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Wien - Sören Kierkegaard (1813- 1855), der dänische Philosoph und Theologe, dachte darüber nach, was Heinrich Schmidinger, ebenfalls Philosoph und Theologe, aber auch Präsident der Universitätenkonferenz jetzt namens aller Rektoren beschäftigt: "Das Vergleichen ist das Ende des Glücks und der Anfang der Unzufriedenheit", schrieb Kierkegaard.
Für Geld gilt das besonders. Für Rektorengehälter scheinbar noch mehr. Die Beantwortung seiner parlamentarischen Anfrage empörte FPÖ-Wissenschaftssprecher Martin Graf, weil er darin "Löhne wie Topmanager" für die Rektoren sah.
Davon könne keine Rede sein, erklärt Schmidinger im STANDARD. Der STANDARD bat alle 21 Rektorinnen und Rektoren um Auskunft über ihre Gehälter.
Zu den "Volltransparenten", die Individualbeträge veröffentlichen, zählen neben Schmidinger:
Viele der (Vize-)Rektorengehälter setzen sich aus einer Funktionszulage für das (Vize-)Rektorsamt und weiter ausgeübte Professorentätigkeiten zusammen.
Durchschnittsgehälter für das gesamte Rektorat veröffentlichen:
Spezialfälle sind momentan:
Keine Zahlen wollten nennen:
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Zuständig für Lehre und Internationales
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im unterschied zu wirklich horrenden gagen (siehe staatsnahe wirtschafttsbetriebe) seh ich bei diesen gehältern nicht wirklich ein ethisches problem. aber hauptsache, die neidgesellschaft wacht bei wissenschaft und kultur auf, während sie die weit höheren skandalgagen (etwa beim verbund) toleriert.
bumm, das ist deutlich mehr, als ich geraten hätt.
so abgerissen, wie die meisten uni-profs daherkommen ... aber offensichtlich ists von profs zu uni-leitung finanziell ein viel grösserer sprung, als ich bisher dachte.
natürlich will der graf ne neiddebatte lostreten; trotzdem bin ich persönlich froh für diese info, danke!
also wir sind uns vielleicht einig, dass wir nicht ein leben lang in einem job bleiben, gehälter haben daher konkurrenzfähig zu sein.
aber rechnen wir mal nach, ein rektor, akademiker, der mindestens 60 stunden pro woche arbeitet, für millionenbudgets und mitarbeiter verantwortung hat und 170000 EUR Brutto verdient, bekommt pro stunde 27,25 EUR Netto.
Ein gutes Gehalt, aber Grund genug in Neiddebatten abzugleiten? Wer viel arbeitet soll auch viel verdienen und wer mit viel arbeit viel verdient, zahlt ohnehin überproportional steuer darauf.
unter einbeziehung aller direkten und indirekten steuern und SV-Beiträge sind die arbeitskosten mittel bis besserverdienender Arbeitnehmer ohnehin mit 85 % steuern belastet.
habe aber auch nichts anderes erwartet und die Summen schrecken mich jetzt gerade nicht. Dennoch fände ich es wirklich anständig, wenn meherer Vize-)Rektorinnen und Rektoren wie an der Boku wenigstens auf Boni verzichteten. Oder vielleicht sogar auf einen Gehaltsteil. Weil mit einem solchen, offenbar recht kleinen Gehatlsteil könnte man schon wieder ein zwei Wissenschafter oder -innen mit Forschungs- und Lehrtätigkeit bezahlen. Und die bestimmt schließlich den Erfolg einer Uni.
Was soll "durchaus wirtschaftskonform" heissen?!
Ein Rektor an einer Uni ist kein CEO!
Die Wissenschaftler und Arbeitsgruppen arbeiten und forschen aufgrund der wissenschaftlichen Freiheit selbstständig und unabhängig!
Wenn ein Wissenschaftler für sein Forschungsprojekt eine EU-Förderung erhält, dann hat das doch mit dem Rektor überhaupt nichts zu tun, kann auch in keiner Weise dem Rektor als "Leistung" zugute gehalten werden!
Was also soll der Unfug?!
Wird hier Steuergeld, das eigentlich für Wissenschaft, Lehre, Forschung da sein sollte, - wird dieses Steuergeld für die Selbstdarstellung von Rektoren, Uniräten und Rektoraten missbraucht?
Was sagt eigentlich der Rechnungshof dazu?
Rektoren an österr. Universitäten haben hauptsächlich Repräsentationspflichten, aber kaum Gestaltungspflichten.
"Hierarchie" und "oben" heisst noch lange nicht "wertvoll" oder "wichtig".
Wissenschaft und Lehre werden von den Professoren und Assistenten betrieben. Der Unirektor ist KEIN ihnen übergeordneter Manager; das würde auch der wissenschaftlichen Freiheit vollkommen widersprechen.
Daher sind Vergleiche mit privatwirtschaftlichen Betrieben, "Bonuszahlungen" etc. völlig absurd!
Stoppt diese wahnsinnigen Entwicklungen irgendjemand? Weshalb gibt es zu diesen Themen - Geldverschleuderung in den Rektoraten, schleichender Abbau der wissenschaftlichen Freiheit, zunehmende Irrsinnshonorare in der Verwaltung -, keine öffentliche Debatte?
Man erkläre nun genauso volltransparent was wohl die "Option auf maximal drei Monatsgehälter" oder 25-30%ige Prämien" rechtfertigte?
Einspaarungen zu Lasten der Universität und der Studierenden? Die Impaktpointblase?
Und ebenso, warum trotz erheblicher Mehrleistung der im Mangelbudget improvisierenden und Drittmittel herbeikarrenden eigentlichen LeistungsträgerInnen keine derartigen Prämien vorgesehen sind oder eher als besondere Gunst unter Mantel der Verschwiegenheit wohl um den "Neid" nicht aufkommen zu lassen?
Nochmals: Universitäten sind KEINE Wirtschaftsbetriebe, der Vergleich mit Gehältern in "Betreben" ist komplett unangebracht.
Bei Medizinern keine Zahlen - warum überascht das nicht?
Kann mir einer sagen, warum unser Rektor so viel verdient. Für die Lateinkurse unserer Erstsemestrigen ist lt. Email kein Budget mehr da, aber dafür kassiert der Rektor einer doch recht kleinen Universität ein Unmenge an Geld!!! Die Erfolgsprämien, die sie sich kürzlich haben auszahlen lassen, sind da wahrscheinlich noch gar nicht inkludiert....
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