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Paris - Im Umfeld von französischen Atomkraftwerken ist laut einer Studie über einen Zeitraum von sechs Jahren ein deutlicher Anstieg von Leukämieerkrankungen bei Kindern festgestellt worden. Die Studie des staatlichen französischen Medizininstituts INSERM ergab, dass zwischen 2002 und 2007 nahe 19 AKW-Standorten 14 Kinder an Leukämie erkrankt seien. Über einen Zeitraum von 18 Jahren sei allerdings keine Erhöhung der Leukämiefälle bei Kindern beobachtet worden, hieß es einschränkend.
Die über den Sechsjahreszeitraum festgestellte Leukämierate bei Kindern unter 15 Jahren sei fast doppelt so hoch wie im Landesschnitt, heißt es in der jetzt von der Fachzeitschrift "International Journal of Cancer" veröffentlichten Studie. Betroffen waren Kinder in einem Umkreis von fünf Kilometern um die Anlagen. Die Leiterin der Studie, Jacqueline Clavel, sagte jedoch, dass es für den längeren Zeitraum von 1990 bis 2007 keine Hinweise auf eine überdurchschnittlich hohe Zahl von Leukämieerkrankungen gegeben habe.
Daher könne derzeit kein Zusammenhang zwischen der "sehr schwachen Strahlung durch normal funktionierende Atomkraftwerke" und der Zahl von Leukämiefällen hergestellt werden, sagte Clavel, die am INSERM die Abteilung für umweltbedingte Krebserkrankungen leitet.
Weitere Studien notwendig
Die Studie ergab den Angaben zufolge auch nicht, dass das Risiko in der Nähe eines bestimmten Meilers oder eines bestimmten AKW-Typs besonders hoch ist. Clavel empfiehlt nun zusätzliche, breiter angelegte und länderübergreifende Studien. Die Untersuchung allein in Frankreich lasse wegen der insgesamt niedrigen Zahl von Erkrankungen nur in beschränktem Ausmaß Rückschlüsse zu.
Die Studienergebnisse zu diesem Forschungsgebiet sind aber sehr unterschiedlich: Während kürzlich eine Schweizer Studie keinen Zusammenhang zwischen Atomkraftwerken und einem erhöhten Krebsrisiko für Kinder sah, kam eine amerikanische Metaanalyse von 17 Studien zum gegenteiligen Ergebnis.
Das französische Netzwerk für den Atomausstieg, "Sortir du nucleaire", folgerte hingegen, dass die Untersuchung einen "klaren Zusammenhang" zwischen Leukämieerkrankungen bei Kindern und der Nähe zu Atomkraftwerken aufzeige. Das sei ein weiterer Beweis dafür, dass die Atomenergie - selbst ohne Unfälle - "nicht in eine zivilisierte Welt gehört". (APA/red)
Abstract im "International Journal of Cancer"
Childhood leukemia around French nuclear power plants - the Geocap study, 2002-2007
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Ein ganz ähnlicher Fall aus Deutschland:
http://www.spiegel.de/wissensch... 45,00.html
Dort waren die Daten außerordentlich schlecht, aber die Sensibilität der Medien und der Bevölkerung außerordentlich hoch.
Das scheint in dem hier diskutierten Fall ähnlich zu sein.
und zeitliche Verteilung der Leukämiefälle sogar stärker schwankt als dies bei einer Statistik unabhängiger Ereignisse zu vermuten wäre(Gaußverteilung).
Es ist dagegen nicht bekannt warum dies so ist: In Deutschland gibt es z.b. ~200Leukämiecluster, 5 oder 6 davon liegen "angeblich" in der Nähe von AKW - wie erklärt man die restlichen 195?!
Die möglichen Erklärungen reichen bis hin zu "Inzucht" auch die AKW selbst liegen oft in ländlichen wirtschaftlich unterentwickelten Gebieten, dass solche Gegenden auch vom sozialen her abgeschotteter sind als andere ist nicht ganz abwägig.
Wenn es überhaupt einen Zusammenhang gibt, dann aufgrund der sozialen Situation. In der Nähe von AKWs (gilt auch z.B. für Hochspannungsleitungen) wohnen eher sozial schwächere Menschen und Familien. Diese ernähren sich schlechter bzw. haben vielleicht einen nicht ganz so guten Zugang zu medizinischer Versorgung etc. und sind daher eher krank, welche Krankheit auch immer.
Aber diesen Effekt kann man natürlich für alles mögliche gebrauchen.
warum sollten neben atomkraftwerden ausschließlich sozial schwächere menschen wohnen?
es gibt sicher eine tendenz - aber zusätzlich zu der nähe des atomkraftwerkes könnte man in einer untersuchung auch die sozialen hintergrund der patienten prüfen.
d.h.einen ergebnisverändernder zusammenhang zwischen sozialschicht und leukämie-rate wäre durchaus methodisch berücksichtigbar.
ich hab gehört, dass die strahlung neben einem kohlekraftwerk viel höher ist als neben einem akw, wegen der durch die verbennung freigesetzten strahlenden isotope.
wenns also an der strahlung liegt müsste die leukämierate neben kohlekraftwerken noch höher sein.
Und da auch Benzole vermutlich zur Entstehung von Leukämie beitragen können müsste diese rate neben dicht befahrenen Straßen sogar NOCH höher sein.
Liegt aber alles in der Schwankungsbreite die die Leukämierate sowieso aufweist, "beweisen" lässt sich davon also überhaupt nichts.
Das was bei Strahlung bekannt ist, ist dass SEHR viel höhere Strahlendosen wie sie beim Atombombenabwurf von Hiroshima auftraten die Leukämierate erhöhen können und dieser Effekt wiederum bei Kindern schneller und stärker in erscheinung tritt als bei Erwachsenen. Da reden wir aber von Strahlendosen von jedenfalls >20mSv bei Erwachsenen vermutlich eher >100mSv, das was man aus AKW abkriegt sind aber höchsten wenige µSv.(viel kleiner als die natürliche Strahlung!)
Da sind jetzt in einem 5-Jahres-Zeitraum sieben Kinder mehr als erwartet im Umkreis von 19 AKW beobachtet worden.
1. Was ist mit anderen AKW? Frankreich hat 58.
2. Wenn man den Zeitraum vergrößert, ist aber keine Erhöhung festzustellen.
3. Ich möchte wetten, dass man einen 5-Jahres-Zeitraum finden kann, in dem drei Kinder weniger als erwartet erkrankt sind. Schlagzeile: "Leukämierate rund um AKW halbiert!"?
4. Bezeichnend, wie die Ausstiegslobby dieses Nichtergebnis ausschlachtet.
Es gab mal in D eine ähnliche Diskussion, da hat man so lange in den Statistiken gewühlt, bis man ein Szenario hatte, in dem Frauen (und nur die) rund um AKW xy (und nur da) ein erhöhtes Risiko für Blasenkrebs (und nur den) hatten.
Warum wundert mich jetzt (nicht), dass Sie sich für die Atomlobby ins Zeug legen?
Seltsam eigentlich, bei jemanden der vorgibt nur "wissenschaftlich" zu denken - wo die mutagene Wirkung von radioaktiver Strahlung schon seit vielen Jahrzehnten erwiesen ist.
Wie bereits erwähnt, Sie sind (vordergründig) inkonsequent in Ihren Bemühungen hier.
Sie sind reflexgesteuert.
Gegen AKW = gut
Für AKW = böse
Ich hinterfrage diese Studie. Die Punkte die mir spontan aufgefallen sind habe ich oben aufgeführt.
Sie hinterfragen diese Studie nicht. Sie applaudieren, weil ihnen das Ergebnis gefällt.
Was ist jetzt wohl wissenschaftlicher?
Fangen Sie doch mal an mit einer inhaltlichen Bewertung. Gerne auch bezüglich der Fragen die ich oben gestellt habe.
"Daher könne derzeit kein Zusammenhang zwischen der "sehr schwachen Strahlung durch normal funktionierende Atomkraftwerke" und der Zahl von Leukämiefällen hergestellt werden, sagte Clavel, die am INSERM die Abteilung für umweltbedingte Krebserkrankungen leitet."
Schon klar, man kann und soll ALLES hinterfragen.
Allerdings würde MIR nie, so wie Ihnen, einfallen etwas ÖFFENTLICH zu verteidigen, das an Sich BÖSE ist - jede (zusätzliche) Strahlung ist nunmal inkompabel für die "gesunde" Entwicklung alles Lebendigen.
Das hält SIE aber NICHT davon ab, das Wort für die Atomkraft zu ergreifen, wenn Sie "glauben" einen Fehler in der Argumentation "gegen" Atomkraft entdeckt zu haben.
Dafür gibst kein VERNÜNFTIGES Argument, außer halt SIE persönlich profitieren irgendwie von Ihrem eigenem Verhalten.
Das fällt MIR jetzt besonds auf, weil Sie ANDERSUM bei nicht nachweisbaren Stoffen oder Energien darauf BESTEHEN, dass DIE keine Wirkung haben KÖNNEN. Bei STRAHLUNG ists plötzlich GENAU umgekehrt für Sie.
Im Artikel steht, dass überhaupt keine nennenswerte Strahlung gemessen wurde, die ein erhöhtes Aufkommen an Leukämiefällen erklären könnte. Da steht ausdrücklich drin, dass die Strahlung nicht herangezogen werden kann zur Erklärung.
Sie überlesen sowas und ignorieren es, weil ihnen das so schön in den Kram passt. Wie objektiv Sie an die Sache rangehen, zeigt schon, dass Sie AKW als das "BÖSE" bezeichnen. Sorry, über Religion streite ich nicht.
Und wenn Sie von "zusätzlicher" Strahlung sprechen, zeigen Sie deutlich, dass Sie von Kernkraft keinen Schimmer haben. Da wird keine Strahlung erzeugt. Das Material strahlt von Natur aus.
Klar strahlt Uran von Natur aus.
Allerdings kommt wohl nur der Mensch auf die Idee zuerst strahlendes Material anzureichern um dann damit ein "kontrollierte" Kernspaltung herbeizuführen - wo es unvermeidbar zu "unnatürlicher" "zusätzlicher" Freisetzung von Radioaktivität kommen muss. Die sollte halt großteils nur "innerhalb" des Kraftwerks bleiben, was der im Störfall aber "wurscht" ist. Kernspaltung ist alles andere als natürlich - was da alles an "neuen" bzw. sonst höchst seltenen radioaktiven Stoffen erzeugt wird ist enorm.
Von der Endlagerungsproblematik all dieses Zeuges red ich da noch gar nicht.
Aber es geht um was GANZ anderes:
Sie als GESUNDHEITSAPOSTEL sind sich nicht zu schade FÜR die "Kernkraft" das Wort zu ergreifen.
... Feuer, das fallweise auch natürlich vorkommt, kontrolliert herbeizuführen, "- wo es unvermeidbar zu "unnatürlicher" "zusätzlicher" Freisetzung von -Feuer- kommen muss."
Und in der Menschheitsgeschichte sind definitv mehr Menschen durch Feuer als durch Radioaktivität umgekommen.
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