Psychisch Kranke erhalten in Wien mehr Eigenständigkeit

11. Jänner 2012, 13:22
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    foto: epa

    Wohnen in den eigenen vier Wänden: Für viele Betroffene ein großer Schritt

"Selbstständig mit sozialem Netz" (SMS) bietet Betreuung im eigenen Zuhause für vorerst 36 Menschen

Wien - Die Bundeshauptstadt will ihr Angebot im betreuten Wohnen weiter ausdifferenzieren. Zu diesem Zweck startet in Wien nun ein auf 14 Monate angelegtes Pilotprojekt, das von "pro mente" entwickelt wurde. Ziel ist es, Menschen mit psychischen Erkrankungen ein möglichst eigenständiges Leben in der eigenen Wohnung zu ermöglichen. Auf insgesamt 36 Wohnplätze ist die Initiative "SMS" (Selbstständig mit sozialem Netz) vorerst angelegt. Für die Finanzierung in Höhe von 152.000 Euro kommt die Stadt über den Fonds Soziales Wien auf.

Der wesentliche Unterschied zur bestehenden Form des voll- oder teilbetreuten Wohnens bestehe darin, dass Betroffene im Zuge von "SMS" weniger häufig und intensiv von ihren Betreuern zu Hause besucht oder kontaktiert werden, erklärte Sozialstadträtin Sonja Wehsely am Mittwoch in einer Pressekonferenz. Diese Menschen hätten nämlich ein Maß an Stabilität erreicht, das ihnen mehr Selbstbestimmung ermögliche. In schwierigen Zeiten könne die professionelle Unterstützung aber sofort wieder intensiviert werden, wurde betont.

Schwieriger Schritt in die Selbstständigkeit

Derzeit würden jene Menschen, die nach jahrelanger Unterstützung eigentlich selbstständig leben könnten, diesen Schritt oft nicht wagen und lieber in der umfassenderen, aber für die Klienten auch einschränkenderen Betreuungsform bleiben, da sie die Betreuung nicht zur Gänze verlieren wollten, so Wehsely. Mit dem neuen Projekt, das als "Fade-out vom betreuten Wohnen" konzipiert ist, werde der Weg hin zum eigenständigen Leben nun erleichtert, sagte die Stadträtin.

"Pro mente Wien"-Obmann Georg Psota versicherte, dass die Betreuung durch klinisch erfahrene Mitarbeiter erfolge und die Initiative wissenschaftlich evaluiert werde. Mit dem Projekt betrete man nämlich Neuland. Laut Ressortchefin befanden sich 2011 in Wien 1.240 Menschen im vollbetreuten und 1.450 Leute im teilbetreuten Wohnen. (APA)

KurtEcker
02
28.3.2012, 21:12
Wer's glaubt, wird selig.

Eigenständig ????

Wer's glaubt, wird selig.
Es gibt zuwenig Unterbringungen und Raum.
Das ist der Grund für diese Massnahme und dieser Bewerbung, dass es angeblich mehr Freiheit gäbe.

Zwangsmedikamentiert werden diese Menschen trotzdem.
Und fact ist, sobald diese Menschen, ihre Tabletten, Depotinjektionen, Psychodrogen nicht fristgerecht und vor Augen der Pfleger/Ärzte einnehmen,
werden sie mit der Streife und mit Handschellen unter Zwangsfixierung zwangsmedikamentiert.

Wer ein wenig Mum hat, studiert die Menschenrechstcharta und begreift,
wie diese nach und nach ausgehebelt wird!
Wohl bekomm's!

meresi
31
12.1.2012, 06:53
was nur 36 werden zuhause betreut...??

ich dachte die regierung besteht aus mehr leuten...??
na so kann man sich irren...

pottery
02
12.1.2012, 10:15

Hab grad gegoogelt (und mich hoffentlich nicht verzählt): Die österr. Regierung besteht aus 17 Mitgliedern. Da werden wahrscheinlich noch ein paar Angehörige mitbetreut ;)

Harry Y.
 
10
12.1.2012, 01:31
Brav. Weiter so.

Je eigenständiger, desto besser.

Dirty Sanchez i.R.
 
49
11.1.2012, 14:14
Psychisch Kranke erhalten in Wien mehr Eigenständigkeit

Noch mehr Eigenständigkeit für die Stadtregierung und die Landtagsabgeordneten?????

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