Jubiläumsjahr

Festival Reichenau mit Schnitzler, Nestroy und Tolstoj

11. Jänner 2012, 17:04

Zum 25-jährigen Bestehen gibt es bewährte Meisterwerke und bekannte Festspieldarsteller

Wien/Reichenau - 2012 ist das Jahr der Jubiläen, auch für die Sommerfestspiele Reichenau: Zum 25-jährigen Bestehen setzt das Intendantenehepaar Peter und Renate Loidolt auf bewährte Meisterwerke von Johann Nestroy und Arthur Schnitzler und bekannte Festspieldarsteller wie Nikolaus Haag, Maria Happel oder Toni Slama. Auftakt ist am 30. Juni mit Nestroys Frühere Verhältnisse. Maria Happel, seit den 1990er-Jahren fester Bestandteil von Reichenau, will das Stück möglichst nahe an Nestroy inszenieren und plant auch, eigene Musikkompositionen beizusteuern.

Am 5. Juli feiert Schnitzlers Reigen Premiere (Regie: Helmut Wiesner), passend zum 150. Geburtstag des Autors. Weiters auf dem Programm stehen Ungeduld, eine Adaption von Stefan Zweigs Roman Ungeduld des Herzens (Regie: Michael Gampe), Tolstojs Anna Karenina (Regie: Hermann Beil) sowie die beliebten Klavierkonzerte von Rudolf Buchbinder und Oleg Maisenberg.

Um die Zukunft machen sich Peter und Renate Loidolt keine Sorgen, finanziell ist das Festival gut gedeckt. 85 Prozent des Budgets stammen aus dem Kartenverkauf, fünf Prozent von Sponsoren, die restlichen zehn Prozent kommen vom Land Niederösterreich: Die Festspiele Reichenau genießen einen guten Ruf, die Zuschauer werden jährlich mehr, heuer erwarte man bis zu 40.000 Gäste.

Ein Generationswechsel steht 2015 bevor: Peter und Renate Loidolt gaben bekannt, bis dahin im Amt bleiben zu wollen. (beg, DER STANDARD - Printausgabe, 12. Jänner 2012)

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10 Postings
Antagonist1
00
11.1.2012, 20:21
BEWÄHRTES & BEKANNTES

& somit immer ausverkauft! PFUI, PFUI....

Pyg Malia
00
12.1.2012, 12:03

Josefstadt auf Sommerfrische.

Antagonist1
10
12.1.2012, 13:02
NICHTS

spricht dagegen - immer noch erfreulicher als so manche "Winterspiele" des sog. Regie-Theaters....

Pyg Malia
02
12.1.2012, 13:41

Es ist sinnlos, immer beissreflexartig das eine gegen das andere aufzurechnen.
Ich habe nichts gegen Reichenau, dennoch sind die Aufführungen dort meist von einer Art, dass man es sich gemütlich machen und währenddessen vom Schnitzel träumen kann, das man nach der Vorstellung verzehren wird - was aber auf Sommerfrische völlig in Ordnung ist.
Bedenklich ist eher, dass dann auf der Bühne der Josefstadt oft die Reichenau - Sommerfrische herrscht.

Antagonist1
00
12.1.2012, 14:49
Sinnlos?

Achsooo - Sie meinten also um 12h03, ex cathedra gepostet zu haben - alles dagegen seien "Beißreflexe". Dass keine Gegenrede erlaubt ist, hätten Sie jedoch etwas deutlicher formulieren müssen!
PS.: Was Schnitzel und Josefstadt betrifft, so erinnere ich mich eines Gastspiels des Herrn Peymann, der sehr werbe-wirksam in ein Schnitzel biss (es wurde vom "Schwarzen Kameel" gebracht)....

Pyg Malia
00
12.1.2012, 15:55

Na, das passt doch.
Peymanns Inszenierungen am Berliner Ensemble haben inzwischen ohnehin weit mehr mit der Josefstadt zu tun als mit dem, was er in Bochum und an der Burg gemacht hat.

Antagonist1
00
12.1.2012, 16:50
ES LEBE DIE

KULINARIK...

muppetbasher
00
12.1.2012, 16:45
Der Herr Peymann mag es halt jetzt auch gemütlicher!

Was ist falsch, vom Schnitzl zu träumen, das man nach der Vorstellung kraftvoll wegputzen wird!?

Pyg Malia
01
12.1.2012, 17:07
Gemütlichkeit

"Falsch" ist daran gar nichts.
Ich suche nur im Theater (wie im Kino oder im Museum) etwas anderes als Gemütlichkeit. Wenn es mir darum ginge, täte ich meist gut daran, auf meiner Couch zu bleiben.
Von den Künsten erhoffe ich mir die Begegnung mit etwas Neuem, Anregendem, Fesselndem, bei dem der Gedanke ans Schnitzel zumindest für eine Weile in den Hintergrund tritt. Wie es sich anfühlt, wenn man es gemütlich hat, kenne ich zur Genüge.

Antagonist1
00
12.1.2012, 23:23
Was kann Reichenau dafür,

dass Sie ständig an Schnitzel denken und in der Kunst davon Ablenkung erhoffen?

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