Fahrtüchtigkeit

Schläfrigkeit durch Pillen am Steuer

12. Jänner 2012, 09:06
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    foto: obx-medizindirekt

    Die Einnahme von Arzneien, Alkohol oder Drogen beeinflussen die Fahrtauglichkeit.

Viele Arzneimittel verringern das Reaktionsvermögen und damit die Fahrtüchtigkeit - Ein Verkehrsunfall kann die Folge sein

Regensburg - Es gibt viele Gründe, die zu einem Unfall führen können. Die Einnahme von Medikamenten ist ein wichtiger Risikofaktor. Eine Studie der Bundesanstalt für Straßenwesen hat ergeben, dass rund 20 Prozent aller Arzneimittel das Reaktionsvermögen herabsetzen und viele Unfälle unter dem Einfluss von Arzneimitteln verursacht werden.

Schon übliche Grippemittel können, je nach enthaltenen Wirkstoffen, die Fahrtüchtigkeit erheblich einschränken, teilt der deutsche Reportagedienst obx-medizindirekt mit. Gleiches gilt für Schlaf- oder Beruhigungsmittel mit dem Wirkstoff Diazepam, Midazolam oder Flunitrazepam, die auch gegen Angststörungen oder Muskelverspannungen eingesetzt werden. Antihistaminika in Allergiemitteln oder Hustenblocker besitzen ähnliche Wirkungen. Auf dem Beipackzettel sind Hinweise zur Einschränkung der Fahrtüchtigkeit nachzulesen - detailierte Auskünfte geben auch Apotheker.

Auch Krankheiten beeinflussen Fahrvermögen

Doch nicht nur die Einnahme von Medikamenten, Alkohol oder Drogen beeinflussen die Fahrtauglichkeit. Auch chronische Krankheiten, Demenz, Durchblutungsstörungen, Herzerkrankungen oder vermindertes Sehvermögen können die Eignung zur Teilnahme am Straßenverkehr erheblich herabsetzen. Ein Diabetiker beispielsweise kann fahruntauglich werden, wenn er in eine Unterzuckerung gerät.  Asthmapatienten können bei Anfällen von Atemnot zur Unfallgefahr werden, ebenso wie Herzpatienten, die am Steuer eine Angina-pectoris-Attacke erleiden.

Starke Schmerzen, etwa nach einer Sportverletzung oder fiebrige Erkrankungen können die Fahrfähigkeit ebenso mindern wie Übermüdung und vor allem auch Stress. Das Unfallrisiko beim Autofahren unter Stress ist fünfmal so hoch wie unter entspannten Bedingungen.

Immer wieder taucht die Forderung auf, ältere Menschen nicht mehr ans Steuer zu lassen. Alter allein ist aber kein ausreichender Grund für ein Fahrverbot. Ein gesunder 90-Jähriger kann unter Umständen problemlos Auto fahren, während ein 25-Jähriger fahruntauglich ist, weil er wegen einer bestehenden Allergie bestimmte Antihistaminika einnimmt, die Müdigkeit verursachen.  Häufig mehren sich mit den Jahren aber die körperlichen Beeinträchtigungen. Nachlassende Seh- und Hörfähigkeit können allein schon die Fähigkeit zum Autofahren reduzieren.

Eine Möglichkeit mögliche Risikofaktoren zu entdecken sind regelmäßige Gesundheitskontrollen für Führerscheinbesitzer. Die Neuausstellung der ab dem Jahr 2013 auf 15 Jahre befristeten Führerscheine im Scheckkartenformat sind in Österreich nicht an Gesundheitskontrollen gekoppelt, obwohl von der EU empfohlen. Ebenso wenig sind häufigere ärztliche Kontrollen bei Lenkern über 50 Jahren geplant. (red)

Kommentar posten
21 Postings
nathan2
00
18.1.2012, 13:05
Verkehrstüchtigkeit !?

Wollte man Strassenverkehr absolut sicher gestalten müsste man in abschaffen. Medikamente sind sicher "auch" ein Verkehrsicherheitkriterium aber sicherlich nicht in dem Ausmass wie dargestellt.
Man versucht hier eher die Eigenverantwortlichkeit des Kfz-Lenkers,(und zwar bis hin zur Entmündigung) zurückzudrängen. Will sagen: Die voranschreitende gesellschaftliche und soziale Normierung findet nunmehr auch zu diesem Pkt. ihre (apodiktische ?!) Fortsetzung.

Gabi_001
01
15.1.2012, 18:57
Hauptunfallursachen sind nach wie vor:

# Überhöhte Geschwindigkeit
# Zu geringer Sicherheitsabstand nach vorne
# Drogen/Alkoholeinfluss des Fahrers
# Riskantes Überholen
# Missachtung der Vorfahrt/Vorrang

Da gibt es noch genug Potential, um besser zu werden.

Bulldog
11
13.1.2012, 22:24

na los - machen wir Kontrollen. Keine Medikamente mehr beim Autofahren. Gesundheit ist unwichtig, Arbeitsplätze auch - Hauptsache man hat wieder etwas Unnötiges gefunden um die Bürger zu unterdrücken und zu terrorisieren. Ein weiterer Schritt zum Terror-Staat. Ach ja - und jetzt das Plus: viele hundert neue Beamtenposten für die Kontrolle und Auswertung der Kontrollen, und tolle Chefposten für unnötige Politiker als Ausgedinge. Super...

Lila005
10
16.1.2012, 15:06

Ich kenne genug Leute die schwerste Antidepressiva schlucken und sich hinters Steuer setzten, meiner Meinung nach ist das nicht ok.Viele Leute gehen zu jährlichen Kontrollen zum Amtsarzt, damit sie weiter Behinderdenhilfe oder sonstige Zuschüsse bekommen und der Arzt weiß unter welchen Medikamenteneinfluss diese Leute stehen, trotzdem dürfen sie weiterfahren, weil Sie ja den Schein schon vor der Erkrankung hatten, aber Leute mit den gleichen Beschwerden und den gleichen Medikamenteneinfluss die noch keinen Schein haben dürfen ihn aufgrund der Belastung nicht machen?Das hat für mich keine Lokig!Das ist doch absurd! Wer übernimmt den die Haftung, wenn einem Menschen durch solche Fahrer Schaden zugefüht wird?Der Arzt?Dann wars wieder keiner!

Lila005
00
16.1.2012, 14:55

Um diese Leute sollte man sich sorgen machennicht um welche die mal einen Schnupfen haben oder ähnliches.
Man will ja eigentlich gar nicht wissen was einem Tagein Tagaus auf der Straße begegnet!

Lila005
00
16.1.2012, 14:53

Medikamente sind genauso ein enormer Risikofaktor!
Ich kenne genug Leute die schwerste Antidepressiva schlucken und sich trotzdem hinter Steuer setzen. Das finde ich persönlich nicht ok!
Meiner Meinung nach sollten alle Leute die sowieso alle paar Jahre zum Amtsarzt müssen, damit sie weiterhin Ansprucht auf Behindertenhilfe oder sontige Zuschüsse haben, keine Führerscheinverlängerung bekommen, wenn sie stark unter Medikamente gestzt sind. Das ist doch absurd, manche nehmen alle möglichen Medikamente damit der Körper irgendwie überlebt und trotzdem dürfen diese Leute mit dem Auto fahren? Was ist das bitte für ein Logik der Ärzte?! Wer übernimmt den die Haftung wenn solche Leute einmal ein Kind schädigen? Von denen gibt es genug (leider)

M.Cremaster
02
13.1.2012, 01:04
aaaahhh maan soll also

kein benzo nehmen vorm Autofahrn... Wer hätte das gedacht.... -.-

O5
10
13.1.2012, 00:50

Lest und befolgt die Beipackzettel. Es ist doch sooo einfach.

Die andere Meinung
 
20
12.1.2012, 19:07
Doch nicht nur die Einnahme von Medikamenten, Alkohol oder Drogen beeinflussen die Fahrtauglichkeit.

dieser satz disqualifiziert den ganzen artikel..

alkohol ist keine droge,
medikamente auch nicht...

ich glaub, die standard-redaktion liest zuviel kr0ne...

Got Your Nose!
10
14.1.2012, 17:10

alkohol ist eine droge, genauso wie zigaretten, kaffee und tee.

Calimero22
00
12.1.2012, 15:58
schläfrigkeit am steuer durch pillen

der gärtner
52
12.1.2012, 12:07
"schläfrigkeit" ist kein grund nicht auto zu fahren!!!

denn da dürfte ja auch niemand mehr in der früh oder nach 21h in ein auto steigen.

und zu den medikamenten:

die modernen antihistaminika, die als antiallergika eingesetzt werden, machen nicht mehr wirklich müde.
laut diesen verbotsfanatikern, die selber wahrscheinlich keineswegs aufs auto verzichten würden, dürfte man damit aber keinesfalls in ein auto steigen.
das ist lächerlich.

die einzigen medis bei denen man das lenken eines autos wirklich unterlassen sollte sind die
benzodiazepine und selbst da kann man bei niedrigen dosen und bereits eingesetzter gewöhnung noch argumentieren.

im beipackzettel steht das autofahrverbot nur zur rechtlichen absicherung der pharmafirma drinn,
das kann man getrost ignorieren.

Duck of Death
30
13.1.2012, 09:56

Und die 4 Vierterl spüren sie auch nicht, darum fahren sie da um so lockerer durch die Gegend.

Bilderrahmen
02
12.1.2012, 19:26

Ob Sie fahrtüchtig sind oder nicht entscheidet nicht der Beipackzettel sondern jeder selbst.

Wenn es zu einem Unfall kommt, so haben Sie sich hier zu verantworten und so wird die Fahrtüchtigkeit von Externen festgestellt. Beipackzettel hin oder her.

zb
00
12.1.2012, 14:10
Antiallergika machen müde!

Dies Substanzgruppe muss etwas differenzierter betrachtet werden. Im Gegensatz zu Männern, an denen die Studien zur Zulassung gelaufen sind, leiden Frauen zu mehr als 50% unter Schläfrigkeit und extremer Müdigkeit. Und das unabhängig vom der jeweiligen Untergruppe der Antihistaminika.

beos
00
12.1.2012, 17:35

auch bei den relativ neuen wie Xyzal? Bin keine Frau, aber hab auch von meiner Freundin noch nie gehört, dass sie davon müde wurde..

Die älteren, welche auch gut bei Juckreiz usw. helfen wie DHM, DPH werden ja mittlerweile in Mitteleuropa primär als rezeptfreies Schlafmitttel angeboten.

Wobei vermutliche besonders die Stoffgruppen der Antidepressiva und Antipsychotika (Neuroloptika) nicht ganz ungefährlich sind, wenn man gleich bei den ersten Einnahmen ins Auto steigt.

zb
00
12.1.2012, 17:48

ich habe bisher keine Substanzgruppe gefunden, die bei den Betroffenen nicht Müdigkeit ausgelöst hätte.

zb
00
12.1.2012, 14:07
Antiallergika machen müde!

Sabine Werner
00
12.1.2012, 09:14

alter hut, steht doch auch auf den packungen groß und breit drauf - vorsicht beim lenken eines kraftfahrzeuges - ich pfeife mir auch kein z.b. neocitran rein wenn ich einen gripp. Infekt habe, und setze mich dann lustig ins Auto!

der gärtner
30
12.1.2012, 12:18
eine erkältung mit leichtem fieber macht auch müde

und schränkt die leistungs- und reaktionsfähigkeit ein, da dürften sie also auch ohne medikamente nicht mehr fahren.

außerdem dürfte man dieser logik nach, wenn man vom müdigkeitseffekt eines neocitran ausgeht,
nach dem mittagessen und am nachmittag wenn dann das leistungstief einsetzt auch nicht mehr fahren
und viele leute sind am vormittag noch müde, die dürften auch nicht fahren.

das ist doch grotesk!

irgendwo muss man mal einen punkt machen und über verhältnismäßigkeit und vorurteile reflektieren.

Das bin doch ich!
23
12.1.2012, 10:41

Da sind Sie aber eine der ganz wenigen! Die meisten verzichten nicht um die Burg auf ihr Gefährt, egal wie sehr sie mit Medikamenten voll sind. Und wenn ich jetzt sage, es solle nicht erlaubt sein, unter Einfluss müdemachender oder sonstwie beeinträchtigender Medikamente überhaupt fahren zu dürfen, werde ich hier natürlich von den Autofreaks niedergebügelt... Ich sags trotzdem! :-)

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