Für Tanz am WKR-Ball bleibt die Uniform im Spind

11. Jänner 2012, 17:12
  • Uniformen, wie sie etwa hier am Ball der Offiziere in der Wiener Hofburg ausgeführt wurden, werden am WKR-Ball, der am 27. Jänner stattfinden soll, nicht erlaubt sein.
    foto: apa/hbf/tatic

    Uniformen, wie sie etwa hier am Ball der Offiziere in der Wiener Hofburg ausgeführt wurden, werden am WKR-Ball, der am 27. Jänner stattfinden soll, nicht erlaubt sein.

Verteidigungsminister Darabos will nicht, dass das Bundesheer am rechten Gedankengut anstreift

Wien - Verteidigungsminister Norbert Darabos (SPÖ) untersagt künftig allen Angehörigen des Bundesheeres, in ihren Uniformen am Ball des Wiener Korporationsrings teilzunehmen.

Wie der STANDARD erfuhr, reagiert der Verteidigungsminister damit auch auf das Datum, an dem heuer rechtsextreme Promis etwa der deutschen NPD, des belgischen Vlaams Belang oder der ausländerfeindlichen deutschen Bürgerinitiative pro NRW gemeinsam mit Burschenschaftern das Tanzbein schwingen werden. Denn der WKR-Ball findet heuer nicht nur - angeblich zum letzten Mal - in der Wiener Hofburg statt, sondern auch noch dazu am Jahrestag der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz.

Eine Geschmacklosigkeit, die vor einigen Wochen einen Sturm der Entrüstung bei der Israelitischen Kultusgemeinde, katholischen und evangelischen Vereinen, Opferverbänden und den Grünen auslöste. Wie berichtet, forderte zuletzt auch die Organisation SOS Mitmensch eine Absage oder wenigstens Verschiebung des Burschenschafterballs.

Man wolle "nicht den Anschein erwecken, dass das österreichische Bundesheer derartiges Gedankengut unterstützt" , begründet Darabos das Verbot, am WKR-Ball österreichische Bundesheeruniformen auszuführen. Denn immerhin treffe sich auf besagtem Ball "das Who's who der nationalen und internationalen extremen Rechten" .

Militärangehörige, die in ihrer Freizeit auf Bällen und ähnlichen Veranstaltungen gern ihre sogenannte Ausgehuniform oder Galauniform samt etwaiger Orden ausführen, müssen dafür immer um eine entsprechende Bewilligung ansuchen. Ausgenommen sind alle Veranstaltungen des Bundes, der Länder oder der Gemeinden.

Die Genehmigung zum Tragen der Uniform erteilt jeweils das zuständige Militärkommando. Im konkreten Fall wurde also das Militärkommando Wien vom Minister angewiesen, die Teilnahme in Uniform zu untersagen. Wer das Verbot ignoriert, muss mindestens mit "disziplinären Maßnahmen und auch mit Geldstrafen" rechnen, heißt es aus dem Verteidigungsministerium.

Das Verbot ist nicht das erste dieser Art, das Darabos erlassen hat: Seit 2009 ist es Bundesheerangehörigen auch nicht mehr erlaubt, am ebenso von FPÖ-Politikern, Veteranen der Waffen-SS wie auch internationalen Neonazis frequentierten Ulrichsbergtreffen in Kärnten in Uniform teilzunehmen. In früheren Jahren wurde das Ulrichsbergtreffen, bei dem auch der heute wegen des Verdachts der NS-Wiederbetätigung in Untersuchungshaft sitzende Gottfried Küssel gern vorbeischaute, vom Heer unterstützt.

Verbotsgesetz: Null Toleranz

Darabos betont im Standard-Gespräch anlässlich des Uniform-Verbots auch, dass sich das Klima innerhalb des Bundesheeres in den vergangenen Jahren zum Positiven hin verändert habe: "Es wird kein Auge mehr zugedrückt, wenn sich etwa jemand antisemitisch äußert oder die Hand zum Hitlergruß streckt" , so der Minister, "auch unter den Kameraden nicht. So etwas wird uns sofort gemeldet."

In den vergangenen Jahren sei es in schwerwiegenden Fällen auch zu einzelnen Entlassungen aus dem Heeresdienst gekommen. "Da gibt es null Toleranz, auch nur beim Anstreifen am Verbotsgesetz" , sagt Darabos. (Colette M. Schmidt, DER STANDARD, Printausgabe, 12.1.2012)

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Rechtsgrundlage

ist die Demokratie. Burschenschaften durchbrechen das Gewaltmonopol des Staates, diskriminieren,
verfuehren zu Alkoholexzessen (mit Coabhaengigkeiten), beschleunigen mit
ihrer Fechterei die Ausbreitung von Aids ... .
Die Burschenschafter gruessen sich mit "Heil Dir, alter Herr" und sagen "Wir wollen unseren alten Kaiser Friedrich wieder haben" ... .

Vllt deswegen weil die Gegner den Aufwand notwendig machen.

wohl eher umgekehrt. Ich habe von diesen Demonstrationen weder gefährlichen Aktionen vernommen, noch irgendeine andere Begründung für die Nicht-genehmigung der Gegendemonstrationen als "Störung der öffentlichen Ordnung" oder

"Gefährdung der öffentlichen Sicherheit".

Unter diese Verwaltungsparagraphen kann allerdings prinzipiell jede Demonstration fallen, die den geordneten alltäglichen Ablauf beeinträchtigt (schon die Begehung von Straßen, die den Autofahrern zugeordnet wird, wäre eine Störung eben dieser Ordnung) oder Sicherheit prinzipiell gefährdet, weil es auf Demonstrationen schon einmal die Sicherheit gefährdende Aktionen gab. Daher ist eine Nichtgenehmigung von Demonstrationen mit dieser Begründung willkürlich.

Meine empirischen Beobachtungen legten allerdings stets die Ansicht nahe, dass nur aufgrund des hohen Polizeiaufgebots der Anschein erweckt werden kann, dass diese Demonstranten extrem gefährlich seien, weil sonst nichts Konkretes dort passiert.

Eine Polizei ist ja nicht nur da andere vor der Demo zu schützen, sondern auch um die Demo von anderen zu beschützen und dieser Schutz egal ob er nachträglich gebraucht wurde oder nicht muss vorhanden sein. Viele Leute (vllt noh mit flächenmäßiger Ausdehnung) brauchen halt auch mehr Schutz. Die Polizei ist nicht dazu da andere einzuschränken, sondern dass jeder sein Recht ungestört ausüben kann.
Das ist ja das zweiseitige Zwickmühle in der man steckt, passiert was von seiten der Demonstranten und wird etwas zerstört, ist man schuldig weil man vllt zu wenig Polizei hatte, passiert der Demo etwas ist es genauso.

Empfehle allen die sich wegen der Zensur aufregen ins P resse forum zu wechseln.
Dort wird fast jedes kritische Posting gegenüber den WKR zensiert. Und der rest sind blaune Berufsposter die sich dort rumtreiben.

Mir reicht die zensur im standard-forum.

BEIDE SIND SICHTBARE, VORAUSEILENDE ZEICHEN VON DEMOKRATIEABBAU, WIE SIE KOMMENDE MACHTVERHÄLTNISSE ERWARTEN LASSEN.

Keine Bundesheeruniformen auf diesem "Ball"...

ist natürlich sehr ok, aber so hätte man wenigstens sehen können wie viele Bundesheerler sich dort rum treiben. Jetzt gehen sie trotzdem hin und keiner erkennt sie. Traurig, dass so ein "Ball" überhaupt stattfindet!

Wenig Hirn - affin zu Aftern?

Willkommen bei den Burschenschaftern!

Null Toleranz beim Verbotsgesetz. Ich hoffe er glaubt das net auch noch...

WKR-Ball verhindern

damit sich solche Fragen in Zukunft nicht mehr stellen.
https://www.facebook.com/events/16... 179901638/

interessant zu beobachten wie der Tenor zu dem Thema diametral divergiert

Presse vs. Standard

lustiger Monolog hier

alle sind einer Meinung, oder liegts am Filter?

Alle einer Meinung?

Empfehle dringend einen Rot-Grün-Sehtest.

Liegt wohl am Zensor :/

Der Standard hat offenbar gute!

........."Der Standard hat offenbar gute!"..........

Der sta#dard hat offenbar auch b&au*e, da bra§n-kr*t*sche po&tings nicht m=hr ers*heinen!

gut und richtig so. wieso sollten leute, die ohnehin viel lieber in der wehrmacht wären, österreichische bundesheer-uniformen anziehen?

Gut dass Darabos als Zivildiener micht weiß wie es in manchen Kasernen zugeht, sonst müssten ziemlich viele Berufssoldaten selbst in der Kaserne nackt
( ohne uniform ) herumlaufen

es könnte sein....

das nackt herumlaufende soldaten jetzt nicht so das problem sind - könnte an der jahreszeit liegen :-)

Nicht wegen der Tempertauren sonder wegen eines Uniformverbotes für Nazis in Kasernen

Das finde ich ja witzig...

Aber wenn eine Angelobung im Brunnenviertel stattfindet und dem Is lam damit einen politischen Anstrich verpasst, ist das völlig normal.

waren sie dabei?

ich schon, und ich werde ihnen etwas verraten: im offiziellen teil sprach nur ein katholischer militärseelsorger, erst danach eine vertreterin der muslimischen jugend, als sich bereits alle beim buffet anstellten.

Gratulation:

Das war gerade eben der schwächst mögliche Versuch, vom in Österreich etablierten Rechtsextremismus
zum Islam abzulenken.

Dazu muss man wohl ein besonders patscherter Dumm- oder Schlechtmensch sein.

DANKE, lieber STANDARD ZENSOR!

Meine S.R.C.E-KRISCHEN postings einfach
W-E-G-Z-E-N-S-I-E-R-T.

Manchmal kommt die Zensur ihrer Aufgabe eben nach ;-))

""Was wolltsn, wir tolereieren jo eh no net amal a bissl Nazi sein!"

........."""Was wolltsn, wir tolereieren jo eh no net amal a bissl Nazi sein!".......-.

Das wird sich noch ä*dern, wenn erst &tra&he an der ma&ht ist.
Diese pa*tei b&käm&ft das wie*erbe§ätig*ngsg#setz !!!!!!!

Vor&ic*t ist nötig seit in der st***ard -ze*sur off*nb§r auch na#is si§z#n.

Danke VM Darabos,

traurig, dass es erforderlich ist Repräsentanten eines demokratischen Landes gesondert darauf hinzuweisen, dass diese bei den rechtsradikalen Burschenschaften Nichts verloren haben - sollte eigentlich selbstverständlich sein.

die vom opa ziehens eh viel lieber an

Vielleicht liegt das

Problem auch dort, daß der typische Standard-Leser alles, was nich seiner Weltanschauuung entspricht für rechtsextrem hält und alleine schon beim Wort Burschenschaft den Beißreflex nicht mehr kontrollieren kann.

Mein Verständnis von Demokratie ist, daß auch mir nicht genehme politische Feste zu akzeptieren sind.

Sicherlich eine fragwürdige Veranstaltung, aber es geht trotzdem in Richtung viel Lärm um Nichts.

ich kenne Burschenschafter

und von Reflex kann keine Rede sein.Nicht alle, aber viele sind rechtsextrem, antisemistisch und glauben sogar noch an die Echtheit der Protokolle der Weisen von Zion.Rassismus ist dort ganz normal, wird aber weniger biologistisch untermauert als vielmehr kulturell.Man hat dazugelernt.Statt Schädelform werden Sitten und Gebräuche verglichen,Ziel ist dasselbe.Die Vorherrschaft des weißen (christlichen) Abendlands Deutscher Nation muss ständig konstruiert werden.

Viel Lärm um Nichts? Dort sind die ganz Rechten...

...aus halb Europa zum Tanz geladen - so etwas nennen Sie NICHTS?

thema verfehlt:

es geht nicht darum, ob so einen ball akzeptiert sondern darum ob ein staatsbediensteter in uniform dorthingehen soll.

Tisch = Tisch
Stuhl = Stuhl
rechtsextrem = rechtsextrem

Verstanden?

Widerliche Verharmlosung.

Meines Wissens nach gibt es auf der Militärakademie

in Wr. Neustadt zwei "Studentenverbindungen", wobei eine dem CV nahesteht und die andere sogar Mitglied beim WKR ist.
Wird letztere jetzt auch verboten oder aufgelöst? Schließlich sind etliche Offiziere aktive Mitglieder im WKR und somit an der Organisation dieses Balls beteiligt?

SCH*** Bologna Prozess

Ich weiß, die Wr.Neustädter haben sich auch vor selbigem schon als Akademiker angesehen, aber jetzt haben's das auch noch schriftlich inklusive Burschenschaften.

in wr. neustadt gibt es zwei hochschulverbindungen: die neostadia und die theresiana. beide sind mitglied im ÖCV.

und die Tafelrunde Wiking, und die ist lt. Homepage im WKR

danke, wusste ich nicht. man lernt immer was dazu.

Um den Artikel zu berichtigen: Es ist kein Verbot sondern eine nicht erteilte Genehmigung. Verboten ist es per default. Das mag ein kleiner aber wichtiger Unterschied sein.
Auf jedenfall ein gutes, interessantes Zeichen.

Gut so! Danke für die klaren Worte!

Verteidigungsminister Norbert Darabos (SPÖ) untersagt künftig allen Angehörigen des Bundesheeres, in ihren Uniformen am Ball des Wiener Korporationsrings teilzunehmen.

Stolze Österreicher gehen sowieso nicht auf diesen WKR-Ball ... solche deutschnationale ***** haben im öffentlichen Dienst der Republik Österreich sowieso nichts verloren!!

A geh

der Darabos ist ja nur sauer, dass er als Zivildiener bei keiner Burschenschaft aufgenommen wird ;)

Aber mal im Ernst:
Soviel ich weis, verlangen die Burschenschaften, dass ihre Mitglieder den Wehrdienst abgeleistet haben (also keine Zivis sind).
Aber als Soldat muss man doch einen Eid auf die Republik Österreich ablegen?
Wenn die Burschenschafter diese Republik also nicht anerkennen, weil ja "großteutsch" verlangen sie da nicht einen Eidbruch ihrer Mitglieder.
Und wäre ein Eidbruch nicht ein "unehrenhaftes Verhalten", das bei den Burchis mit Rauswurf geahndet wird?
Oder sind alle Burschis untauglich - dann braucht sich der Darabos jasowieso keine Sorgen machen *gg*

Sie waren auch nicht beim BH, oder?

Grundwehrdiener des österr. BH leisten keinen Eid sondern ein Gelöbnis.
Der Soldat sagt "ich gelobe" und nicht "ich schwöre" - das ist ein Unterschied!
Vereidigung gab's bspw. in der Deutschen Wehrmacht und bei der DDR-Volksarmee.

soldaten unter sich

"was machst du morgen?"

"ich geh auf den wkr-ball,
leider darf ich meine uniform nicht
tragen"

"ach das ja blöd"

Das mit dem Datum finde ich ja extrem unnötig, wenn man lange genug gräbt wird man immer irgendwas finden - Geburtstage, Todestage, Befreiungstage, Gründungstage, etc., aber gut, von irgendwas müssen die Zeitungen ja leben...

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