Experten: PCs dringend auf DNS-Changer-Trojaner prüfen

Zsolt Wilhelm, 11. Jänner 2012 13:52

Nach Sicherstellung eines kriminellen Netzwerks sollen Computern überprüft werden

Vergangenen November konnte das FBI in New York ein Gruppe von Cyber-Kriminellen festnehmen, die mit Hilfe von mehr als 100 Servern und einer gefinkelten Schadsoftware mehrere Millionen PCs weltweit manipuliert hatte. Ein Internetnutzer, dessen PC mit dem sogenannten "DNS-Changer" infiziert wurde, wird beim Online-Gang über die Server der Bande geleitet und zum Profit der Verbrecher mit Werbung beliefert. Mittlerweile sind die Server zwar sichergestellt, nach wie vor werden infizierte Systeme aber umgeleitet. Wenn das FBI nun wie geplant im März diese Server abdreht, könnten hunderttausende User keine Webseiten mehr ansurfen oder E-Mails verschicken. Sicherheitsorganisationen und Behörden empfehlen daher, PCs auf die Schadsoftware zu überprüfen und den "DNS-Changer" gegebenenfalls zu entfernen.

Einfache Überprüfung

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik ruft deutsche Nutzer etwa offiziell auf, PCs mit einem Besuch der Webseite www.dns-ok.de zu testen. Im Gespräch mit dem WebStandard pflichtet Otmar Lendl vom Computer Emergency Response Team Austria cert.at dieser Empfehlung bei. Derzeit sind den Experten zufolge pro Tag auch hinter 1500 bis 2000 österreichischen IP-Adressen Infizierungen zu verzeichnen. Die gemeldeten Fälle würden zwar auch an die jeweiligen Internet Service Provider (ISP) weitergeleitet, die ihre Kunden informieren sollten. Eine selbstständige Überprüfung schade allerdings nicht. Der Vorgang ist dabei denkbar einfach. Auf www.dns-ok.de findet die Überprüfung automatisch statt. Sollte eine Infizierung erkannt werden, werden weitere Schritte angeleitet. "Das ist auch für österreichische Nutzer empfehlenswert", so Lendl.

Achtung, Router

Betroffen seien allgemein Windows- und Mac-OS-X-Systeme. Wer über einen Router online geht, sollte beachten, dass der "DNS-Changer" auch in der Lage ist, die Netzwerkeinstellungen des Routers zu ändern. Das müsste dann ebenfalls behoben werden.

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Phantom91
 
15.01.2012 18:22
Weniger Pornos schaun!

Ich wünschte, ich wäre Thurston Moore
16.01.2012 10:16
Genau, vielleicht steckt ja die katholische Kirche hinter diesem Trojaner

wegen der krummen Finger und so!

Manfred Fiebig
15.01.2012 15:28
Was für ein Schit

Sachlich gesehen müssen alle betroffenen Anwender irgendwann bemerkt haben, das sie statt auf der in den Favoriten aufgerufene Page bei einem Anbieter für Pharmaka oder dämlicher Sicherheitssoftware gelangte. Spätestens dann muss ihm zu Bewusstsein gelangt sein das sein PC kompromittiert und ein Zombie ist.

Das keine Aufklärung erfolgte ist ein ernsthaftes Versäumnis des aus dem BND ausgelagerten BSI. Wer soll zu diesem Verein spätestens nach dieser Aktion noch Vertrauen besitzen?

Selbst bei Sempervideo https://www.youtube.com/watch?v=BtQO__tOLZE enthielt man sich in den beiden Lehrvideos über Theorie und Praxis von DNS-Changer des "empfohlenen" Tools von Symantec und zeigte ausschließlich solide Handarbeit.

Reginald Barclay
16.01.2012 08:34
Jein

DNSChanger hat (hauptsächlich) ausgewählte Werbebanner ausgetauscht, bzw. neue eingeblendet.
Das fallt grad eher unbedarften Usern kaum auf.

Und seit das FBI die Server übernommen hat, merkt die Chantal Enduser natürlich gar nix mehr von der Infektion.

aleph null
13.01.2012 06:39
"Betroffen seien allgemein Windows- und Mac-OS-X-Systeme. "

Dann sollte man diesen Artikel in die entsprechende Rubrik

Web > Innovationen > Microsoft (bzw. Apple)

verschieben.

Deathflyer
12.01.2012 13:35

Kann man dort den DNS-Trojaner gleich gegen den Bundestrojaner eintauschen?

NirvanArchie
12.01.2012 15:25
genau das hab ich mir auch gedacht :)

her wig
12.01.2012 12:49
Finger weg von dieser Test-Seite!!!

Ich hab' sie ausprobiert, und danach war der Standard offline! Also bitte, lasst die Finger davon, das ist offensichtlich eine Hacker-Seite!!!

Roland Schweiger1
12.01.2012 22:38
schön langsam, down-shift, hey hey ...

Bin zwar auch kein Fan von Viruspanikmache und bei vielen setups ist es ja so dass der Router oder (A)DSL-Modem-Router das Verarbeiten der DNS Anfragen übernimmt und die Firmware des Routers wird sich ja nur schwer infizieren lassen ..... aber der Besuch der genannten Testseite hat Dein setting sicher NICHT lahm gelegt, es wird ja kein Programm und auch kein activeX Control installiert, dein Fehler hat eine andere Ursache ...

Reginald Barclay
16.01.2012 08:37

DNSChanger war unter anderem so "böse", weil er via Standard-Passwortlisten die DNS-Settings eben jener Heim-Router verändert hat - dh. auch wenn Du die PCs dahinter aufputzt, kann's immer noch sein, dass die per DHCP dann weiter die falschen DNS-Server untergeschoben kriegen, bzw. DNSmasq & Co. am "Router" die Anfragen falsch weiterleiten.

Roland Schweiger1
16.01.2012 08:50
das hatte ich zwar auch gelesen, aber ...

gibt es denn wirklich Leute die ein simples Standard Password in ihrem Router haben? Kann man sich gar nicht so richtig vorstellen ... Ich meine ich hab für meine fritzBox auch kein perfektes password aber es geht definitiv nicht mit bruteforce/Wörterbuch/erraten rauszufinden ... egal, die dns OK Seite kann auf alle Fälle jeder aufrufen, was auch immer diese ganau tut ...

Carnage
20.01.2012 13:14

ja grossteil der typischen "Anwender"

Michael Bakunin
12.01.2012 22:22

so ein blödsinn!

Der sich den Wolf tanzt
12.01.2012 18:50
kann ich nur bestätigen!

war gestern auf der seite und heute rinnt schon die nase und kopfweh hab ich auch schon! die ist eindeutig verseucht!

P0lym3R
12.01.2012 16:04
na zum glück haben Sie damit nicht das gesamte Internet gelöscht!

CyberCop
 
12.01.2012 22:59

wär nicht so schlimm - ich hab eine sicherung auf diskette

Der sich den Wolf tanzt
13.01.2012 14:52
ich habs zur sicherheit auch noch ausgedruckt ;-)

whei
12.01.2012 13:48

Sie haben Korrelation mit Kausalität verwechselt.

erich1963
12.01.2012 21:51
Die "Angst der Woche" gelesen, was? ;-)

jerry springer
12.01.2012 13:27
danke für diese warnung...

...leute wie sie machen das internet viel sicherer.

her wig
12.01.2012 13:29

War wirklich so, heute Vormittag. Ich traue mich jetzt nicht mehr, das zu wiederholen.

know your enemy
12.01.2012 15:20
Schon mal dran gedacht

Dass die Seite einfach down war?

WLG
12.01.2012 14:49

Ich habe die Webseite nicht besucht und trotzdem konnte ich derstandard.at nicht aufrufen. Was sagt uns das?

TRockenmilch
12.01.2012 17:43

dass dieser faketrojaner-trojaner noch gefährlicher ist als angenommen?? ;P

jerry springer
12.01.2012 13:32
nicht jeder zusammenhang...

...ist auch einer.

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