Einsparungspotenzial

Umweltdachverband: Sparpaket könnte auch die Umwelt entlasten

11. Jänner 2012, 18:28

Streichung von Subventionen, die Umweltbelastungen belohnen, würde das Budget um vier bis 5,1 Milliarden Euro entlastet

Wien - Wenn die Regierung nach Einsparungsmöglichkeiten sucht - im Umweltbereich könnte sie Milliardenbeträge finden, ist der Umweltdachverband (UWD) überzeugt. Genauer: Würden Subventionen gestrichen, die Umweltbelastungen belohnen, dann würde das Budget um vier bis 5,1 Milliarden Euro entlastet werden, erklärt UWD-Geschäftsführer Michael Proschek-Hauptmann.

Die Einsparungspotenziale sind je nachdem, wie viele Förderungen beziehungsweise Steuerermäßigungen man als umweltbelastend einstuft, unterschiedlich groß - aber zwei Milliarden könnten durch kurzfristige Streichungen eingespart werden. Proschek-Hauptmann attestiert der Regierung, dass sie bereits bei der Budgeterstellung für 2011 und 2012 einige Schritte in die richtige Richtung gemacht hat und 600 Millionen eingespart hat: Allerdings stehen etwa der Kerosinsteuerbefreiung für den Flugverkehr (290 Millionen Euro) nur 90 Millionen aus der neuen Flugticketabgabe gegenüber.

Und: Die Pendlerpauschale - eine "Förderung der Zersiedelung und des Verkehrsaufkommens" - wurde 2011 sogar erhöht. Im Visier hat der UWD auch die Grundsteuerbefreiung von Verkehrsflächen (130 Millionen). (cs, DER STANDARD, Printausgabe, 12.1.2012)

Kommentar posten
Posten Sie als Erste(r) Ihre Meinung

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.