Subventionen

Windkraftbetreiber loben Ökostromgesetz

11. Jänner 2012, 12:31

Ausbau beschränkt sich vorerst auf das Burgenland und Niederösterreich

Wien - Jahrelang sind in Österreich keine neuen Windräder errichtet worden, zu unsicher waren den Betreibern die gesetzlichen Rahmenbedingungen. Die Novellierung des Ökostromgesetzes im Sommer 2011 bringt nun einen Investitionsschub. Alleine im Jahr 2012 wird die Windkraftleistung um ein Drittel gesteigert. 620 Mio. Euro werden in neue Anlagen investiert. "In Summe sind wir wirklich sehr zufrieden mit dem Gesetz", resümierte die Juristin der IG Windkraft, Ursula Nährer, am Mittwoch vor Journalisten.

In Kraft ist das neue Ökostromgesetz noch nicht, da noch das "Go" der EU-Kommission fehlt. Die Windkraftlobby ist aber zuversichtlich, dass die Novelle mit Juli 2012 in Kraft treten kann. Bereits seit vergangenem Sommer in Kraft ist hingegen die Bestimmung zum Abbau der Warteliste schon beantragter Projekte. Einmalig wurden dafür 80 Mio. Euro für Windkraft und 28 Mio. Euro für Photovoltaik zur Verfügung gestellt.

Mit dem Ergebnis, dass 2011 Verträge für mehr als 800 Megawatt Windkraftleistung vergeben wurden. Diese Anlagen werden in den kommenden Jahren gebaut. Im Vorjahr wurden laut IG Windkraft um 120 Mio. Euro 31 Anlagen mit 73 MW errichtet. Für heuer rechnet IG-Windkraft-Geschäftsführer Stefan Moidl mit 140 neuen Anlagen mit einer Leistung von 376 MW, womit die insgesamt installierte Windkraftleistung auf 1.459 MW ansteigen würde.

Die neuen Windräder werden alle im Burgenland (245 MW) und in Niederösterreich (131 MW) stehen. "Die anderen Bundesländer müssen erst in die Gänge kommen", so Moidl. In der Steiermark, in Oberösterreich, Salzburg und Tirol würden zwar Projekte diskutiert, man sei aber noch nicht so weit, dass es heuer noch zur Errichtung kommt. Wegen behördlicher Hürden bzw. mangelnden Konsenses sei etwa in Oberösterreich seit 2005 nichts gebaut worden.

Dementsprechend unterschiedlich ist auch der Anteil der Windenergie am Stromendverbrauch. Im Burgenland wird dieser Anteil bis Ende 2012 von 47 auf 81,5 Prozent steigen, in Niederösterreich von 11,5 auf 14,1 Prozent. Österreichweit wird die Windkraft Ende des Jahres aber erst 4,9 (2011: 3,6) Prozent des elektrischen Endenergieverbrauchs decken können. Derzeit produzieren Österreichs Windräder rund 2,2 Terawattstunden Strom, Ende 2012 sollen es knapp 3 Mrd. TWh werden. Damit können über 850.000 Haushalte versorgt werden.

Auch außerhalb der Landesgrenzen wird kräftig gebaut, vor allem in Asien. 2011 wurden weltweit rund 25.000 MW Windkraftleistung errichtet, womit Windräder mit einer Leistung von 215.000 MW in Betrieb sind, davon 92.000 MW in Europa.

Noch muss die Windenergie aber subventioniert werden. In Österreich flossen im Jahr 2010 rund 72 Mio. Euro, insgesamt betrug die Ökostromförderung 340 Mio. Euro. Ein durchschnittlicher Haushalt musste voriges Jahr 4,9 Euro für die Windkraftförderung zahlen. Wann es keine Unterstützung mehr braucht, also die sogenannte Netzparität erreicht wird, hängt laut Moidl maßgeblich von der Entwicklung des Strompreises ab. Den sinkenden Erzeugungskosten - seit 2008 haben sich Windturbinen internationalen Schätzungen zufolge um etwa ein Fünftel verbilligt - stünden steigende Erschließungskosten gegenüber. Hierzulande beträgt der Einspeisetarif für Strom aus Windenergie 9,5 Cent/kWh. Zum Vergleich: An der Leipziger Strombörse EEX wird eine Kilowattstunde derzeit mit 4,8 bis 5,5 Cent gehandelt. (APA)

Kommentar posten
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1 2
aleph null
23
12.1.2012, 05:17
Ich war unlängst in Holland, dem Mutterland der Windräder

Auf der Fahrt von Rotterdam nach Amsterdam sah ich gerade einmal 5 Windräder, alle viel kleiner als die Riesen, die hierzulande errichtet werden.

Als ich wieder nach Hause flog und mich im Landeanflug an Schwechat befand, sah ich, dass die Landschaft hier von Windrädern schier zugepflastert ist.

Ich habe mir nur gedacht: die Holländer sind nicht so d3ppert wie die Österreicher.

José Atento
11
11.1.2012, 23:02
Schon wieder neue/höhere Subventionen

Naja, die Politiker wissen nicht mehr wohin mit den vielen Steuereinnahmen.

Trotzdem machen sie immer mehr Schulden, weil sie selbst nicht genug bekommen können.

nix fir unguad
23
12.1.2012, 00:21
Schön wäre es wenn die höhernen Kosten des Stromes in den Staatssäckel fliessen würde

Das Geld geht aber bei der PV-Förderung an gutsituierte Eigenheimbesitzer und Bauern. Bei Windkraft an Ärzte, Rechtsanwält, höheren Beamten etc. die sich Anteile von Windparks kaufen.
Alle erzielen durch diese Förderungen überhöhte Gewinne ohne Risiko. Gezwungenermassen bezahlt zu einem hohen Anteil von Geringverdienern.

Bauernsohn
01
11.1.2012, 22:36
Öko-Subventionen sofort abschaffen...

dafür im Gegenzug
1) Haftpflichtversicherung für AKW-Betreiber einführen und
2) Rücklagenbildung für 100000 Jahre Lagerhaltung radioaktiver Stoffe einfordern.
Dann regelt der freie Markt das Problem.

freimann1
21
11.1.2012, 17:31
Jeder mit ein bißchen Hausverstand kann erkennen, dass sich da nur Fördergelder im Winde drehen

Einmal abgesehen von der rabiaten Umformung der Landschaft überwiegen die wirtschaftlichen Nachteile der Windenergie bei weitem:
- Schattenkraftwerke müssen ständig mitlaufen um die Versorgung sicherzustellen.
- Die Netzkosten sind enorm höher; bei 1000 Windkraftanlagen über NÖ u. Bgld. verstreut, sind die Netzkosten entsprechend höher als bei einem konventinoellen KW.
- Der Verlust an Lebensqualität durch Lärm, Schattenwurf u. nächtliche Befeuerungen ist enorm
- Der rasante Preisverfall für angrenzende Immobilien u. Grundstücke belegen das
- Durch die exsessive Förderung u. Subvent. ist es nicht mehr rentabel ein normales Kraftwerk zu bauen, da diesem die 1500 Betriebsstunden, die von der WKA geleistet werden fehlen.

A ndreas Bogeschdorfer
32
11.1.2012, 18:17

-Rabiate Umformung d Landschaft: Typische Nimby (not in my backyard)-Argumentation. Diese findet bei Öl/ Gasförderung, Kohle/Uranabbau statt. Ebenso durch Pipelines, Raffinerien, Veredlungsanlagen f Kohle, Gas, Uran.

- Versorgung kann auch ein intelligenter Mix aus Erneurbaren u Speichertechnologien sichern.

- Anschlusskosten: Dem stehen Einsparungen bei weiträumigem Stromtransport entgegen, wenn man überwiegend dezentral agiert.

- Lebensqualität u Preisverfall v Immobilien ist ein Märchen. Die Mehrheit d Menschen WILL Windräder i d Umgebung.

- Ein "normales" KW wird künftig ohnehin nicht mehr rentabel arbeiten können, wg steigender Rohstoffkosten.

Exzessive Subvention findet gerade bei fossil/atomaren Energien statt.

freimann1
22
11.1.2012, 18:37
Alles Wunschdenken grüner Träumer

@ mix aus Erneuerbaren u. speichertechnologie?
- den gibt es nirgends auf der welt für das benötigte volumen

@ wenn man überwiegend dezentral agiert?
- ja wenn, deswegen müssen Stromtrassen von der Nordsee nach Bayern verlegt werden

@ Die Mehrheit d Menschen WILL Windräder i d Umgebung?
bitte um Belege, aber glaubwürdige, keine Studien von der IG-Windkraft

@ wg steigender Rohstoffkosten?
wo hat ein Wasserkraftwerk steigende Rohstoffkosten?

@excessive Subventionen bei fossil/atomar?
bitte um Belege, aber glaubwürdige, nicht von Greenpeace etc.

daemeth
12
11.1.2012, 19:21

die mehrheit mag aber keine atomkraftwerke, kohlekraftwerke oder die landschaft-zerstörende wasserkraftwerke...

da ist ein windkraftwerk noch das geringste übel.

curieux
00
Kaprun ist seit 60 Jahren ein Tourismusziel.

Das Maltakraftwerk ebenso.
Die Stauseen in Ottenstein im Waldviertel haben sich zu einem Freizeitzentrum gemausert.

Das bezeichnen Sie als landschaftszerstörend?
Wie gefällt Ihnen im Vergleich dazu die Parndorfer Platte?

somussesnichtsein
11
12.1.2012, 17:09
also wenn was landschaftszerstörend ist

dann sind es die windräder!

daemeth
00
12.1.2012, 17:12

die wasserkraft hat sogar mehr umwelt zerstört als die atomkraft....

somussesnichtsein
00
12.1.2012, 18:13
ja es gibt halt vielerlei meinungen

und sehr eigenartige menschen gibt es auch.

aleph null
12
12.1.2012, 05:22
Das Problem ist halt,

dass die Windenergie die Anzahl der AKWs, Kohlekraftwerke und Wasserkraftwerke keineswegs reduziert. Die Windräder sind *zusätzlich* vorhanden.

Der Grund dafür ist einfach: Windkraft ist ein volatiler Energieträger und kann damit nicht zur Grundlastversorgung herangezogen werden, es sei denn, man plant europaweit Überkapazitäten um das 10-fache und mehr.

Andreas Mittermayer
00
12.1.2012, 12:46
Das ist natürlich so wie Sie es schreiben, Unsinn!

.
Überkapazitäten gibt es auch im konventionellen Kraftwerkspark. Deshalb macht es auch nichts aus, wenn einmal einige Kraftwerke komplett ausfallen!

Japan bspw. wird aller Voraussicht nach von über 50 bestehenden AKWs in eingen Monaten kein einziges (!) am Netz haben.

Natürlich müsste es auch bei EE eine (an der gesamten Nennelistung gemessene) "Überkapazität" geben.

Das letztendlich Entscheidende ist, ob die Erzeugung der Menge an EE-Strom überhaupt möglich ist, und wie viel die kWh am Ende kosten wird.

Und hier zeigt sich, dass die Versorgung mit 100% EE nicht nur möglich, sondern langfristig auch billiger sein wird als mit Hilfe der herkömmlichen Methode.

Rechnet man die Externen Kosten mit ein, sind die EE jetzt schon billiger.

Sommerwiese
00
12.1.2012, 09:23

bei der militärischen aufrüstung hat der mensch auch den 10fachen overkill geschafft, bei einer ökologischen enegieversorgung hätte ich nichts dagegen wenn das auch gelingt

somussesnichtsein
22
11.1.2012, 16:49
die windkraft wird in den nächsten jahrzehnten

nicht konkurentzfähig werden!

die hohe förderung finanziert leider kaum innländische arbeitskräfte, da die windräder alle im ausland erzeugt werden!

im inland werden relativ nur wenige arbeitskräfte für wartung und administration benötigt.

ganz gut verdienen aber auch die finanzierenden banken!!!!

im wesentlichen tragen das gesamte risiko also die kleinen stromkunden (ökoabgabe) und die steuerzahler.

volkswirtschaftlich sinnvoll? fraglich!

Andreas Mittermayer
00
12.1.2012, 12:52
Nicht nur, dass es auch in Österreich viele die Windanlagenhersteller beliefernde Firmen gibt!

.
Volkswirtschaftlich ist eine Förderung und am Ende eine Versorgung mit Hilfe von EE auf jeden Fall sinnvoll.

Denn wenn man die Externen Kosten der konventionellen Energieversorgung mit einbezieht, stellt sich heraus, dass die Kosten der EE deutlich niedriger sind.

Und selbst, wenn man keine Externe Kosten berücksichtigt, ist die Versorgung mit Hilfe von 100% EE langfristig deutlich biliger als mit Hilfe der herkömmlichen Alternative.

So betrachtet sind die Förderungen für die EE nichts Anderes als eine Investition in die Zukunft.

somussesnichtsein
00
12.1.2012, 17:07
ja vor allem in die zukunft jener die

daran verdienen!

Andreas Mittermayer
00
12.1.2012, 20:42
Sie werden es nicht glauben:

.
Am Verkauf von was-auch-immer verdient IMMER irgend jemand.

Und wenn wir Strom nicht aus EE gewinnen, dann verdient die Atomkraftindustrie, die Öl- und Kohleindustrie...

Wissen Sie: Da ist es mir lieber, die Hersteller von Kraftwerken, die uns im Gegensatz zu den Letzteren keine schwere Hypothek für die Zukunft hinterlassen, verdienen!

somussesnichtsein
00
13.1.2012, 08:05
jegliche energieerzeugung hat ihre

umweltprobleme. es gibt in wirklichkeit keine 100% erneuerbare energie!

das ist auch so ein märchen für die masse!

z.B. die erzeugung von photovoltaikmodulen und die erzeugung der windräder incl der zugehörigen elektronik, ist extrem umweltbelastend. ein extremes beispiel sind die riesigen hackschnitzelheizungen die sich biokraftwerk nennen, da werden die hackschnitzel teilweise hunderte kilometer angekarrt usw. usw.

des weiteren ist es mit all diesen methoden, auch wenn möchtegernspezialisten den politikern das einreden, die deckung unseres energiebedarfes nicht möglich!

nicht zu vergessen, das die elektrische energie die wir benötigen nur einen kleinen teil der gesamtenergie die gebraucht wird ausmacht.

Andreas Mittermayer
00
13.1.2012, 11:38
"...jegliche energieerzeugung hat ihre umweltprobleme..."

.
Sehr richtig! Deshalb gilt als erstes Gebot, möglichst wenig Energie zu verbrauchen!

Und es ist richtig, dass etwa die Herstellung von Photovoltaikmodulen (je nach Art der Zellen unterschiedlich) eine ökologische Belastung darstellt. Hier werden jedoch zukünftige neue Prozesse in der Herstellung Verbesserungen bringen.

Dass jedoch die Deckung unseres "Energiebedarfes" mit Hilfe von EE nicht möglich ist, gehört ins Reich der Märchen!

Wobei hier zusätzlich die Frage zu stellen ist, was unser "Energiebedarf" tatsächlich ist!
Aber selbst unser heutiger - mit Energie äußerst verschwenderischer - Umgang mit Energie könnte mit 100% EE gedecket werden. Auch wenn das nicht sinnvoll ist.

somussesnichtsein
01
13.1.2012, 11:47
wer und wo hier die märchenerzähler tätig

sind ist jedem der nur ein bischen eine ahnung von energieerzeugung und verteilung hat vollkommen klar.

aber für "gläubige" wie sie einer sind ist jegliche sachliche argumentation sinnlos!

Andreas Mittermayer
00
13.1.2012, 11:58
Ja, wissen Sie: Ich brauche mich auf´s "Glauben" nicht beschränken!

.
Mit Windkraft alleine könnte man bspw. den gesamten Energieverbrauch decken.

Siehe etwa:

http://www.spiegel.de/wissensch... 88,00.html

Mit einer vergleichsweise kleinen Fläche in der Sahara könnte man alleine mit Hilfe von Sonnenenrgie den Energieverbrauch der gesamten Menschheit decken.

Siehe etwa:

http://de.wikipedia.org/w/index.p... 0207194055

Und Deutschland etwa könnte nach folgender Studie bspw. den gesamten Energieverbrauch mit EE decken:

http://www.fvee.de/fileadmin... onzept.pdf

Wenn Sie wollen, liefere ich Ihnen gerne weitere Informationen.

curieux
00
Sie sollten Ihre Links auch lesen.

Spiegel: Windkraftwerke flächendeckend, überall, wo niemand wohnt, kein Wald ist oder es nicht schneit. Und vor der Küste, bis 50 Seemeilen.

Aufwachen!

Andreas Mittermayer
00
Was ist Ihr Problem?!

.
Haben Sie den link nun gelesen oder nicht??

Hier steht nämlich, dass unter der gemachten Annahme das Potenzial der Windkraft zur Stromerzeugung mehr als 80 mal so groß ist wie der gegenwärtige weltweite Stromverbrauch und mehr als 20 mal so groß ist wie der gesamte weltweite Energieverbrauch!

Darüber hinaus hat niemand behauptet, dass es sinnvoll wäre, den gesamten gegenwärtigen Energieverbrauch mit Hilfe von Windkraft zu decken.

Es ging lediglich darum zu zeigen, wie groß das Potenzial Erneuerbarer Energieträger ist.

Also bitte zuerst ALLES lesen und dann auch ein bisschen Denken!

;-))

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