Twitter wettert gegen Googles soziale Suchergebnisse

11. Jänner 2012, 10:25
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Microblogging-Dienst fürchtet um Relevanz - Twitter-Inhalte werden trotz Google+ allerdings nach wie vor gelistet

Vergangenen Dienstag stellte Google einige Neuerungen bei seiner Websuche vor. So werden, sofern man mit einem Google-Account angemeldet ist, künftig Inhalte des sozialen Netzwerks Google+ in die Suchergebnisse eingebunden. Während das die Websuche für rund 62 Millionen User persönlicher machen dürfte, meldete sich nun ein einstiger Google-Partner äußerst kritisch zu Wort. Der Microblogging-Dienst Twitter sieht darin nämlich eine Verschlechterung für die Anwender.

Schlechtere Suchergebnisse?

In einer offiziellen Stellungnahme heißt es, man sei "besorgt, dass durch Googles Änderungen das Auffinden (von Twitter-Meldungen) schwerer" werde. "Wie wir wiederholt sehen konnten, werden Nachrichten zuerst über Twitter verbreitet", so Sprecher Matt Graves. "Jahrelang haben sich User darauf verlassen können, dass Google die relevantesten Ergebnisse liefert." Das sei nun in Gefahr.   

Ungerechtfertigt?

Betrachtet man die neue Listung der Suchergebnisse auf Google.com, sieht man, dass Google+-Inhalte tatsächlich darübergestellt werden. Allerdings finden sich, wie gehabt, auch alle Twitter-Meldungen in den Ergebnissen. Tatsächlich trug Twitter vergangenen Juli selbst dazu bei, dass Twitter-Meldungen weniger aktuell in Google-Ergebnissen auftauchen. Nach zwei Jahren verlängerte man die Partnerschaft mit Google nicht mehr, im Zuge derer der Suchmaschinenriese Twitter dafür bezahlte, Inhalte des Microblogs in Echtzeit indizieren zu dürfen.

Offen für alle

Gegenüber Cnet gab Google bekannt, dass man nach wie vor die "relevantesten Informationen" liefern wolle und dafür die Inhalte von Freunden und aus sozialen Netzwerken einbeziehen möchte. Das sei derzeit allerdings nur mit Google+ möglich, da sowohl Twitter als auch Facebook die Indizierung durch Google verhindern. Man hoffe daher, dass sich künftig auch andere Plattformen für Google öffnen werden.

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