Kircheninitiative

Weniger Kirchenaustritte kein positives Signal

11. Jänner 2012, 10:36

"Wir sind Kirche": Weiterhin sehr hohe Zahl an Kirchenaustritten - Kirchenleitung verweigert für Reform wichtigen Dialog

Dass die Zahl der Kirchenaustritte 2011 zurückgegangen ist, sei kein Grund zum Jubeln, erklärt die Initiative "Wir sind Kirche" via Aussendung. Die Initative kritisiert die Kirche für "die Kluft zwischen Botschaft und Praxis, zwischen Hierarchie und Lebensrealität in den Pfarren" und vermutet das als Grund für die weiterhin hohe Zahl an Kirchenaustritten. Die Kirchenleitung verweigere den Dialog, doch hier liege laut Initiative eine Möglichkeit zur Bewältigung der Krise.

Für sie ist die Gleichberechtigung aller Menschen, insbesondere zwischen Frauen und Männern, Laien und Klerikern, verheirateten und unverheirateten, hetero- und homosexuell lebenden Menschen der Eckpfeiler im Reformkanon der katholischen Kirche. (red, derStandard.at, 11.1.2012)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 79
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Solemnly Soliloquising Somnambulist
10
31.1.2012, 10:21
ja und?

deswegen verliertr die kirche doch kein vermögen.

ich denke der stärkste vermögensverlust war der verlust der englischen diözesen canterbury und york.

bluebeard's 8th wife.
03
24.1.2012, 13:24

wenn von einer gesunkenen gesamtanzahl derselbe prozentsatz an menschen austritt, dann ist das in gewissem sinne als sinken der austrittszahlen darstellbar.

Eric der coole
26
12.1.2012, 13:46
Kommentar Fiedler

ehemaliger Rechnungshofpräsident schreibt:
"Während das ganze Land mit harten Kürzungen konfrontiert ist, genießt die katholische Kirche Subventionen im Wert von rund zwei Milliarden EUR jährlich. Und das, obwohl sie gesellschaftlich zunehmend irrelevant wird"....

bluebeard's 8th wife.
00
24.1.2012, 13:23

man sollte die subventionen anteilig zu den mitgliederzahlen gewähen - da könnte sich der staat einiges sparen.

erkelteter tiger
03
12.1.2012, 19:49

das sagt niko alm

Salz Burger
13
15.1.2012, 18:17

Egal, wer das aller sagt. Die Diskussion wird immer stärker werden und irgendwann werden die Privilegien fallen.

aiuto
02
12.1.2012, 11:26
mann soll doch nicht versuchen die Tatsache

schönzureden, dass 2011 das Jahr mit der zweithöchsten Zahl an Kirchenaustritten gewesen ist.

Christoph Karl Steininger
02
12.1.2012, 16:19
Mit Hermeneutik

kennen sich die Theologen ja bestens aus!

Alf von Melmak
 
15
12.1.2012, 06:25
Weniger Kirchenaustritte kein positives Signal

'
Das finde ich auch, eher im Gegenteil.

Ein positives Signal wird daraus erst, wenn der Grund für den Rückgang der Austritte darin zu finden ist, daß es keine Mitglieder mehr gibt, weil alle bereits ausgetreten sind.

Donna Camilla
11
12.1.2012, 06:13

Haß macht blind. und zwar auf jeder Seite der Medaille.

bildungsferneschicht
38
11.1.2012, 23:11
finde es nicht ok säuglinge zu taufen.

soll sich doch jeder für eine relig. entscheiden.

(wäre nie bei der kath. kirche gelandet,wenn mich meine eltern nicht als hosensch... taufen hätten lassen).

tignosa
10
13.1.2012, 23:22
es ist schon ok, wenn folgende Voraussetzungen gegeben sind

1: die Kirche, in die man hineingetauft wird, akzeptiert den Autritt als solchen (theologisch)- was bei der rkK nicht der Fall ist, die sieht einen nur als aus der Gemeinschaft der KB- Zahlenden ausgetreten an

2: es keine finanziellen Konsequenzen hat, die einen am 18. Geburtstag, nach Schul-, Lehr- oder Studienabschluss dräuen

Chien de Pique
62
12.1.2012, 20:56
Inwiefern hindert ihn die Taufe? Mit 14 kann er austreten, ansonsten hat die Taufe bis zum Kirchenbeitrag mit frühestens 19 keine große praktische Relevanz (allenfalls der

Religionsunterricht, solange er für die Abmeldung auf seine Erziehungsberechtigten angewiesen ist; der Religionsunterricht ist aber auch nicht schlimmer als wenn ihn die Eltern zB zum Blockflötenkurs verdammen). Außer die Weltsicht der Kirche trifft zu, dann ist die Taufe in seinem ureignene Interesse.
Das eigentlich Relevante ist doch die religiöse Erziehung, die ist von der Taufe vollkommen unabhängig; wenn er sich erst mit 14/18 taufen lassen kann, werden die Eltern wohl entsprechend mehr auf ihn einwrken, wenn ihnen das ein Anliegen ist. Umgekehrt gibt es auch die Nottaufe und die Bgierdetaufe. Warum soll das hier überhaupt ein Problem sein? Einige andere Religionen betrachten eineN ab Geburt als Mitglied, was soll man da dagegen tun?

bluebeard's 8th wife.
01
24.1.2012, 13:27

ich erinnere mich mit tiefem schrecken an die versuche des vikars, uns im firmunterricht die tugend der keuschheit nahezubringen - mit bildern von syphilitischen nasen und mit verdruckster erregung. scheußlich.

natürlich hinterlässt so was spuren im gesit junger menschen. im besten falle können die mit einiger anstrengung getilgt werden.

im schlimmsten führt so was zu ausgeprägten sexualneurosen.

tignosa
00
sowas sieht man auch, wenn man sich mit Medizingeschichte befasst

bildungsferneschicht
13
12.1.2012, 21:33

ich wäre,wenn mich meine eltern nicht als säugling getauft hätten,kein mitglied der rk kirche.
ein austritt später ist in einem kleinen kuhdorf,wo ich wohne,mit gesellschaftlicher ächtung verbunden.

tignosa
02
13.1.2012, 23:33
Sie dürfen mir glauben, es erfährt niemand

1.die Pfarren sind wegen des Datenschutzes dazu verpflichtet, den Austritt diskret zu behandeln (mehr Infos dazu unter www.kirchenaustritt.at)
2.meine persönliche Erfahrung, da ich in einem ebensolchen Kuhdorf lebe: obwohl dort die Gegenreformation auch 2012 noch nicht vorbei ist, hat man dort weder meinen Austritt aus der rkK moch meinen Eintritt bei den Evangelischen erfahren (was ich auch nicht publik gemacht habe, da Religion meine höchstpersönliche Sache ist). Hilfreich war wohl auch, dass ich nicht beim nächstgelegenen evangelischen Pfarramt um Aufnahme gebeten habe, sondern dort, wo ich mich glaubens-und gemeinschaftsmäßig am besten beheimatet fühlte, und das ist ein paar km entfernt, man kann in unserer Kirche die Pfarre frei wählen

Chien de Pique
01
13.1.2012, 17:39
Das ist aber eine Sache des durch den hiesigen Staat festgelegten Papierkrams, eine Notwendigkeit primär durch die ebenfalls vom Staat errichtete Kirchenbeitragsregelung, die es weltweit ja fast nur hier gibt. Ihr Problem liegt offenbar eher bei der

Das mit der Ächtung kann ich nicht ganz glauben (ich weiß auch nicht, wie die Leute das erfahren sollten und inwiefern es sie interessieren sollte; ich weiß zB absolut nichts über den Papierkram der anderen Leute in dem kleinen Dorf, wo ich teilweise aufgewachsen bin und Kirchenaustritte waren kein Gebiet des mir zu Ohren gekommenen Dorftratsches), aber wenn es wirklich noch solche vormodernen Zustände geben sollte, dann würden Sie halt mindestens ebenso massiv als gottloser Heide geächtet werden. Und, wie gesagt, das Christentum ist hier ja sehr offen, andere Religionen betrachten Sie ohne weitere Formalitäten oder Federlesen als von Geburt an zugehörig, evtl. können Sie auch gar nicht austreten, weil es uU gar keinen Papierkram gibt.

tignosa
00
... können Sie gar nicht austreten, weil es keinen Papierkram gibt"

das ist ja noch schlimmer!!!

Chien de Pique
00
13.1.2012, 17:59

Abgeschnitten: Dorfgemeinschaft.

tignosa
00
13.1.2012, 23:35
doch das gibts, aber nur wenn man es

entweder selbst an die große Glocke hängt oder die Expfarre gesetzwidrig handelt (soll vorkommen, ist aber nicht mal in meinem Fall passiert, und da ist die rk Pfarre, die ich verlassen habe, ziemlich extrem). Infos unter www.kirchenaustritt.at

Salz Burger
22
11.1.2012, 22:59

Solange diese Leute an Botschaften glauben, ist es nicht so leicht, den Kurs zu ändern. Würde es doch bedeuten, dass der allmächtige Gott sich geirrt hat, oder noch besser, er gar nicht existiert.

aump
00
11.1.2012, 21:44
Austritte

da frag ich mich doch: zählt der todesfall auch als sogenannter austritt?

Impact2000
00
13.1.2012, 08:51

Warum kann man da nicht online unterschreiben so wie bei der Sache gegen die Vorratsdatenspeicherung?

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