden sollen, recht eng auf Schule (und nur auf Schule) konzentrierte humanwissenschaftliche Kompetenzen usw. sind nicht einfach in ein paar Jahren zu überwinden, wie Sie meinen, sondern sollten für eine "neue" Lehrer- und Pädagogenbildung ehebaldigst der Vergangenheit angehören.

Ihr Beharren auf "Pädagogischen Universitäten" als führenden Institutionen entwertet zugleich die Pädagogenbildung: Diese "umgemascherlten" Hohen Schulen werden unweigerlich "Universitäten zweiter Klasse" bleiben. Die Medizin-Unis - hier gerne als Vergleich angeführt - sind wegen ihrer großen Tradition als Uni-Fakultäten ein schlech- tes Beispiel! Wozu also diese pseudouniversitäre Zweitklassigkeit und warum zu diesen wichtigen Berufen - wohl auch kostengünstiger! - nicht an den führenden Bildungsinstitutionen ausbilden?

Darüber hinaus ist bekannt, dass gute Lehrer/-innen glühende Vertreter ihres Faches sein sollten, wollen sie Kinder und Jugendliche dafür begeistern. Dieses "Glühen" setzt einen hohen fachlichen Standard voraus, den letztlich nur die Universität garantieren kann. Natürlich muss nicht jeder Lehrer ein kleiner Forscher werden; aber nur eine Kombination von Forschung und Lehre, wie die PHs sie in vielen Fächern nie bieten können, führt zu wissenschaftlicher Neugier und zu Enthusiasmus, wie sie gute Lehrer/-innen benötigen.

Eines der wichtigsten Argumente gegen "Pädagogische Universitäten" ist, dass hier von Kindheit an bis zur eigenen Ausbildung eine "Monokultur" verfestigt würde, die schon bisher problematisch war und ist: Kaum ein Beruf ist derart biografisch verankert und belastend wie jener der Lehrer/-innen (man sehe nur auf die Burnout-Rate!). Mit keiner anderen Ausbildung schließen die Betroffenen so unmittelbar an ihre eigene Kindheit an wie mit dieser: Jeder schleppt seine eigenen (teilweise problematischen) Schulerfahrungen vom Schuleintritt weg mit sich herum. Und eben noch vor der Matura gezittert, stehen sie dann als Lehrer/-innen wieder in bzw. vor der Klasse ...

Raus aus der Monokultur!

Dies verlangt nicht nur eine reflexive Persönlichkeitsbildung, sondern auch ein Aufbrechen dieser biografischen Kontinuität, wie sie in eigenen "Lehrer-Unis" schwer möglich ist, weil diese in Fortsetzung der eigenen Schullaufbahn deren monokulturelle Prägungen fortschreiben: nur nichts von draußen reinkommen lassen; immer nur im eigenen (Schul-)Saft braten; zu wenig Distanz zum eben erst selbst Erlebten; Gegebenes leichter hinnehmen ... Genau das sind ja häufige Probleme im Lehrerberuf: Unbeweglichkeit, Reformmüdigkeit, ängstliches Beharren, hierarchiegerechte Folgsamkeit.

Wer hingegen schaut, was Lehramtsstudierende aller Schulstufen etwa an der Universität Frankfurt als Prüfungsfächer wählen können, dem wird bewusst, was Lehrerbildung noch sein könnte: "Gewalt in der Schule", "Demokratie und Demokratietheorie", "Geschlechterverhältnisse und Familienpolitik" u. a. m.

Diese Offenheit und Vielfalt von Bildung, so meine ich, müssen wir von einer wirklich neuen Pädagogenbildung erwarten - und dies kann nur die Universität mit ihren verschiedenen Fakultäten bieten. Wer verhindert, dass die Lehrerbildung endlich auch in Österreich universitär wird, und zwar von der Krippe bis zur Erwachsenenbildung, wer vereitelt, dass die Pädagogischen Hochschulen langsam in die Universität hineinwachsen können und damit selbst aufgewertet werden, verhindert zugleich die bestmögliche (Aus-) Bildung für jene Berufe, die für unsere Gesellschaft ungleich wichtiger sind, als wir es ihnen heute zugestehen. Das können Sie doch nicht wirklich wollen? (Josef Christian Aigner, DER STANDARD, Printausgabe, 12.1.2012)

Josef Christian AIGNER, Psychologe und Psychoanalytiker, lehrt an der Fakultät für Bildungswissenschaften der Universität Innsbruck.

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suchoi7
00
19.1.2012, 16:51
Was hier viele übersehen

ist der Inhalt des Artikles von C.Aigner. Pädaks, die den Umbau auf PHs nicht geschafft haben, werden zu "kleinen" Unis umgebaut. Ohne Basis, ohne Konzept. Wie einfach wäre die Welt, wenn die eigenen Befindlichkeiten nicht den Blick über den Tellerrand verstellen würden. Warum muss denn alles mehrmals erfunden werden? Ein Besuch in Skandinavien genügt doch!! Alle Ausbildung an die Universität. Und das Gute der Pädaks mitnehmen.

esoxLucius
32
13.1.2012, 10:27
Die Unis in allen Ehren...

...aber für die Leute, die dort unterrichten, ist die Lehre oft lästige Ablenkung von ihren Forschungsinteressen. Davon abgesehen hat ein großer Teil von ihnen keine Ahnung, wie man Lehrstoff ansprechend präsentiert. Wie solche Leute Lehrer ausbilden sollen, ist mir schleierhaft.

Und die Behauptung, Uni-Lehrer seien reflektierter, reizt mich zum Schmunzeln....

Tiroler xxx
12
12.1.2012, 22:23
von einer angehenden Lehrerin...

Wenn das Studium an der PH länger und schwieriger wird, gibt´s bald keinen mehr, der noch VS- bzw. HS-Lehrer werden will. Ich z.B. studiere an der Uni, mit mir haben 16 andere Studenten in meinem Fach angefangen. Jetzt studieren noch 10. 5 wollen gar nicht mehr Lehrer werden. In den nächsten 10-15 Jahren wird allerdings die Hälfte der Lehrer unseres Faches pensioniert!!! Soll heißen, je schwieriger das Lehramtsstudium wird, desto weniger werden sich langfristig dafür interessieren. Wenn ich in Summe 5-6 Jahre studieren muss, um in einer Hauptschule eine volle Lehrverpflichtung zu erhalten - das sieht die Lehrerbildung "neu" vor - das Ganze auf Universitätsniveau, dann schaut´s mit Lehrern in Zukunft ziemlich schlecht aus.

entenkrages
00
23.1.2012, 12:02

dann sollte man halt den lehrerberuf aufwerten. gesellschaftlich und finanziell. das geht aber nur, wenn die lehrer selbst auch aufgewertet werden.

bei den leuten, die sich JETZT fürs lehramt und gegen die wissenschaft entscheiden, ist es kein wunder, dass sie gleich überfordert sind.

aha
01
12.1.2012, 22:58
PH/PU

Trotz des ministeriellen Anspruchs, LehrerInnen sollen "nur die Besten" werden, nehmen die PH - obwohl Aufnahmsprüfung - dzt. und in den nächsten Jahren beinahe jede/n. Auch wenn das Studium länger wird und man "Universität" genannt wird, wirds dort nicht schwieriger. Jedenfalls nicht im Sinne von zu erbringenden Denkleistungen...
Aber wenn unsere tatsächlichen Universitäten weiter so ausgehungert werden, wird man sich vielleicht eines Tages auf derselben Ebene treffen...

Tiroler xxx
00
13.1.2012, 00:25
PU

In Medizin bzw. Psychologie gibt es Aufnahmeprüfungen, an der PH sind das eher Workshops mit Selbsteinschätzungsphasen.
Ich kenne die Ausbildung an den PHs nicht im Detail, habe allerdings einige Freunde und Bekannte, die Lehrer an Volkschulen bzw. Hauptschulen sind. Ich finde, die machen echt einen tollen Job, haben super Ideen, können vieles umsetzen, sind kreativ. Die haben aber z.B. Seminare, wo man lernt, wie man an der Tafel schreibt und ein Tafelbild erstellt... hey, ohne Flax, als ich meine erste Stunde gehalten hab und was auf der Tafel schreiben sollte, wurd´s echt peinlich. So banal es auch klingen mag, ich hab´s dann in der Uni im Seminarraum geübt. Man könnte voneinander lernen in vielen Dingen!!!

Fips78
011
12.1.2012, 20:37
wer hier die pädaks, die sich seit neuestem pädagogische hochschulen schimpfen dürften, verteidigen will, kriegt ganz schön sein fett ab, hähähähähähähä!

Carmen Sonnleitner
11
12.1.2012, 20:35
Seit die Schmied...

... nicht mehr den Nikolo Pelinka in ihrem Ministerium hat baut sie nur mehr Sch..

Es wird Zeit, dass sie wieder ein Bank-versenken-Spiel startet - da soll sie ja unschlagbar sein.

bädergoge
103
12.1.2012, 19:13

Vielleicht ist es heute besser, aber jahrelang war es wirklich so, dass die pädagogische Ausbildung der Lehramtsstudenten an den Unis schlechter war als die der PÄDAK Studenten. Daher sind Eltern oft angenehm überrascht, wenn ihr Kind vom Gymnasium in eine Hauptschule wechselt. Das heißt natürlich nicht, dass an den PHs nicht vieles verbesserungsfähig wäre. Von den Lehrern werden heute neue Unterrichtsmethoden erwartet (Teamteaching, offenes Lernen, …) Ich habe den Eindruck, dass diese Methoden weder von den PH-Professoren noch von den Uni-Professoren selber eingesetzt werden, um die angehenden Lehrer darin auszubilden. Wenn man schon so oft die Lehrer kritisiert, könnte man auch zur Abwechslung die Lehrerausbildner kritisch hinterfragen.

G. Lavant
02
12.1.2012, 22:35

Meine Güte, da fühlen sich aber Einige auf den Schlips getreten. Leider stimmt es, dass die Lehramtsausbildung an den Unis nie besonders gut war und nicht besser geworden ist. Viele sind auf das Lehramt umgestiegen, weil es erheblich einfacher als ein Diplomstudium ist und das, was gelehrt wird, ist für die freie Wildbahn schlicht und ergreifend unbrauchbar.
Selbst Leute mit "summa cum laude" schleudert es wie auf einer Hochschaubahn in den Klassen.
Es ist wie überall: es gibt hervorragende Lehrer in allen Bereichen und jede Menge, die man nicht in Klassen stellen dürfte. Aber für die guten kann die Lehrerausbildung herzlich wenig.
Egal, ob sie von der Uni oder der PH kommen.

john lebovski
01
12.1.2012, 20:42
auch wenn's keiner hören will: es gibt keine pädagogik

es gibt nur einen haufen unterschiedlichster meinungen, wie oder was pädagogik sein sollte. aber nichts, was irgendwie den zusatz "wissenschaft" verdienen würde! die größte wissensch. erkenntnis in diesem bereich ist noch immer, dass ein armer hund schon einspeichelt, wenn die glocke zum fressen läutet!
es gibt trotz weltweit tausender "wissengschaftler" in diesem bereich keine wissensch. erkenntnisse, wie sich das lernen von bestimmten dingen jeweils optimieren lässt. homöopathie und esoterik sind geradezu hochwissenschaften gegen pädagogik!
was es bräuchte, wäre so etwas wie "management von schulischen lernprozessen" und "optimale gestaltung von schulischen lernräumen". nicht bloß ein fach, nicht bloß die schüler!

Hier sollte ein bedeutungsschwangerer Nickname ste
02
13.1.2012, 18:32

1. Wissenschaft die theoretisch die praktischen Fragestellungen der Pädagogik bearbeitet: Erziehungs- und Bildungswissenschaft. Deren Forschungsgebiete: bitte googlen.
2. Zu forschen, wie sich "das Lernen von bestimmten Dingen jeweils optimieren lässt" zählt "eher" nicht zu deren Forschungsfeld - sie beschäftigt sich wohl eher mit der Kritik daran, wie Lernen - als ein durchwegs umkämpfter und keinesfalls eindeutiger Begriff - durch Versuche es zu optimieren instrumentalisiert und ökonomisch verwertbar gemacht wird.

john lebovski
00
13.1.2012, 20:55

nette antwort! sie unterstreichen damit meine aussage. bin allerdings nicht sicher, ob das auch ihre absicht war!
was ich, zugegebenermaßen recht verkürzt, sagen will, ist dass die universitäre ausbildung unserer "hö

john lebovski
00
13.1.2012, 21:16

chsten pädagogen" nichts bietet, was aus ihnen bessere lehrer machen würde oder die schulen verbessern würde. die universitäre pädagogik bietet nichts, was die bezeichnung "ausbildung für die besten pädagogen" rechtfertigen würde. sie interessiert sich nicht einmal dafür! reine eunuchenwissenschaft!
man beachte nur die vornehme zurückhaltung der hochbezahlten lehrstuhlinhaber bei der aktuellen bildungsdiskussion! an peinlichkeit nicht zu übertreffen!

Ju FE
00
13.1.2012, 11:31

Ich muss darauf hinweisen, dass der Hinweis auf den pawlowschen Hund keinerlei Beweis für eine angebliche Unwissenschaftlichkeit der Pädagogik darstellt, da diese Erkenntnis in der Verhaltenspsychologie gewonnen wurde. Ein weiterer Trugschluss aus dem Kommentar ist, wie aus der Überschrift zu entnehmen ist, dass Pädagogik nicht existiere, da sie nicht wissenschaftlich sei - eine existenzialistische Unmöglichkeit! Wenn man schon eine unfundierte Meinung, basierend auf unreflektierten Vorurteilen, kundgeben muss, dann bitte angemessen argumentiert. Um über das Spektrum der Pädagogik auch nur einen Hauch von Einblick zu bekommen, muss man sich aktiv damit beschäftigen, nicht nur das wiedergeben, was am Frühstückstisch darüber gesprochen wurde.

john lebovski
10
13.1.2012, 16:42
selbst der arme hund wurde von anderen wissensgschaftlern gestohlen!

wäre doch nett, wenn sie mir anstelle der kleinlichen kritik einen kleinen einblick in die tollen, bahnbrechenden forschungsergebnisse der universitären pädagogik geben würden.

naso
91
12.1.2012, 20:09

tät mich echt interessieren wer für so ein posting rot(=unnötig) vergibt. bitte melden. mit begründung. vielleicht versteh ich ja bloß was nicht. und dann möchte ich g'scheiter werden. helfen's mir dabei. ;-)

Pensionistenpartei SPÖ
01
12.1.2012, 20:32
ich würde so was nicht zu hinterfragen beginnen, da kriegt man nur sein fett ab

vielleicht hat der poster eine schiefe nase oder es gibt hier trolle oder die wut auf alles, was nach schmied-unterstützer riecht, ist so groß, oder jemand steht im verdacht, ph-angestellte/r zu sein wie diese fürchterliche saskia, die gestern wie wild kampfpostete.
genehmigen sie sich ein glaserl und vergessen sie die roten stricherl für den kollegen und sie.
sonst wird man nur depressiv, und dafür ist das leben viel zu schön.

Josef Binder4
010
12.1.2012, 18:59
Wer allen Ernstes fordert, alle Lehrer an den Päd. Hochschulen auszubilden, hat einen ganz gehörigen Triller.

naso
42
12.1.2012, 18:30
typisch

ein typisches beispiel dafür wie kritik an dem einen produkt die mängel an der alternative zudecken soll.
es gibt allerhand an den PHs zu bemängeln, wie auch in zahlreichen postings schon beschrieben wurde (betreiber der PHs, fachliche kompetenzen, ...), nur wär es wohl besser, das beheben der mängel zu fordern und anzugehen, als die unfehlbarkeit der universitäten zu beschwören.
die schüler brauchen gut ausgebildete und auf ihren beruf vorbereitete LEHRER und keine auf wissenschaft gedrillte FACHIDIOTEN.
was bringt z.b. ein freak, der sich seinen traum des chemiestudiums erfüllte, seine begeisterung sendungsbewußt der jugend weitergeben will, aber nie gelernt hat wie das geht? frust für den "Kemi"-professor und seine schüler!

susi strolcher
00
12.1.2012, 18:42
beide arten von lehrenden kennen ihre defizite

deswegen machen sie sich gegenseitig runter. kindergarten!

Thegoodshepherd
43
12.1.2012, 17:07
Ich frage mich, ob angehende GymnasiallehrerInnen bzw. Unterrichtende an berufsbildenden höheren Schulen.....

mit Ihrer Ausbildung an der UNI so viel mehr an Weitblick mitbringen als Absolventen von PHs - die meisten fangen nach der Matura an und stehen dann nach 5 Jahren Lehramtsstudium vor der Klasse. Für mich ist dabei kein Unterschied zu erkennen. Meiner Meinung nach ist die Begeisterung für das jeweilige Fach wichtig, aber was nützt es einer Schülerin, wenn der Herr Professor fachlich sehr kompetent und menschlich total am Sand ist - Begeisterung für den Lehrerberuf fängt bei mir zu allererst bei der Bereitschaft an, mit Kindern und Jugendlichen zu arbeiten.

panda rage
01
12.1.2012, 17:26

der unterschied zeigt sich in der bezahlung ? (ist nur eine vermutung)

byron sully
04
12.1.2012, 16:50

danke, ein sehr kompetenter und richtiger kommentar zu diesem thema!

john lebovski
12
12.1.2012, 16:35

aha, es ist also allgemein bekannt, dass gute lehrer ein glühendes interesse an ihrem fach auszeichnet? dass der herr akademiker das aus selbstschutz gerne immer wieder sagt, ist vollkommen klar, nur hat es mit wissenschaftlicher erkenntnis rein gar nichts zu tun!!! es gibt defacto keine wissensch. erkenntnisse in der pädagogik! nur wunschvorstellungen von verschiedenen professoren der pädagogik!!
jeder mit zwei augen im kopf sollte aber kapieren, dass mit der liebe zum "stoff" rein gar nichts zu gewinnen ist, wenn nicht an erste stelle die liebe zu den schülern steht!! die mit der hauptsächlichen liebe zur wissenschaft werden ganz schnell zu frustrierten autisten, die nicht mal merken, dass schon alle eingeschlafen sind!

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