Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate

Uniformen, wie sie etwa hier am Ball der Offiziere in der Wiener Hofburg ausgeführt wurden, werden am WKR-Ball, der am 27. Jänner stattfinden soll, nicht erlaubt sein.
Wien - Verteidigungsminister Norbert Darabos (SPÖ) untersagt künftig allen Angehörigen des Bundesheeres, in ihren Uniformen am Ball des Wiener Korporationsrings teilzunehmen.
Wie der STANDARD erfuhr, reagiert der Verteidigungsminister damit auch auf das Datum, an dem heuer rechtsextreme Promis etwa der deutschen NPD, des belgischen Vlaams Belang oder der ausländerfeindlichen deutschen Bürgerinitiative pro NRW gemeinsam mit Burschenschaftern das Tanzbein schwingen werden. Denn der WKR-Ball findet heuer nicht nur - angeblich zum letzten Mal - in der Wiener Hofburg statt, sondern auch noch dazu am Jahrestag der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz.
Eine Geschmacklosigkeit, die vor einigen Wochen einen Sturm der Entrüstung bei der Israelitischen Kultusgemeinde, katholischen und evangelischen Vereinen, Opferverbänden und den Grünen auslöste. Wie berichtet, forderte zuletzt auch die Organisation SOS Mitmensch eine Absage oder wenigstens Verschiebung des Burschenschafterballs.
Man wolle "nicht den Anschein erwecken, dass das österreichische Bundesheer derartiges Gedankengut unterstützt" , begründet Darabos das Verbot, am WKR-Ball österreichische Bundesheeruniformen auszuführen. Denn immerhin treffe sich auf besagtem Ball "das Who's who der nationalen und internationalen extremen Rechten" .
Militärangehörige, die in ihrer Freizeit auf Bällen und ähnlichen Veranstaltungen gern ihre sogenannte Ausgehuniform oder Galauniform samt etwaiger Orden ausführen, müssen dafür immer um eine entsprechende Bewilligung ansuchen. Ausgenommen sind alle Veranstaltungen des Bundes, der Länder oder der Gemeinden.
Die Genehmigung zum Tragen der Uniform erteilt jeweils das zuständige Militärkommando. Im konkreten Fall wurde also das Militärkommando Wien vom Minister angewiesen, die Teilnahme in Uniform zu untersagen. Wer das Verbot ignoriert, muss mindestens mit "disziplinären Maßnahmen und auch mit Geldstrafen" rechnen, heißt es aus dem Verteidigungsministerium.
Das Verbot ist nicht das erste dieser Art, das Darabos erlassen hat: Seit 2009 ist es Bundesheerangehörigen auch nicht mehr erlaubt, am ebenso von FPÖ-Politikern, Veteranen der Waffen-SS wie auch internationalen Neonazis frequentierten Ulrichsbergtreffen in Kärnten in Uniform teilzunehmen. In früheren Jahren wurde das Ulrichsbergtreffen, bei dem auch der heute wegen des Verdachts der NS-Wiederbetätigung in Untersuchungshaft sitzende Gottfried Küssel gern vorbeischaute, vom Heer unterstützt.
Verbotsgesetz: Null Toleranz
Darabos betont im Standard-Gespräch anlässlich des Uniform-Verbots auch, dass sich das Klima innerhalb des Bundesheeres in den vergangenen Jahren zum Positiven hin verändert habe: "Es wird kein Auge mehr zugedrückt, wenn sich etwa jemand antisemitisch äußert oder die Hand zum Hitlergruß streckt" , so der Minister, "auch unter den Kameraden nicht. So etwas wird uns sofort gemeldet."
In den vergangenen Jahren sei es in schwerwiegenden Fällen auch zu einzelnen Entlassungen aus dem Heeresdienst gekommen. "Da gibt es null Toleranz, auch nur beim Anstreifen am Verbotsgesetz" , sagt Darabos. (Colette M. Schmidt, DER STANDARD, Printausgabe, 12.1.2012)
Polizei hatte Demonstration "vorsorglich" wegen drohender Zwischenfälle untersagt - das sei nicht zulässig, so die Verfassungsrichter
Auch die stellvertretende ÖH-Chefin Janine Wulz hat der FPÖ-Politiker angezeigt
Protestveranstaltungen rund um Ball in der Wiener Hofburg - FPÖ kritisiert Polizei - Neun Festnahmen und vier Leichtverletzte - mit Video
Umfangreiche Platzverbote sollen die Besucher des von der FPÖ ausgerichteten Akademikerballs und die angekündigten Gegendemonstranten voneinander fernhalten. Die Polizei stellt ein Großaufgebot.
Dritter Nationalratspräsident kritisiert Gegner aus der "linksextremen Szene"
"Ich wurde nie befragt", kritisiert Gewaltopfer Albrecht Konecny
Österreichs Burschenschaften sind traditionell rechter als viele ihrer deutschen Pendants. Am Freitag feiern sie in Wien
Er sage nicht "aus politischen Gründen" ab, sondern wegen eines Urlaubs, sagt der FPÖ-Chef
Ball der Burschenschaften sorgt trotz Veranstalterwechsels für Kritik - Gegendemos relativ jung, aber rasch gewachsen
Radikalität der Schlagenden hat eine lange Tradition
Der "Erste Wiener Akademikerball" der FPÖ, Nachfolgeveranstaltung des WKR-Balls, stößt auf breite Kritik. Nicht nur, dass die Hofburg angemietet wurde, auch der günstige Termin sorgt für große Verwunderung.
Oberösterreichischer Abgeordneter Podgorschek blitzte bei Unabhängigem Verwaltungssenat ab
Hofburgchefin Renate Danler hat die Aufregung um den Burschenschafterball nie verstanden - Der neue FPÖ-Ball in ihrem Haus ist für sie eine völlig andere Veranstaltung
Die Polizei für Demonstrationen gegen den umstrittenen Ball verantwortlich zu machen, ist ein Symptom blinder Wut - Von Michael Simoner
Disco, deutsche Balltouristen, Deckel am Kopf und ein Uniformskandal - Ein derStandard.at-Lokalaugenschein vom Burschenschafterball
ist die Demokratie. Burschenschaften durchbrechen das Gewaltmonopol des Staates, diskriminieren,
verfuehren zu Alkoholexzessen (mit Coabhaengigkeiten), beschleunigen mit
ihrer Fechterei die Ausbreitung von Aids ... .
Die Burschenschafter gruessen sich mit "Heil Dir, alter Herr" und sagen "Wir wollen unseren alten Kaiser Friedrich wieder haben" ... .
"Gefährdung der öffentlichen Sicherheit".
Unter diese Verwaltungsparagraphen kann allerdings prinzipiell jede Demonstration fallen, die den geordneten alltäglichen Ablauf beeinträchtigt (schon die Begehung von Straßen, die den Autofahrern zugeordnet wird, wäre eine Störung eben dieser Ordnung) oder Sicherheit prinzipiell gefährdet, weil es auf Demonstrationen schon einmal die Sicherheit gefährdende Aktionen gab. Daher ist eine Nichtgenehmigung von Demonstrationen mit dieser Begründung willkürlich.
Meine empirischen Beobachtungen legten allerdings stets die Ansicht nahe, dass nur aufgrund des hohen Polizeiaufgebots der Anschein erweckt werden kann, dass diese Demonstranten extrem gefährlich seien, weil sonst nichts Konkretes dort passiert.
Eine Polizei ist ja nicht nur da andere vor der Demo zu schützen, sondern auch um die Demo von anderen zu beschützen und dieser Schutz egal ob er nachträglich gebraucht wurde oder nicht muss vorhanden sein. Viele Leute (vllt noh mit flächenmäßiger Ausdehnung) brauchen halt auch mehr Schutz. Die Polizei ist nicht dazu da andere einzuschränken, sondern dass jeder sein Recht ungestört ausüben kann.
Das ist ja das zweiseitige Zwickmühle in der man steckt, passiert was von seiten der Demonstranten und wird etwas zerstört, ist man schuldig weil man vllt zu wenig Polizei hatte, passiert der Demo etwas ist es genauso.
ist natürlich sehr ok, aber so hätte man wenigstens sehen können wie viele Bundesheerler sich dort rum treiben. Jetzt gehen sie trotzdem hin und keiner erkennt sie. Traurig, dass so ein "Ball" überhaupt stattfindet!
Das wird sich noch ä*dern, wenn erst &tra&he an der ma&ht ist.
Diese pa*tei b&käm&ft das wie*erbe§ätig*ngsg#setz !!!!!!!
Vor&ic*t ist nötig seit in der st***ard -ze*sur off*nb§r auch na#is si§z#n.
Problem auch dort, daß der typische Standard-Leser alles, was nich seiner Weltanschauuung entspricht für rechtsextrem hält und alleine schon beim Wort Burschenschaft den Beißreflex nicht mehr kontrollieren kann.
Mein Verständnis von Demokratie ist, daß auch mir nicht genehme politische Feste zu akzeptieren sind.
Sicherlich eine fragwürdige Veranstaltung, aber es geht trotzdem in Richtung viel Lärm um Nichts.
und von Reflex kann keine Rede sein.Nicht alle, aber viele sind rechtsextrem, antisemistisch und glauben sogar noch an die Echtheit der Protokolle der Weisen von Zion.Rassismus ist dort ganz normal, wird aber weniger biologistisch untermauert als vielmehr kulturell.Man hat dazugelernt.Statt Schädelform werden Sitten und Gebräuche verglichen,Ziel ist dasselbe.Die Vorherrschaft des weißen (christlichen) Abendlands Deutscher Nation muss ständig konstruiert werden.
in Wr. Neustadt zwei "Studentenverbindungen", wobei eine dem CV nahesteht und die andere sogar Mitglied beim WKR ist.
Wird letztere jetzt auch verboten oder aufgelöst? Schließlich sind etliche Offiziere aktive Mitglieder im WKR und somit an der Organisation dieses Balls beteiligt?
Stolze Österreicher gehen sowieso nicht auf diesen WKR-Ball ... solche deutschnationale ***** haben im öffentlichen Dienst der Republik Österreich sowieso nichts verloren!!
der Darabos ist ja nur sauer, dass er als Zivildiener bei keiner Burschenschaft aufgenommen wird ;)
Aber mal im Ernst:
Soviel ich weis, verlangen die Burschenschaften, dass ihre Mitglieder den Wehrdienst abgeleistet haben (also keine Zivis sind).
Aber als Soldat muss man doch einen Eid auf die Republik Österreich ablegen?
Wenn die Burschenschafter diese Republik also nicht anerkennen, weil ja "großteutsch" verlangen sie da nicht einen Eidbruch ihrer Mitglieder.
Und wäre ein Eidbruch nicht ein "unehrenhaftes Verhalten", das bei den Burchis mit Rauswurf geahndet wird?
Oder sind alle Burschis untauglich - dann braucht sich der Darabos jasowieso keine Sorgen machen *gg*
Grundwehrdiener des österr. BH leisten keinen Eid sondern ein Gelöbnis.
Der Soldat sagt "ich gelobe" und nicht "ich schwöre" - das ist ein Unterschied!
Vereidigung gab's bspw. in der Deutschen Wehrmacht und bei der DDR-Volksarmee.
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.