Wien - Der Ziegelkonzern Wienerberger begibt eine Anleihe
über mindestens 50 Mio. Euro, die 3,5 Jahre laufen soll. Die
Verzinsung (Kupon) beläuft sich auf 5,0 Prozent, bei einem
Emissionskurs von 101,25 Prozent inklusive Bankprovision ergibt sich
eine Bruttorendite von 4,614 Prozent. Die Anleihe mit einer
Stückelung von 1.000 Euro, die zwischen 13. und 27. Jänner gezeichnet
werden kann, soll in Luxemburg (regulated market) und Wien
(Geregelter Freiverkehr) gehandelt werden, teilte das Unternehmen am
Mittwoch nach Genehmigung des Börseprospekts durch die zuständige
luxemburgische Behörde, der Commission de Surveillance du Secteur
Financier ("CSSF"), mit.
Der Emissionserlös "wird für die allgemeine
Unternehmensfinanzierung und zur weiteren Stärkung der finanziellen
Basis der Wienerberger Gruppe verwendet", heißt es in der Aussendung.
Es soll auch nicht die letzte Emission bleiben: "Wienerberger plant
auch in Zukunft günstige Marktbedingungen zu nutzen, um kleinere
Emissionen zu platzieren". Der Refinanzierungsbedarf für 2012 von 400
Mio. Euro sei auch ohne diese Anleihe schon gesichert, hält
Wienerberger fest. Daher diene die Emission, die am 1. August 2015
getilgt werden soll, vorrangig der weiteren Verbesserung der
Liquiditätsreserven. Die Hybridanleihe werde nach
IFRS-Rechnungslegungsvorschriften als Eigenkapital verbucht und nicht
als Verbindlichkeit.
Per 30. September 2011 habe Wienerberger einen
Nettoverschuldungsgrad von 21 Prozent und eine Eigenkapitalquote von
62 Prozent ausgewiesen. Der Cashbestand belief sich auf rund 506 Mio.
Euro. Zugleich lag die Bruttoverschuldung bei rund 1,1 Mrd. Euro,
wovon rund 590 Mio. Euro auf Anleihen und rund 490 Mio. Euro auf
Finanzverbindlichkeiten entfielen. (APA)