Mit seinem neuen "Medfield"-Chip bläst Intel vor allem zum Angriff auf den britischen Konkurrenten ARM
Der Chip-Marktführer Intel unternimmt einen neuen Anlauf, um seine bei PCs dominierende Technik auch aufs Smartphone zu bringen. Vorstandschef Paul Otellini stellte auf der Computermesse CES in Las Vegas eine Referenz-Plattform auf der Basis des Google-Systems Android vor, die von Handy-Herstellern für eigene Modelle umgesetzt werden kann. Als erstes Smartphone auf der Basis einer Intel-Architektur präsentierte Lenovo das Gerät K800, das im zweiten Quartal zunächst in China auf den Markt gebracht werden soll. Ein weiterer Intel-Partner ist Motorola.
"Medfield"-Chip
Mit seinem neuen "Medfield"-Chip bläst Intel vor allem zum Angriff auf den britischen Konkurrenten ARM Holdings, der bislang die für Mobiltelefone notwendigen kleineren Chips mit weniger Stromverbrauch im Angebot hat.
"Wir sind überzeugt, dass Handys mit der Intel-Plattform eine einmalige Nutzererfahrung vermitteln"
"Wir sind überzeugt, dass Handys mit der Intel-Plattform eine einmalige Nutzererfahrung vermitteln", sagte Otellini am Dienstag. Das Referenzdesign für Smartphones sei eine produktionsfertige Plattform, die von Herstellern mit ihrer eigenen Technik ergänzt werden könne. Zu den Bestandteilen der Plattform gehören neben speziellen Chips mit dem Codenamen Medfield eine Kamera mit einer Auflösung von acht Megapixeln und eine HDMI-Schnittstelle für das Abspielen von Videos. Ergänzend zu der Smartphone-Plattform stellte Intel auch ein Referenzdesign für die Chip-Technik von Tablet-Computern vor. (APA)