Gesetz aufgehoben

Straßenhunde in Rumänien werden doch nicht eingeschläfert

11. Jänner 2012, 14:47

Verfassungsgericht erklärte umstrittenes "Streunergesetz" für rechtswidrig

Bukarest - In Rumänien ist ein Gesetz für verfassungswidrig erklärt worden, das Behörden nach lokalen Volksbefragungen die Einschläferung aggressiver und/oder kranker Straßenhunde erlaubte. Vertreter von Tierschutzorganisationen begrüßten die am Mittwoch ergangene Entscheidung des Verfassungsgerichts mit Straßendemonstrationen vor dem Parlament in Bukarest.

Das Verfassungsgericht hat damit einem Einspruch von Abgeordneten der oppositionellen Sozialliberalen Union (USL) stattgegeben, die sich auf Fehler bei der Verabschiedung des Gesetzes Ende November sowie auf Verstöße gegen die Tierschutzgesetze beriefen. Das "Streunergesetz" sehe "die Einschläferung als laufend und massenweise anwendbare Maßnahme vor, obwohl nur ausnahmsweise und unter strikt limitierten Bedingungen darauf zurückgegriffen werden sollte", hieß es im Einspruch der USL-Abgeordneten.

Zwei Millionen Streuner

Das Problem der herrenlosen Hunde ist in Rumänien trotz zahlreicher Sterilisierungskampagnen und sonstiger Maßnahmen besonders hartnäckig. Die Zahl der Streuner wird auf über zwei Millionen geschätzt. Laut dem Leiter der Bukarester Tierschutzbehörde (ASPA), Robert Lorentz, zählte man in der Hauptstadt im November 2011 rund 40.000 sterilisierte Straßenhunde und weitere 10.000 nicht sterilisierte, davon die Hälfte Hündinnen, wobei die Dunkelziffer Zeitungsberichten zufolge weit über 100.000 beträgt. Die Stadt verfügt nur über zwei Hundefänger und höchstens 2000 Tierheimplätze für Straßenhunde.

Laut dem Präfekten von Bukarest, Mihai Atanasoaei, betragen die Kosten für die Sterilisierung eines Hundes 135 Lei (rund 30 Euro), jene für die Einschläferung nur 50 Lei (etwa elf Euro). Ein Platz in einem Tierheim kostet laut ASPA monatlich umgerechnet fast 90 Euro.

Nach Angaben der Tageszeitung "Adevarul" werden in Bukarest im Durchschnitt täglich 25 Personen, darunter zahlreiche Kinder, von herrenlosen Vierbeinern angegriffen. Im Jänner 2011 wurde eine Frau sogar von einem Rudel streunender Hunde getötet. (APA)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 125
1 2 3
espoir
00
Für all die Wichtigtuer:

http://www.em-2012-ohne-tiermassaker.de/

Da gibt es eine sehr informative Übersetzung einer Fernsehdiskussion zum Thema. Viele Lügen - die eine Hetze produzieren wollten. So wie in diesem Forum hier auch.

Adolf Ogi
00
13.1.2012, 16:40
Frage

wo ist das Posting von der Redaktion hin verschwunden?

Pete Bronski
69
12.1.2012, 18:12
ich sag nur eins:

mir ist ein Hund tausendmal lieber als diese ganze versiefte weltfremde tierhassende Bobomeute hier. Tiere sind wahre Mitgeschöpfe Gottes, haben keine Lobby und sind wehrlos, deswegen werden sie immer meine vollste Unterstützung genießen.

quod erat demonstrandum
22
12.1.2012, 20:13

Was bitte ist ein "Mitgeschöpf"? So eine Art Resteverwertung der Genesis? In einem solchen Kontext wäre die Beseitigung der Straßenhunde durchaus vertretbar. :-)

krendl
11
12.1.2012, 13:15
"Nach Angaben der Tageszeitung "Adevarul" ..."

Na dann.

Bitte bewerten Sie mit "rot"
79
12.1.2012, 13:14
Gegen die falsche Tierliebe realitätsfremder Wohlstandsverwahrloster anzuschreiben

die glauben in Rumänien wären die Hunde solche multi-geimpften und ärztlich rundumversorgten Stubenwauzis wie bei uns ist wie der Kampf gegen Windmühlen.

Getötet sollen sie nicht werden, Unterbringung im Tierheim und Sterilisation ist für diese Länder nicht finanzierbar. Aber selbst einen mit Räude, Staupe und Tollwut verseuchten Straßenhund aufnehmen will auch keiner. Also wird zur Befriedigung selbstgerechter Selbstdarstellung gefordert, die Leute sollen eben mit dem Straßenhundeproblem leben und Angriffe über sich ergehen lassen (auf das kommt es ja raus).

Die meisten Hundebesitzer stellen ihr Wohl über das ihrer Mitmenschen - egal ob im In- oder Ausland. Diskussion zwecklos, einfach nicht auf sie hören und menschenfreundlich agieren

espoir
00
Nach einiger Zeit zeigt sich wie gehässig und

falsch einige Einschätzungen von gewissen Neurotikern und Unken waren, die allseits Monster und tollwütige Bestein sahen:

http://www.em-2012-ohne-tiermassaker.de/

Da gibt es eine sehr informative Übersetzung einer Fernsehdiskussion zum Thema. Viele Lügen - die eine Hetze produzieren wollten. So wie in diesem Forum hier auch.

Hautflügler
55
12.1.2012, 13:37

Komisch, bis jetzt konnten die Leute mehr oder weniger gut mit den Tieren leben. Letztendlich sind die ach so armen Menschen ja mitschuld, vom Himmel sind die Straßenhunde nicht gefallen.
Sterilisationsaktionen bzw. die Sterilisation des eigenen Hundes sollten auch für die Bürger der Ukraine möglich sein, da muss man die Tiere nicht barbarisch erschlagen oder verscharren.

Rosa Stahl
11
13.1.2012, 09:30

Falls sie es nicht wissen: in diesem Land gibt es nur eine sehr dünne "Oberschicht", die sich mit Bobo-Problemen, wie Hunderlsterilisation befassen können. Die absolut Mehreren dort haben wahrlich andere Probleme, nämlichd die des Überlebenskampfes.

Und eine Stadt, in der täglich(!) 25 Menschen von herumstreunenden Hunden attackiert werden, hat tatsächlich ein Hundeproblem.

espoir
00
Von welcher geschmierten Institution beziehen Sie

solche Zahlen?

falsch einige Einschätzungen von gewissen Neurotikern und Unken waren, die allseits Monster und tollwütige Bestein sahen:

http://www.em-2012-ohne-tiermassaker.de/

Da gibt es eine sehr informative Übersetzung einer Fernsehdiskussion zum Thema. Viele Lügen - die eine Hetze produzieren wollten. So wie in diesem Forum hier auch.

Bitte bewerten Sie mit "rot"
43
12.1.2012, 15:26
Dieses Posting ist der beste Beweis... Vielen Dank

Im Schnitt wurden doch auch bis jetzt 25 Menschen pro Tag in Bukarest angefallen, warum sollten wir das ändern? Es wäre doch barbarisch, das Problem nachhaltig und endgültig zu lösen, indem man die Straßenhunde beseitigt...

Bei manchen Weltanschauungen und Wertvorstellungen kann ich nur den Kopf schütteln...

dasächts !!
00
12.1.2012, 18:31
sie

können bei bestimmten weltanschauungen und wertvorstellungen nur den kopf schütteln?das trifft tierliebhaber aber jetzt schon sehr.wir nehmen natürlich nun sofort ihre weltanschauungen und wertvorstellungen an.ab jetzt sind wir,um zukünftiges kopf schütteln zu vermeiden,auch für die tötung der bösen strassenhunde.und wenn dann alle menschen ihre wertvorstellungen und weltanschauungen angenommen haben ist die welt um viele tiere ärmer und das böse somit ausgerottet.

Thank God I'm A Country Boy
24
12.1.2012, 13:50

Sterilisation bei so einem Problem bringt gar nichts. Solange - und das wird passieren- 5 bis 10 Zeugungsfähige Tiere pro Großstadt überbleiben ändert das nichts a der Population. die finden eh nichts genug zu fressen, der Großteil der Welpen verhungert- wenns dann nur noch 4 Würfe im Jahr gibt, schaffen es viel mehr, da sie weniger Konkurrenz haben, und nach kurzer Zeit hast du genauso viel Hunde wie vorher.
Zudem löst es ja das Problem der Menschen nicht. Die müssten ja, bis die sterilisierten Hunde eines natürlichen Todes gestorben sind, noch jahrelang weiter mit den Straßenhunden leben.

Walter Kaiser.
00
10.2.2012, 09:53
Also stellt sich die Frage, warum das Problem in anderen Ländern nicht existent ist?

Weil - 5 streunende Hunde hats ja bald.

Epistula non erubescit
116
12.1.2012, 09:57

Ja, die aemen Tierchen sollen ruhig noch an ein paar Menschenbeinen knabbern dürfen, die armen Viecherl haben ja sonst nix...

Streuende Hunde sind eine Gefahr. Und wenn es doch soooo viele falsche Tierliebhaber gibt, sollen sie die Kosten für Unterbringung und oder sterilisation/kastration übernehmen. Ansonsten: einschläfern

fuerTiere
23
12.1.2012, 09:38
Wußten Sie, das es in Rumänien

ca. 1 Million Strassenhunde gibt? Dass jährlich Tausende in Tötungsstationen brutalst erschlagen, erdrosselt oder vergiftet werden?

Jane Lane
 
92
12.1.2012, 11:25

Wussen Sie, dass es in Rumänien auch ca. 1 Million Strassenkinder gibt?

(Und das sind nur die Kinder, da kommen noch eine Menge Erwachsenen hinzu)

Und wieviele von denen brutalst erschlagen, erdrosselt oder vergew... werden?

Mormoloc
03
12.1.2012, 14:14
Bitte? Haben Sie auch einen Beleg für Ihre Aussage?

krendl
26
12.1.2012, 13:17
Was haben die Menschen mit den Hunden zu tun?

Ziehen Sie keine sinnlosen Vergleiche und wiegen Sie nicht auf. Ein Staat, der sich zivilisiert nennen will, muss auch mit seinen Tieren einen zivilisierten Umgang pflegen. Tatsache ist, dass alle diese Staaten könnten, wenn sie wollten. Aber eben genau daran mangelt es. Bezüglich der Menschen und der Tiere.

Jane Lane
 
71
12.1.2012, 16:22
Wenn sie von kranken Tieren gebissen werden (man beachte um welches Gesetz es hier ging) sehr viel:

"Rumänien ist ein Gesetz für verfassungswidrig erklärt worden, das Behörden nach lokalen Volksbefragungen die Einschläferung aggressiver und/oder kranker Straßenhunde erlaubte. "

Dieses "ui-diearmen Wauzis" von Leuten, die, wenn es um die Menschen in Rumänien geht, gaaanz schnell auf "geh, die san eh scho pleite- einfach Augen zu!" umschwenken, ist zum Kotzen.

Marlon62
00
13.1.2012, 12:46
Nur ist es so,

dass die Menschen sich ihr Problem selbst geschaffen haben und auch weiterhin schaffen, während Tiere nichts für ihr Dasein können.

Fragen Sie einmal, wieviele Leute in Rumänien oftmals monatelang kein Gehalt bekommen, weil der Boss einfach nicht bezahlen will, sondern lieber auf seiner Yacht im Mittelmeer herumkreuzt. Wenn sich einer aufregt, bekommt er die Fristlose. Tatsächlich hat sich in dem Land nach Ceaucescu nichts geändert, lediglich die Besitztümer wurden an andere kriminelle Menschen verteilt.

Jane Lane
 
11
13.1.2012, 13:20

Und deswegen ist es okay, wenn ein kranker Strassenhund ein Schulkind auf dem Heimweg beißt?

espoir
00
Wie schön, wenn dieses ganze hysterische und gehässige

Gebrabbel irgendwann mal der Realität sich annähert:

http://www.em-2012-ohne-tiermassaker.de/

Da gibt es eine sehr informative Übersetzung einer Fernsehdiskussion zum Thema. Viele Lügen - die eine Hetze produzieren wollten. So wie in diesem Forum hier auch.

dasächts !!
23
12.1.2012, 13:17
es ist immer

wieder amüsant zu lesen,wie sich tierhasser als menschenliebhaber ausgeben,um in ihrer sehr kleinen welt,tier mit menschenleid aufzuwägen.das eine hat mit dem anderen zwar gar nichts zu tun,ist aber eine gute erklärung vor sich selbst,um den eigenen tierhass zu rechtfertigen.aber geht es ihnen dadurch wirklich besser?oder geht es diesen menschen dadurch besser??was sind genau ihre initiativen um diesen von ihnen beschriebenen menschen zu helfen?ist es nicht vielmehr so dass es sie stört das es menschen gibt die eine höhere moral als sie selber besitzen und sich für tiere einsetzen?

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 125
1 2 3

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.