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"Für die Kirche hat zu gelten, was für jeden anderen Immobilienbesitzer auch gilt: Wer sein Bauwerk nicht mehr erhalten kann oder will, muss verkaufen", fordert Niko Alm, Mitinitiator des "Volksbegehrens gegen Kirchenprivilegien". Privilegien seien für die "schwerreiche Kirche" fehl am Platz - "und wenn der Staat schon für den Erhalt aufkomme, dann sei es nur recht und billig, diese Immobilien günstig zu erwerben und im Interesse des Gemeinwohls zu nutzen".
Wie berichtet, wird der Erhalt kirchlicher Bauten schon jetzt vielfach aus Steuermitteln finanziert. "50 Prozent des Denkmalschutzes werden für sakrale Bauten ausgegeben", sagte etwa der Kirchenkritiker und Universitätsprofessor Heinz Oberhummer von der Initiative "Religion ist Privatsache" im derStandard.at-Interview.
"Kirche kauft Immobilien in bester Lage"
Alm zitierte am Dienstag auch das Beispiel der Salzburger Kollegienkirche (siehe Artikel vom 23. Dezember), für deren Erhalt die Bundesimmobiliengesellschaft (BIG) mehr als sechs Millionen Euro zahlt. Und: "Während sich die Kirche ihre Sakral-Immobilien also vom Staat über Zwangsbeiträge und Steuerleistungen finanzieren lässt, kauft sie andererseits eifrig gewinnbringende Immobilien ein", so Alm: Vor einem Jahr sei publik geworden, dass der Karmeliterorden das 50 Hektar große Stadtareal "Reininghausgründe" in Graz erworben hat. Im Jahr 2010 habe die Buwog den Verkauf von elf Wohnhausanlagen mit insgesamt 276 Wohnungen an das Benediktinerstift Admont in der Steiermark bekannt gegeben.
Das Interesse an der Umwidmung kirchlicher Bauwerke nehme unterdessen in ganz Westeuropa zu, so Alm: "In Deutschland werden Sakralbauten immer häufiger zu Wirtshäusern, Discos oder Konsumtempeln umfunktioniert. 2004 gelangten luxuriöse bischöfliche Immobilien in Millionenwert auf den englischen Immobilienmarkt. Da die Zahl der Kirchenmitglieder sich seit Jahren im freien Fall befindet und auch die sonntäglichen Kirchgänger längst eine verschwindende Minderheit bilden, wäre es nur recht und billig, dass ehemals sakrale Bauten einer sinnvolleren Nutzung im Sinne der Allgemeinheit zugeführt werden", so der Volksbegehrens-Proponent abschließend. (red)
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Klöster sind nämlich nicht "die Kirche", sondern selbständige Rechtspersönlichkeiten.
Wenn also einzelne Klöster soviel Geld haben um Immobilien zu kaufen, dann kann man über diese Sinnhaftigkeit natürlich diskutieren, es hat aber nix mit "der Kirche" zu tun.
Lieber Niko, bevor sie also weiter solche Wissenslücken preisgeben, informieren sie sich besser.
es würden dem Glauben und dem Vertauen in den Euro guttun, wenn nahmhafte, aber krisengeschüttelte Bankinstitute diese Gebäude als PR-Maßnahme übernehmen könnten. Dadurch wird dem universellen Anspruch , den der Glaube ans Geld ("in God we trust") erhebt, ein guter Dienst erwiesen. Bitte auch auf den Gottesbezug auf dem Euroschein nicht vergessen.
Ist das ungefähr gleich kulturlos, wie "Atheismus" und "Religion" im Namen www.atheistische-religionsgesellschaft.at in einem Atemzug zu nennen? Existiert sowas wie eine "Shoppingkultur"?
^^
"Vor einem Jahr wurde bekannt, dass der Karmeliterorden das 50 Hektar große Areal der Reininghausgründe in Graz erworben hat. "
http://www.nachrichten.at/nachricht... t58,795661
Man sollte sich schon informieren, bevor man
"falsch" schreit.
… führt letzten Endes auch zu einer Sklerotisierung von Kultur insgesamt. Es gab auch Altes vor dem jetzt "erhaltungswürdigen" Alten. Wo ist denn das jetzt??
Was nicht entsprechend lebt sollte irgendwann mal auch entfernbar sein.
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