Landesregierung beschloss Verwaltungsreform

11. Jänner 2012, 16:56

Soll Verwaltungsvereinfachung und Bürokratieabbau bringen - Einsparungen von angeblich bis zu einer Million Euro pro Jahr

Seefeld - Die Tiroler Landesregierung hat am Mittwoch bei ihrer Regierungsklausur in Seefeld einen Grundsatzbeschluss über eine Verwaltungsreform gefasst. Dieser beinhalte Verwaltungsvereinfachungen sowie einen Bürokratieabbau, erklärten Landeshauptmann Günther Platter (V) und LHStv. Hannes Gschwentner (S) vor Journalisten. Die Maßnahmen sollen laut Platter "bis zu einer Million Euro" an jährlichen Einsparungen bringen.

Im Zuge der Einführung des Landesverwaltungsgerichtshofes sollen 18 von 47 Landesabteilungen "neu aufgestellt" werden. Zudem sollen 15 Sonderbehörden wie etwa der Landesagrarsenat aufgelöst werden.

Eingespart würden auch die 279 Grundverkehrskommissionen in den Gemeinden, sagte Platter. In die Landesverwaltung "zurückgeführt" würden zudem insgesamt sieben Fonds des Landes wie etwa Wissenschafts- oder Naturschutzfonds. Deren Aufgaben sollen laut der Regierungsspitze ohne zusätzlichen Personalbedarf von den Dienststellen der Landesverwaltung übernommen werden. Die Mittel stünden jedoch in der bisherigen Höhe weiter zur Verfügung. Besonders in den 18 von der Reform betroffenen Landesabteilungen werde es zu keinen Neuaufnahmen mehr kommen, kündigte der Landeshauptmann an.(APA)

Ceterum Censeo2
12
12.1.2012, 13:13
Mit einer Million Einsparung wird er ja glatt das Personalkostenwachstum um ein paar Zehntel Prozent dämpfen

Auflassung aller Bundesländer, DAS wäre eine sinnvolle Einsparung.

Diese sauteuren Puppenküchen, die alles nur sinnlos verkomplizieren: Wer braucht das heute noch außer ein paar Landesgranden, die hofiert werden möchten?

Chien de Pique
00
13.1.2012, 15:04
Wenn Sie einen Weg finden, wie das geht - das Volk wünscht dies mehrheitlich nicht und das Volk muss befragt werden... Da müsste nebenbei noch sehr

viel mehr "aufgelassen" werden, da der gesamte Staat eben als Bund organisiert ist. Außerdem ließen Sie dabei noch eines wenigen Elemente demokratischer Mitbestimmung auf, das uns zugestanden ist. Die Politik hätte ihre Freude (außer in den Ländern), aber ob das so gescheit wäre?
Überhaupt verzichten die allerwenigsten europäischen Länder vergleichbarer Größe,
egal wie langjährig und pur zentralistisch organisiert, auf analoge Verwaltungseinheiten. Als rechtlose Provinzen o.ä. würden Sie die Bundesländer wohl auch im Zentralstaat weiter brauchen, ebenfalls würden diese in der Regel jeweils zumindest Beamtenregierungen haben, evtl. auch gewählte kontrollierende Versammlungen; unsere Bezirke sind dagegen zu klein, diese Rolle zu spielen.

Arbeit für die Zensur
01
12.1.2012, 09:15
Landesregierung beschloss Verwaltungsreform

kann man das so verstehen: Die Zahl der Politiker(innen) wird halbiert?
Anders sind es keine wirklichen Reformen.

alpentiger
03
11.1.2012, 23:16
Ein erster Schritt - damit die Bevölkerung den Mund halten soll.....

die Opposition ist sowieso zahnlos, die SPÖ mit dem Ministrantentum zufrieden.

Eine Million Einsparung ist aber gar nichts, weil nicht wirklich strukturell tiefgreifendes geschieht.

Eine Festschreibung, dass die Landesverwaltung RH-Mängelliste unmittelbar begleitet von Organhaftung umzusetzen hätte, wäre dringend erforderlich.

Ich nehme Wetten entgegen, dass binnen 5 Jahren 1/3 der reinen Verwaltungskosten einzusparen wären, wenn man dem Landtag Gesetze nur dann beschließen ließe, wenn im Gegenzug eine Vereinfachung und Elektronisierung von vollkommen unproduktiven Verwaltungsschritten kommt, wäre ein Segen.

Ich trau dem Platter und dem Gschwentner nicht über Weg.

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