Steuererleichterungen für Konzerne, die Personal ins Ausland auslagern, werden gestrichen
Washington - Mit Steueranreizen will US-Präsident Barack Obama heimische Unternehmen zur Schaffung von Arbeitsplätzen in den Vereinigten Staaten bewegen. In den kommenden Wochen werde Obama seine Pläne vorstellen, teilte das Präsidialamt am Mittwoch mit. Mit niedrigeren Abgaben an den Fiskus sollten auch Firmen rechnen können, die Arbeitsplätze aus dem Ausland zurück in die USA verlegen. Umgekehrt sollten Steuererleichterungen für Konzerne gestrichen werden, die ihr Personal ins Ausland verlagern.
Obama steht im Wahljahr 2012 unter wachsendem Druck, die Wirtschaft in Gang zu bringen und die hohe Arbeitslosenquote zu senken. Die Steuerinitiative dürfte Beifall unter Gewerkschaftsmitgliedern auslösen, auf deren Stimmen Obama angewiesen ist.
Die Furcht vor einer Verlagerung von Arbeitsplätzen aus den USA in Billiglohnländer wie China und Indien treibt viele amerikanische Arbeiter um - vor allem in den Industrieregionen des Mittleren Westens. Dortige Bundesstaaten wie Ohio und Michigan gelten im diesjährigen Wahlkampf als ein besonders umkämpftes Gebiet zwischen Obamas Demokraten und den Republikanern. (APA/Reuters)